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Ebinger wild: Ex-Bundesliga-Talent besiegt Granheim fast im Alleingang

Chantal Ebinger führt den TSV Tettnang II mit vier Toren zum 8:0-Sieg – und erklärt, was ihr Erfolgsrezept ist

von Nicolas Bläse · 20.11.2025, 20:30 Uhr · 0 Leser
Foto: Gina Rizzolo / FuPa-Grafik
Foto: Gina Rizzolo / FuPa-Grafik

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Vier Tore, ein lupenreiner Hattrick und ein 8:0-Sieg gegen den SV Granheim: Chantal Ebinger war die prägende Figur beim Erfolg des TSV Tettnang II. Doch statt großer Jubelszenen spricht die 21-Jährige über Bescheidenheit, Teamgeist und die Freude am Fußball – und erklärt, warum die Reise dieser Mannschaft noch lange nicht zu Ende ist.

Ein Sieg, vier Tore und ganz viel Bescheidenheit
„Ich habe mich natürlich sehr über diesen hohen Sieg gefreut“, sagt Chantal Ebinger rückblickend auf den 8:0-Erfolg gegen den SV Granheim. Vier Mal traf die 21-Jährige – darunter ein lupenreiner Hattrick. Doch gefeiert wurde wenig. „Nichtsdestotrotz sind wir bescheiden geblieben, wie eigentlich nach jedem Spiel und haben nicht ausgiebig oder besonders gefeiert“, betont sie. Statt Party stand Bodenständigkeit im Vordergrund: „Ein paar von uns haben sich danach noch das Spiel der aktiven Herrenmannschaft angesehen, mehr aber tatsächlich auch nicht.“

Ebinger hebt nicht ihre eigene Leistung hervor, sondern lobt das Kollektiv: „Die gesamte Mannschaftsleistung hat einfach gestimmt und das versprüht innerhalb der Mannschaft einfach einen positiven vibe.“ Dass sie mit ihren Toren glänzte, freut sie zwar – doch sie stellt klar: „Ich habe mich natürlich Mega gefreut, dass ich zu diesem Sieg beitragen konnte.“

Vom Klassenerhalt zu höheren Zielen
Der TSV Tettnang II steht nach zehn Spielen auf Rang vier der Landesliga. Eine Überraschung, wie Ebinger betont: „Dass wir jetzt natürlich so gut stehen, hätten wohl am Anfang der Saison keiner für möglich gehalten.“ Ursprünglich wurde gegen den Abstieg geplant: „Das Ziel war der Klassenerhalt, aber ich denke, die Mannschaft merkt, dass da noch etwas mehr geht.“ Der Blick geht nun nach oben: „Oben in der Landesliga mitzuspielen ist da aber auf alle Fälle drin.“

Fußball mit Freude statt Karriereplanung
Auf die Frage nach einem möglichen Wechsel zurück in die erste Mannschaft antwortet sie gelassen: „Da ich ja bereits in der ersten Mannschaft gespielt habe, ist es für mich nicht so wichtig, in welcher Mannschaft ich spiele.“ Ihr Fokus ist ein anderer: „Der Spaß am Fußball steht bei mir im Vordergrund und den empfinde ich einfach momentan in dieser Mannschaft.“ Und genau das scheint sie beflügeln: „Es macht Mega Spaß in diesem Team zu kicken und ich glaube das ist auch mit ein Grund, warum ich aktuell viele Tore schieße.“

Vorbilder? Keine einzelnen – aber prägende Erfahrungen
Ein Idol? Fehlanzeige. „Tatsächlich habe ich gar nicht den einen Fußballspieler, den ich mir als Vorbild genommen habe“, erklärt sie. Stattdessen prägten sie Orte, Menschen und Erfahrungen: Ihre Anfänge beim SC Bürgermoos und SV Kehlen, wo sie bei den Jungs spielte. „Diese Zeit hat mich besonders geprägt vor allem meine damaligen Trainer, die mich immer ermuntert haben, weiter zu machen und mich weiter zu entwickeln.“ Ihre Station beim SV Alberweiler in der Bundesliga war für sie „nicht nur ein tolles Erlebnis, sondern brachte mich auch sowohl persönlich als auch spielerisch weiter.“

Die Freude als Kompass
Heute steht für sie eins über allem: „Nun aber steht vor allem der Spaß beim TSV Tettnang für mich im Vordergrund.“ Wohin die Reise führt, bleibt offen. Aber fest steht: Sie führt über Freude, Teamgeist und eine sehr besondere Bescheidenheit.