
Kreis Groß-Gerau. Kein so spannendes Derby wie in den „beiden“ Hinspielen erlebten die Zuschauer in Geinsheim bei der Partie des SV 07 gegen die SKV Büttelborn. Mit 4:2 siegten am Ende die Gastgeber und konnten sich über wichtige drei Punkte freuen.
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Ob es der überraschende Trainerwechsel bei der SKV Büttelborn war, der die Mannschaft hemmte, darüber kann nur spekuliert werden. Denn sportlich lief es für die SKV Büttelborn unter ihrem neuen Coach Ercan Dursun hervorragend, weshalb dieser Schritt sehr unerwartet kam. „Ausgehend von den Gesprächen im Winter gingen wir davon aus, den richtigen Trainer für die SKV gefunden zu haben. Und auch er stimmte der gemeinsam besprochenen Vereinsphilosophie zu. Dass es nach so kurzer Zeit philosophische Differenzen gab, ist auch für uns enttäuschend. Wir haben uns so eine Situation nicht gewünscht und viel dafür getan, dass es nicht so kommt. Aber wir Büttelborner sind eben auch ein Verein, der eine gewisse Philosophie und Werte verkörpert, die wir am Ende nicht bereit waren, beiseite zu schieben“, erklärte der Sportliche Leiter der SKV, Jörg Nowka, der die Verpflichtung von Dursun selbst eingefädelt hatte und nun als Trainer bis zum Saisonende einspringt. „Unseren nächsten Trainer suchen wir in Ruhe und stellen sicher, dass er zu uns und unserer Philosophie komplett passt.“
Für Büttelborn lief in den ersten 60 Minuten nichts zusammen. Es war keine kämpferische Einstellung, keine Laufbereitschaft und kein Aufbäumen zu erkennen. Geinsheim war die bessere Mannschaft und führte nach 54 Minuten verdient mit 4:0. „Wir hätten zur Halbzeit höher führen können. Nach dem 4:1 war dann bei uns irgendwo die Luft raus, und wir sind nicht mehr so aggressiv angelaufen. Unterm Strich war es aber ein verdienter Sieg“, freute sich Geinsheims Trainer Kim Ginkel über die drei Punkte. Auch sein Gegenüber Jörg Nowka hätte sich über einen höheren Rückstand nach 60 Minuten nicht beschwert. Nach einem langen Ball tauchte dann Francesco Torino vor dem Geinsheimer Tor auf und markierte den Anschlusstreffer. Auf einmal war Büttelborn spielbestimmend, markierte in der 75. Minute durch Marvin Wiesenäcker das 4:2 und hätte kurz darauf fast noch das 4:3 nachgelegt. „Dann wäre es noch mal ein Spiel geworden. Insgesamt geht die Niederlage aber in Ordnung“, so Nowka.
Kein Erfolgserlebnis gab es für Dersim Rüsselsheim im Kellerduell beim TSV Höchst. 0:2 hieß es am Ende – enttäuschend für den Sportlichen Leiter Rachid Dadda: „Es war das gleiche Spiel wie das letzte Mal. Wir machen das Spiel und kontrollieren die Partie, aber nur, bis wir an den Strafraum kommen. Uns fehlen leider Offensivkräfte, die den Angriff dann auch zum Abschluss bringen“, erklärte Dadda. Der nahm nach der zweiten Niederlage dieser Art in Folge seine Mannschaft in die Pflicht und verwies auf die prekäre Tabellensituation. Verloren ist aber noch nichts, nur drei Punkte trennt Dersim vom rettenden Ufer. Die aber müssen eben auch erst einmal gewonnen werden. „Die Jungs müssen sich aufrappeln und kapieren, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken. Sie müssen entsprechend reagieren, damit wir gemeinsam da unten rauskommen.“
SV 07 Geinsheim – SKV Büttelborn 4:2 (2:0). Tore: 1:0 Nopper (3.), 2:0 Melchior (8.), 3:0 Nopper (49.), 4:0 Melchior (54.), 4:1 Torino (66.), 4:2 Wiesenäcker (75.).
TSV Höchst – Dersim Rüsselsheim 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Eisenhauer (24./FE), 2:0 Fornoff (52.).