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Ein Dorf steht Kopf: Grenzenloser Jubel in Walpertskirchen nach Aufstieg in Bezirksliga

Mit Feiern ist noch nicht Schluss

von Helmut Findelsberger · 23.05.2025, 07:35 Uhr · 0 Leser
Grenzenlosen Jubel mit Bierdusche gab‘s beim WSV nach dem Schlusspfiff in Berglern.
Grenzenlosen Jubel mit Bierdusche gab‘s beim WSV nach dem Schlusspfiff in Berglern. – Foto: Dominik Findelsberger

Nach drei Anläufen ist dem SV Walpertskirchen erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga gelungen. Trainer Josef Heilmeier kann es kaum in Worte fassen.

Walpertskirchen – Einmal Vierter, dann zweimal Dritter und nun der große Wurf. Zwei Spieltage stehen in der Kreisliga noch aus, aber der SV Walpertskirchen hat sich am vergangenen Sonntag mit einem 3:0-Sieg in Wartenberg den Meistertitel vorzeitig gesichert.

SV Walpertskirchen spielt erstmals in der Bezirksliga: Vielversprechende Jahrgänge 2004 bis 2006

Der WSV steigt damit erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga auf – Trainer Josef Heilmeier, der Ur-Walpertskirchner, konnte es unmittelbar nach dem Spiel gar nicht in Worte fassen, was dies für den Club, aber auch für ihn bedeutet. Seit der Saison 2017/18 ist der „Sepp“ Trainer der ersten Mannschaft seines WSV. In seinem dritten Jahr, es war die „Corona-Saison 19/21“, wurde der Aufstieg in die Kreisliga geschafft. Die Premieren-Saison 21/22 endete gleich mit Tabellenplatz vier.

Sie haben es geschafft: Der SV Walpertskirchen ist Kreisligameister und Aufsteiger in die Bezirksliga.
Sie haben es geschafft: Der SV Walpertskirchen ist Kreisligameister und Aufsteiger in die Bezirksliga. – Foto: Dominik Findelsberger

Nach Tabellenplatz drei zum Ende der Saison 2022/23 zeichnete es sich schon ab: Mit den vielversprechenden Jahrgängen 2004 bis 2006 und den bisherigen Stammkräften und Leistungsträgern im größtenteils besten Fußballeralter wächst da ein hoffnungsvoller Kader heran. Trainer Josef Heilmeier bestätigt auch, „dass man als Saisonziel ausgegeben hatte, um den Aufstieg mitzuspielen“. Er erinnert: „Im Oktober habe ich vor dem erneut ausgefallenen Spiel beim Tabellenführer Unterbruck dem Redakteur des Freisinger Tagblatts auf die Frage, ob in diesem Duell eine Vorentscheidung fallen könnte, geantwortet, dass zu diesem Zeitpunkt gar nichts entschieden wird und die Saison noch lang ist“.

Qualität, Spielwitz und Tempo: WSV überzeugt in der Kreisliga

Walpertskirchen war lange Zeit nie an der Tabellenspitze, aber konstanter als die Konkurrenz und immer auf Tuchfühlung nach ganz oben. „Aber als wir dann mal den ersten Platz hatten, da haben wir ihn auch nicht mehr hergegeben“, blickt der Trainer, nicht ohne Stolz, zurück. „Die Feierlichkeiten am Sonntag wurden dann von Wartenberg auf das heimische Sportgelände verlegt, und Vereinswirt Büchlmann lieferte Schnitzel“, erzählt Heilmeier.

Ob überhaupt schon Schluss ist mit dem Feiern, „das kann keiner seriös beantworten“, meinte er am Montagvormittag, „und es geht jetzt weiter mit einem nachmittäglichen Weißwurst-Frühstück“.

Das Spiel in Wartenberg war ein Spiegelbild des WSV-Fußballs der vergangenen Wochen, denn kein anderes Team in dieser Liga kann von der Bank derart viel Qualität, vor allem Spielwitz und Tempo, einwechseln. Das bestätigte nach Spielende auch Wartenbergs Trainer Alexander Kutschera, dessen Mannschaft wirklich einen starken Fight lieferte, aber in den letzten 20 Minuten chancenlos war. Da fielen innerhalb von sieben Minuten die drei WSV-Treffer wie reife Früchte. Und die sie gemacht hatten, denen hätten sie nicht besser zustehen können.

Spielender Co-Trainer als „Agressive Leader“

Da wäre der spielende Co-Trainer Nils Wölken. „Der ist selbstständiger Fitnesstrainer und immer Sonntagvormittag mit einer Laufgruppe unterwegs. Da habe ich zu ihm gesagt, er soll darauf achten, dass er nicht zu viele Körner verbraucht“, erzählt Trainer Heilmeier. Das schien gefruchtet zu haben, denn der 29-jährige Ex-Schwaiger war der „Aggressive Leader“ schlechthin und überall zu finden. Christian Käser, Schütze des zweiten Treffers, war an diesem Nachmittag eigentlich nur von Wartenbergs überragendem Torhüter Michael Wellenhofer an einer Trefferflut gehindert worden. Mit dem eingewechselten 19-jährigen Paul Jäger machte sich einer der jungen Wilden mit dem dritten Tor selbst ein Geburtstagsgeschenk. Noch einer, den man hervorheben muss: Kapitän Florian Rauch. Der hatte nach 40 Minuten die offene Sohle eines Gegenspielers abbekommen, krümmte sich minutenlang, aber manchmal hilft „das Schmerz-Herauslaufen“ doch, und dann auch noch an so einem Tag.