
Nach der 1:2-Niederlage übernimmt der TSV Ebersberg die rote Laterne. Ein kurioses Gegentor in der Schlussminute besiegelt den Absturz.
Der Aufwärtstrend des TSV Ebersberg währte nur etwas mehr als eine Woche. Acht Tage nach dem 4:3-Sieg gegen Zorneding setzte es in Töging eine späte 1:2-Niederlage, wodurch die Mannschaft von Michael Hieber nach dem 20. Spieltag auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. „Heute hat uns die letzte Überzeugung und der Mut gefehlt, den wir letzte Woche hatten. Wir haben es nicht geschafft, den Schwung aus dem Sieg von letzter Woche mitzunehmen. Vielleicht war dies den vielen Umstellungen geschuldet, die wir vornehmen mussten“, konstatierte Michael Hieber.
Ebersberg hat zwar im Winter fünf neue Spieler verpflichtet, bereits im zweiten Rückrundenspiel war der Kader jedoch erneut am Anschlag. Zu allem Überfluss sah Adi Hasancic aufgrund einer Notbremse die Rote Karte und wird die kommenden Spiele fehlen (68.).
In einem wenig berauschenden Fußballspiel verlief die erste Hälfte chancenarm und torlos. „Es war vermutlich so zu erwarten, wenn der Letzte gegen den Vorletzten spielt“, bekannte Hieber. Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung Fahrt auf, denn Romuald Lacazette köpfte die Platzherren in Führung. Der Ex-Profi war nach einer Ecke am langen Pfosten ungedeckt. In Unterzahl gelang Ebersberg knapp eine Viertelstunde vor dem Ende der Ausgleich. Andreas Linner, der als A-Jugendlicher aufgrund der Personalnot sein Debüt gab, bediente den ebenfalls eingewechselten Maximilian Volk per Lupfer, sodass dieser zum 1:1 einschießen konnte (76.).
Bis zur 88. Minute sah es nach einer Punkteteilung aus, denn es passierte vor beiden Toren wenig und Töging war nach gelb-roter Karte für Zsombor Hejjas nicht mehr numerisch überlegen (85.). Der Siegtreffer durch Endurance Ighagbon passt in die schwierige Ebersberger Situation: Da die Gäste erwarteten, eine Ecke zu bekommen, waren sie unsortiert, als es Abschlag gab. Torhüter Marinus Pohl kam zwar an Ighagbons Abschluss, der Ball sprang aber unter den Beinen hindurch, kullerte Richtung Linie und Felix Hoppe konnte ihn nicht mehr klären. Letzte Woche schielte Ebersberg noch Richtung Nichtabstiegsplatz. Nach diesem Wochenende muss er auch nach oben schauen, denn in den kommenden Wochen geht es darum, erst einmal den Relegationsplatz zu ergattern.