
Das 1:1 (1:0)‑Unentschieden im Abstiegskampf der Niederrheinliga gegen den TSV Urdenbach fühlte sich für die Fußballerinnen des SV Walbeck wie eine Niederlage an. Bis zur 90. Minute hatte die Mannschaft von Trainer Friedel Baumann am Walbecker Bergsteg mit 1:0 geführt, ehe ein Konter der Gäste den späten und schmerzlichen Ausgleich brachte. Damit stellt sich erneut die Frage, was dieses Ergebnis für den weiteren Abstiegskampf bedeutet.
Der SV Walbeck verpasste durch das Remis die große Chance, im Kampf um den Klassenerhalt entscheidend Boden gutzumachen und den Abstand zum TSV Urdenbach auf einen Punkt zu verkürzen. Stattdessen rutschten die Walbeckerinnen wieder auf einen Abstiegsplatz, da Mitkonkurrent CfR Links überraschend mit 1:0 beim SV Heißen Mülheim gewann. Durch den bereits feststehenden Abstieg des GSV Moers aus der Regionalliga wird es in der Niederrheinliga zudem einen zusätzlichen Absteiger geben – der Rückstand des SV Walbeck auf das rettende Ufer beträgt nun vier Punkte.
Dabei zeigte das Team gegen Urdenbach über weite Strecken eine Leistung, die mit der aktuellen Tabellenposition wenig gemein hat. Vor allem im ersten Durchgang kontrollierte Walbeck das Spielgeschehen und trat offensiv mutig und erfrischend auf. Der frühe Führungstreffer in der elften Minute durch Alina Kostyrok, die mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich war, schien die Richtung vorzugeben. In der Folge erspielte sich der SV Walbeck weitere gute Möglichkeiten, verpasste es jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener, und der SV Walbeck musste zwei gefährliche Situationen überstehen. Dennoch blieben die besseren Chancen aufseiten der Gastgeberinnen, denen jedoch das nötige Glück im Abschluss fehlte. Gleich zweimal verhinderte die Querlatte nach Aktionen von Marith Müller‑Prießen das mögliche 2:0. Ein Konter der Gäste führte schließlich zum späten Ausgleich in der 90. Minute.
„Wir haben im ersten Durchgang nichts zugelassen und hatten auch nach der Pause die besseren Chancen. Wir haben es verpasst, dem Gegner den Todesstoß zu verpassen“, sagte Trainer Friedel Baumann.