
Am gestrigen Mittwochabend durften sich die Teams dabei über eine stattliche Kulisse von rund 250 Zuschauern freuen. "Wir wussten, was das für ein Spiel werden würde. Auf dem Rasen kannst du hinten nicht rausspielen. Das haben wir heute sehr gut angenommen ", freute sich Waldstettens Trainer Patrick Krätschmer nach der Partie. Am Ende setzte sich der TSGV mit 2:0 (1:0) durch.
Spielerisch war es allerdings in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit keine spielerische Offenbarung. Torraumszenen sah das Publikum keine. Mert Özdemir weckte schließlich die Mannschaften aus ihrer Lethargie. Aus rund 30 Metern hämmerte er einen Freistoß aufs Gehäuse von Max Helmli. Der Ball klatschte ans Lattenkreuz (27.). "Dass Mert einen starken Fuß hat, wussten wir. Es war allerdings die einzige Chance, die Geislingen im gesamten Spiel hatte", sagte Krätschmer. Das stimmte, denn das abermals neu zusammengestellte Defensivkonstrukt funktionierte wunderbar. Krätschmer freute sich vor allem darüber, dass Luka Vodopija wieder starten konnte. Lange war er verletzungsbedingt ausgefallen.
Kurz nach dem Freistoß erspielten sich die Waldstetter ihre erste Chance. Nach einer Ecke war Patrick Nagler zur Stelle, scheiterte jedoch am Geislinger Schlussmann (32.).
Ein ähnliches Schema führte schließlich zur Führung. Wieder brachte Dominik Pfeifer den Ball per Eckstoß in die Mitte. Can-Luca Groiß war zur Stelle und markierte per Kopf das 1:0 (37.). Kurz vor der Pause probierte es noch einmal Joshua Szenk aus der Drehung, verzog jedoch knapp (45.).
Direkt mit dem Wiederanpfiff dann hätte der TSGV auf 2:0 stellen müssen. Joshua Szenk, Dominik Pfeifer und am Ende Patrick Nagler scheiterten an den grätschenden Geslingern (46.). Dann verhielt es sich aber in der Folge wie im ersten Durchgang, das Spielgeschehen verlagerte sich ins Mittelfeld mit vielen Zweikämpfen, Torchancen gab es lange nicht. Dann aber begann die Schlussphase und die Waldstetter starteten nochmal einen Konter. Patrick Nagler bediente Pfeifer, der die Übersicht behielt und zum 2:0 abschloss (87.). Nagler erhielt von Krätschmer noch ein Sonderlob. "Er war unser Zielspieler, hat gekämpft, geackert und war unheimlich wichtig für unser Spiel heute."
Zwei ähnliche Halbzeiten führen zu diesem Erfolg, der die Waldstetter auf den zweiten Platz springen lässt, drei Punkte hinter dem Tabellenführer TSV Köngen.