
Der STK Eilvese hat sich am 23. Spieltag der Landesliga Hannover mit einem 1:1 vom HSC BW Schwalbe Tündern getrennt. Der Tabellenvierte ließ damit überraschend Punkte beim abstiegsbedrohten Gegner liegen, der zuvor in den ersten Spielen des Jahres bereits vier Punkte gesammelt hatte.
Eilvese übernahm von Beginn an die Kontrolle und erspielte sich klare Vorteile im Ballbesitz. „Eilvese hatte deutlich höhere Spielanteile und hat ein gutes Ballbesitzspiel aufgezogen. Die haben schon gute Kicker in ihren Reihen“, sagte Tünderns Trainer René Hau. In der 15. Minute brachte Erhan Yilmaz die Gäste folgerichtig in Führung.
Tündern hielt mit großem Einsatz dagegen und verteidigte engagiert. „Wir haben mit viel Laufbereitschaft, Wille und Leidenschaft dagegen gehalten und in den entscheidenden Momenten hat unsere Defensive immer noch ein Bein dazwischen bekommen“, sagte Hau. Kurz vor der Pause verschärfte sich die Situation für die Gastgeber. Torhüter Kolja Kowalski sah in der 45. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Eilvese spielbestimmend, nutzte seine Möglichkeiten jedoch nicht konsequent. Trainer Pascal Preuß zeigte sich entsprechend unzufrieden. „Ich war nach dem Spiel ein bisschen angefasst und habe das auch den Jungs so gesagt. 1:1 verloren, kann man dazu sagen.“ Zudem ergänzte er: „Wenn man so viel Ballbesitz hat, den Gegner gut bespielt und dann nur mit einem Punkt rausgeht, darf man sich auch wie ein Verlierer vorkommen. Vor allem, weil wir in der ersten Halbzeit viele klare Einschussmöglichkeiten nicht genutzt haben.“
Tündern stemmte sich trotz Unterzahl gegen die Niederlage. „Nach dem Platzverweis gegen unseren Torhüter ist noch mal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte Hau. Besonders die zweite Halbzeit hob er hervor. „Was die Jungs dann in der zweiten Hälfte abgeliefert haben war schon beeindruckend.“
In der 71. Minute fiel der Ausgleich durch Julian David. „Wir hatten zwei gute Möglichkeiten, bevor der nicht unverdiente Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß gefallen ist“, sagte Hau. Preuß beschrieb die Szene so: „Das ist ein typisches Tor, das man in so einer Phase bekommt.“
In der Schlussphase kam Eilvese noch zu weiteren Chancen, blieb jedoch ohne weiteren Treffer. „Nach dem Gegentreffer hatte man das Gefühl, wir könnten noch zwei Stunden weiterspielen und würden heute kein Tor mehr erzielen. Genau so ist es dann auch gekommen, und am Ende steht das 1:1“, sagte Preuß. Gleichzeitig erkannte er die Leistung des Gegners an. „Tündern hat nach dem Tor, und dazu auch noch in Unterzahl, enorm gekämpft. Sie haben sich in alles reingeworfen und einen starken Spirit auf den Platz gebracht.“
„Ich denke, am Ende haben wir uns diesen Punkt durch die kämpferische Einstellung auch verdient“, sagte Hau. Preuß zog ebenfalls klare Schlüsse. „Nach dem Spiel habe ich den Tünderanern zu ihrer kämpferischen Leistung gratuliert. Gleichzeitig habe ich auch unseren Jungs gesagt, dass es so nicht reicht.“
Die „Schwalben" müssen am Freitag beim Drittplatzierten 1. FC Wunstorf antreten. Für den STK Eilvese steht nun eine englische Woche an. Am Mittwoch, 18. März, trifft die Mannschaft im Viertelfinale des Bezirkspokals Hannover auf den SV 1946 Bavenstedt. Am Sonntag folgt das Ligaspiel gegen den SV Bruchhausen-Vilsen. „Dort wartet wieder ein Gegner aus der unteren Tabellenregion, den wir sauber bespielen müssen. Wir müssen in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen treffen, sonst wird es auch dort schwierig“, sagte Preuß.