
An das Gastspiel in Detmold in der Vorsaison erinnert sich Trainer Tim Daseking nur mit Grausen. Die Herforder kassierten beim 1:6 ihre höchste Saisonniederlage, zwei Elfmeter, einmal gelb-rot und eine unschöne Diskussion um eine Filmkamera inklusive. Diesmal kommen die Herforder als bislang auswärtsstärkste Mannschaft der Landesliga nach Detmold.
„Detmold hat auch in dieser Saison eine richtig gute Mannschaft, mit Marius Seipt einen sehr torgefährlichen Spieler und ist für mich ein Top 5-Team“, meint Daseking vor der Neuauflage respektvoll. Er hofft diesmal auf einen ruhigeren und erfolgreicheren Auftritt beim Post TSV.
Daseking hatte nach dem Spiel angemerkt, den Herfordern sei untersagt worden, den Spielverlauf mit einer Kamera zu filmen und festzuhalten. Er und sein Trainerteam hätten sich bei der vor dem Anpfiff hohe Wellen schlagenden Diskussion um das Aufstellen der Kamera letztlich bewusst dazu entschieden, die Kamera vom Stativ zu nehmen und auf das Filmen zu verzichten, „um die Situation zu deeskalieren“. Trotzdem hatte es Ärger und unterschiedliche Sichtweisen der Geschehnisse gegeben, der Gastgeber gab anschließend in Person des sportlichen Leiters Michael Grundmann sogar eine offizielle Stellungnahme heraus. Beim anstehenden Wiedersehen wollen sich beide Seiten jetzt auf das Sportliche konzentrieren.
Beide Teams haben starke Serien vorzuweisen. Die Detmolder sind in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen, auch Spitzenreiter RW Kirchlengern ging dort leer aus – die Herforder wiederum sind auswärts unbesiegt und mittlerweile in der Liga seit sieben Spielen ohne Niederlage. Eine Serie, die Nico Bartling und Co. verteidigen wollen.
„Im Fußball kann es schnell in die ein oder andere Richtung gehen, doch im Moment freuen wir uns natürlich. Es hat sich bei uns eine gute Gruppendynamik entwickelt, mit der wir es geschafft haben, auch die Ausfälle wichtiger Spieler aufzufangen“, betont Daseking und darf sich in diesem Zusammenhang über die Entwicklung der jungen Spieler wie Stepan Hobrei (18 Jahre) und Mikail Baytar (20) freuen.
Den Sieg in Delbrück mussten die Herforder mit der Verletzung und dem Ausfall von Stürmer Markus Esko (mehrfacher Bänderriss) teuer bezahlen, bei den weiteren Angeschlagenen (Ilias Illig, Nico Bartling, Pascal Widdecke) müsse man abwarten, ob es für Sonntag reicht – dann mit einem besseren Ergebnis und weniger Nebengeräuschen in Detmold, hofft man beim Sport-Club.