
In der abgelaufenen Saison war #AG20 als Spielertrainer der Zweiten und reaktivierter Stürmer in der Landesklasse nochmal am Ball. Im Interview spricht der 34-Jährige über die abgelaufene Saison, seinen Weggang und die Gründe für den Wechsel ins nahgelegene Bayern…
FuPa Thüringen: Wie war für dich der Abschied aus Steinach? Der Prozess fand ja eher schleichend statt..
André Gottschalk: Aktuell fühlt es sich nicht wie ein Abschied an. Ich bin weiter Mitglied im Verein, werde mir wenn möglich auch weiter die Spieler der Jungs anschauen. Außerdem wohne ich in Steinach und habe so weiter Kontakt zu den Spielern.
FuPa Thüringen: Warum verlässt du letztendlich den SV 08 und spielst nicht weiter in der Zweiten?
André: Das ist schwierig für mich zu beantworten. Ich suche in meinen letzten ein, zwei Jahren nochmal eine neue Motivation. Deshalb tut es mir vielleicht nochmal gut den Verein zu verlassen. Ich werde aber auch dann wieder zurückkehren und in der zweiten Mannschaft meine Fußballer Laufbahn ausklingen lassen.
FuPa Thüringen: Bist du weiter als Jugendtrainer in Steinach aktiv?
André: Natürlich bin ich weiter als Jugendtrainer aktiv. Nächste Saison sogar noch etwas mehr, weil wir die F- und die E-Junioren zusammen trainieren. Da werde ich meine Jungs weiter begleiten.
FuPa Thüringen: Wie hast du die letzte Saison beim SV 08 Steinach erlebt - als Spielertrainer der Zweiten und reaktivierter Stürmer bei der Landesklasse-Mannschaft?
André: Mir hat es bei der zweiten Mannschaft als Spielertrainer unglaublich Spaß gemacht. Das hat auch immer natürlich etwas mit dem Erfolg zu tun. Wir haben eine super Hinserie gespielt. In der Rückrunde hat es dann etwas gehapert. Bei der Ersten war es für mich persönlich wie auch für die Mannschaft und den Verein eine kleine Achterbahnfahrt. Mit meiner Rückkehr gab es gleich sportliche Erfolg. Dann hatte ich mir aber den Daumen gebrochen und konnte bis zur Winterpause nicht mehr mitwirken. Nach der Winterpause gab es Unruhe im Verein mit Veränderungen im Vorstand, der Freistellung der Trainer und einem neuen Sportlichen Leiter. Es hat mir trotzdem nochmal riesig Spaß gemacht mit den Jungs Fußball zu spielen. Am Ende haben mit dem Klassenerhalt unser Minimalziel erreicht und können positiv zurückschauen. Positiv war auch, dass wir bei den vier Derbys zweimal als Sieger vom Platz gegangen sind und zweimal auswärts nicht verloren haben. Das hat mir viel gegeben, denn Derbys verliere ich sehr ungern.
FuPa Thüringen: Was hat den Ausschlag gegeben nochmal nach Ludwigsstadt zu gehen? Ist es alleine dein Schwiegerpapa Christian Häußler, der an dir gebohrt hat? Oder gibt es noch andere Gründe?
André: Natürlich war es am Ende Christian Häußler. Er hat mich gefragt, ob ich nochmal nach Ludwigsstadt komme. Da musste ich nicht so lange überlegen. Dadurch, dass ich seit 15 Jahren in Bayern arbeite, hatte ich auch immer ein kleines Verlangen danach auch mal dort irgendwann zu spielen. Dass es jetzt Ludwigsstadt geworden ist, hat viel mit Christian Häußler zu tun. Deshalb greife ich nächstes Jahr dort an.
FuPa Thüringen: Was sind deine sportlichen Ziele bei deinem neuen Verein?
André: Das ist klar definiert. Wir wollen unter die ersten zwei Plätze kommen. Für mich ist das nochmal Motivation eine Mannschaft zu haben, mit der man oben angreifen kann. Das ist was anderes als um den Klassenerhalt zu kämpfen.
