2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Effizient vor dem Tor, anfällig in der Defensive

TuS Wagenfeld 1908 gewinnt beim SV Heiligenfelde mit 6:2 – Trainer Michael Hohnstedt sieht trotz klaren Erfolgs Verbesserungsbedarf

von red · Heute, 20:32 Uhr · 0 Leser
– Foto: Britta Olschewski

Frühe Führung, kurze Schwächephase, klare Entscheidung: Wagenfeld zeigt sich offensiv eiskalt, offenbart defensiv jedoch erneut Schwächen.

Die Reaktion fiel deutlich aus. TuS Wagenfeld 1908 hat beim SV Heiligenfelde mit 6:2 (3:2) gewonnen und dabei vor allem seine offensive Qualität unter Beweis gestellt.

„Ich denke, es war ein hochverdienter Sieg, auch wenn das Ergebnis ein bisschen darüber hinwegtäuscht, dass wir in der ersten Halbzeit nicht durchgehend gut waren“, sagte Michael Hohnstedt.

Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste. Giorgio Ronzetti brachte Wagenfeld früh in Führung (3.) und legte nur zehn Minuten später nach (13.). „Die ersten 15 Minuten waren genau so, wie ich es mir vorgestellt habe“, so Hohnstedt.

Doch die Kontrolle hielt nicht lange. Durch individuelle Fehler brachte sich Wagenfeld selbst aus dem Rhythmus – und wurde prompt bestraft. Innerhalb von zwei Minuten glichen Tristan Godesberg (37.) und Enno Beckmann (38.) zum 2:2 aus. „Auf einmal kassierst du innerhalb von zwei Minuten zwei Gegentore. Das hat mich enorm geärgert“, sagte Hohnstedt.

Die passende Antwort folgte noch vor der Pause: Alexander Nandzik stellte mit dem 3:2 (42.) die Führung wieder her. „Zum Glück machen wir kurz vor der Halbzeit noch das 3:2“, so der Trainer.

Nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich Wagenfeld und übernahm zunehmend die Kontrolle. Erneut war es Nandzik, der mit dem 4:2 (55.) die Weichen auf Sieg stellte. „Mit dem 4:2 haben wir den Deckel ein Stück weit draufgemacht.“

In der Folge ließ die Gegenwehr der Gastgeber nach. Andre Krause (75.) und Fabian Cieslack (87.) sorgten für den deutlichen Endstand.

Aus Sicht von Heiligenfelde lag der Unterschied vor allem in der Konsequenz. „Ich glaube, jede Situation, in der Wagenfeld nicht im Abseits war und zum Abschluss kam, war ein Tor“, sagte Pascal Witt. Gleichzeitig kritisierte er das eigene Abwehrverhalten: „Bei den sechs Gegentoren müssen wir uns in vier Fällen klar an die eigene Nase fassen.“

Auch Hohnstedt sah trotz des klaren Ergebnisses Verbesserungspotenzial: „Wir schießen viele Tore, aber defensiv müssen wir uns steigern.“

Mit dem Sieg festigt Wagenfeld seine Position im oberen Tabellendrittel und blickt nun auf die nächste Herausforderung. „Jetzt haben wir ein richtig interessantes Spiel in Bückeburg“, sagte Hohnstedt. „Da müssen wir defensiv über 90 Minuten sehr stabil stehen.“

SV Heiligenfelde – TuS Wagenfeld 1908 2:6
SV Heiligenfelde: Jörn Wachtendorf, Kevin Gibek, Tobias Heinsen, Jan-Niklas Bahll, Colin Tettenborn, Marvin Godesberg, Lance Glander, Tristan Godesberg, Mika Malte Ulrich, Enno Beckmann (80. Bendix Precht), Hasan Sabehaioun (70. Fredrik Raake) - Trainer: Lutz Schröder - Trainer: Pascal Witt
TuS Wagenfeld 1908: Mario Nolting, Marco Babilon, Alexander Nandzik, Daniel Umeh Oduweku (46. Tamme Alscher) (70. Fabian Cieslack), Ole Fortkamp, Maximilian Michael Steiner (77. Jan-Ole Fiedler), Andre Krause, Felician Günther, Finn-Arne Plümer (46. Daniel Zimmermann), Giorgio Ronzetti, Philipp Nüsmann - Trainer: Michael Hohnstedt
Schiedsrichter: Leon Maximilian Hemmieoltmanns
Tore: 0:1 Giorgio Ronzetti (3.), 0:2 Giorgio Ronzetti (13.), 1:2 Tristan Godesberg (37.), 2:2 Enno Beckmann (38.), 2:3 Alexander Nandzik (42.), 2:4 Alexander Nandzik (55.), 2:5 Andre Krause (75.), 2:6 Fabian Cieslack (87.)