2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

»Ein bisschen verrückt«: Beide Releganten sind Kreisligist

Nach dem Relegationsspiel in Sulzbach-Rosenberg feiern sowohl Eschenbach als auch Ensdorf – dank Inter Bergsteig Amberg

von Florian Würthele · Gestern, 23:20 Uhr · 0 Leser
Sowohl Eschenbach als auch Ensdorf gehen nächste Saison in der Kreisliga an den Start.
Sowohl Eschenbach als auch Ensdorf gehen nächste Saison in der Kreisliga an den Start. – Foto: Jonas Löffler

Es war durchaus ein surreales Bild, ab 20.25 Uhr im Aicher-Stadion in Sulzbach-Rosenberg. Die einen durften bereits feiern. Die anderen mussten noch kurz warten, starrten auf ihre Handys – und durften dann ebenfalls feiern. Weil der SV Inter Bergsteig Amberg parallel den Bezirksliga-Erhalt schaffte, gehen sowohl der SC Eschenbach als auch die DJK Ensdorf nächste Saison in der Kreisliga an den Start. Obwohl die Ensdorfer im „Verdachtsspiel“ vor 460 Zuschauern mit 0:3 (0:1) den Kürzeren zogen.


Beide Vereine hatten sich dazu entschieden, nicht den Ausgang der Bezirksliga-Relegation abzuwarten. Um möglicherweise Klarheit zu haben. „Keiner will ‚Sofa-Aufsteiger‘ sein“, hatte Kreis-Boss Albert Kellner im Vorfeld gegenüber FuPa erklärt. Dass dieses Relegationsspiel letztlich quasi „für die Katz“ war, dürfte beide Mannschaften im Nachgang nicht im Geringsten stören. Eschenbach hält die Kreisliga, Kreisklassen-Süd-Vize Ensdorf steigt in jene auf!

Zum Spiel selbst in Kürze: Spielercoach Benjamin Scheidler (9.) köpfte seine Eschenbacher nach einer Ecke früh in Führung. Ensdorf war in der Folge bemüht, nur fehlten die zündenden Ideen im Offensivspiel. Kurz nach der Stunden-Marke stach der SCE ein zweites Mal zu, durch einen eiskalten Abschluss von Valentin Schieder durch die Hosenträger des Keepers (62.). Mit dem 3:0 durch Milian Seemann (89.) war der Drops endgültig gelutscht. Aber als kurz darauf der 1:0-Sieg von Inter Bergsteig Amberg gegen Arnschwang feststand, konnte auch die DJK Ensdorf in Freudentaumel ausbrechen.

Ensdorfs Trainer Oliver Eckl versuchte nach dem Spiel, seine Emotionen zu sortieren. Dies kam dabei heraus: „Natürlich mussten wir noch spielen, bevor wir trotz der Niederlage aufstiegen! Ein bisschen verrückt ist das schon, trotzdem genießen wir den Erfolg. Eschenbach hat es clever gemacht. Ich möchte meiner Mannschaft eher ein Kompliment aussprechen: Nachdem wir so viele Ausfälle zu verkraften hatten, haben wir bis zum Ende gekämpft! Und unsere Zuschauer haben uns sensationell unterstützt. Über die ganze Saison haben wir nur zwei von 26 Spielen verloren, inklusive Relegation waren’s 29 Spiele, davon vier verloren. Am Ende bekommt man den Lohn für diese vielen tollen Spiele und steigt verdient auf! Ein Riesenkompliment an mein Team! Die jungen Spieler haben super gelernt und die „Alten“ haben top mitgezogen. So ist dann so ein Erfolg möglich. Auch wenn wir wissen, dass die nächste Saison superschwer wird, genießen wir den aktuellen Erfolg. Man steigt nicht sehr oft auf in seiner Fußballerlaufbahn, da muss man das gebührend feiern. Das tun wir mit unseren Fans!“