
Die SG Moosach/Bruck siegt im Derby gegen Kirchseeon mit 1:0. Torschütze Koch sah nach seiner Jubelaktion noch Gelb-Rot.
Auch in Überzahl war die Hürde für den Tabellenvorletzten Anzing-Parsdorf II zu hoch. Die FC-Reserve witterte zwar ihre Chance auf eine Überraschung, als Dornachs Luca Fleischmann, Torschütze zum 0:1 (19.), mit Rot des Feldes verwiesen wurde (37.). Doch mit dem Pausenpfiff erhöhte der Ligaprimus auf 2:0 und legte zu zehnt im zweiten Durchgang zwei weitere Treffer nach (76./82.). Der FC unternimmt am Donnerstag (19.30 Uhr) in Parsdorf gegen Aschheim II den nächsten Anlauf auf den ersten Sieg dieses Jahres.
„Insgesamt haben wir ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und dabei überzeugt“, so Isuf Shabani. Nach 90 Minuten stand der TSV Ebersberg II aber erneut mit leeren Händen da und kassierte gegen den TSV Egmating die vierte Niederlage in Folge. Schon nach einer Minute lag die Bezirksliga-Reserve mit 0:1 in Rückstand, denn Sebastian Moser verwandelte einen Foulelfmeter. „Wir laufen dann hinterher und machen das Spiel. Wir hatten auch viele Torchancen, treffen aber leider nicht“, haderte Shabani. Egmating machte es vor dem Tor besser und erhöhte durch Murat Oguslu in der 25. Minute auf 0:2. Durch einen verwandelten Strafstoß von U19-Spieler Farshid Rahmani kamen die Platzherren noch vor der Halbzeit heran (35.).
Beim 1:3 (65.) ärgerte sich Shabani über den Schiedsrichter: „Ich habe den Ball auf der Linie geklärt, aber er sieht aus 20 Metern, dass er drin gewesen sein soll. Es ist typisch für die Liga.“ Nach dem 2:3-Anschlusstreffer von Benjamin Omerovic (75.) drückte Ebersberg eine Viertelstunde auf den Ausgleich, der jedoch nicht fallen wollte. „Wir haben mit vielen Spielern aus der U19 gespielt. Egmating war mit vielen Rentern unterwegs, aber sie haben die drei Punkte“, fasste Shabani zusammen.
Die kleine Kabinenansprache nach der zuletzt mit 1:3 verlorenen Partie gegen den FC Aschheim II zeigte Wirkung bei den Fußballern aus Moosach und Bruck: Im Nachbarschaftsduell siegte die Spielgemeinschaft gegen das Tabellenschlusslicht aus Kirchseeon mit 1:0 und dürfte fast aller Abstiegssorgen ledig sein. „Wir haben jetzt zehn Punkte Vorsprung, normal sollte es passen. Aber wir werden es nicht locker angehen lassen“, warnt SG-Abteilungsleiter Jürgen Werner vor einer nachlassenden Konzentration.
Etwa 120 Zuseher sorgten für eine ordentliche Kulisse am Moosacher Spielfeldrand und gute Stimmung im Derby. In der ersten Halbzeit tat sich noch wenig, im zweiten Abschnitt nahm die Partie dann deutlich Fahrt auf. Zweimal verhinderte Schlussmann Tymofii Protsenko bei Großchancen der Gäste einen Rückstand. Ganz spät kam dann aber die SG Moosach/Bruck noch zum Sieg. Einen Chipball in den Strafraum nahm Spielertrainer Marc Koch auf und traf flach zum entscheidenden 1:0 (89.). Die folgende Ausziehaktion des Trikots ahndete Schiedsrichter Philipp Gaar (TSV 1932 Aßling), dem Werner eine gute Leistung attestierte, mit der gelb-roten Karte für Koch.