
Der 1. FC Düren hat sich am dritten Spieltag für seine bisherigen Auftritte belohnt und beim SSV Bornheim mit 3:1 gewonnen. Nach dem torlosen Remis gegen Hürth zeigte die Mannschaft von Trainer Philipp Simon erneut eine offensiv gute Leistung und nutzte diesmal zumindest einen Teil ihrer zahlreichen Möglichkeiten.
Bornheim kam ordentlich in die Partie und wollte Düren früh unter Druck setzen. Nach wenigen Sekunden gelang bereits ein hoher Ballgewinn, der Abschluss blieb jedoch ungefährlich. Wenig später sorgte eine kuriose Szene für Diskussionen.
Nach einer Bornheimer Ecke köpfte Lukas Struzyna den Ball ins Tor. Die Schiedsrichterin zeigte in Richtung Mittellinie, sodass die Gastgeber zunächst von der Führung ausgingen. Tatsächlich war jedoch auf Freistoß für Düren entschieden worden. Dieser wurde schnell ausgeführt und leitete direkt den Angriff ein, den Janes Pollmann in der dritten Minute zum 1:0 für die Gäste vollendete. Bornheims Trainer Andreas Biermann haderte nach dem Spiel mit dieser Szene. Statt eines vermeintlichen 1:0 habe seine Mannschaft plötzlich selbst zurückgelegen.
In der Folge entwickelte sich ein ausgeglicheneres Spiel, in dem Düren jedoch die klareren Möglichkeiten hatte. Bornheims Torhüter verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand. In der 26. Minute nutzten die Gäste dann einen individuellen Fehler konsequent aus. Ein zu kurzer Rückpass wurde abgefangen, der Ball quergelegt und Boby Bossu schob zum 2:0 ein. Bornheim fand aber noch vor der Pause zurück in die Partie. Nach einer Hereingabe von Can Catak entstand in der 38. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2, der offiziell als Eigentor gewertet wurde.
Dürens Trainer Philipp Simon zeigte sich mit der Leistung grundsätzlich zufrieden, sah aber weiterhin Luft nach oben bei der Chancenverwertung. „Wir müssen uns allerdings wieder vorwerfen, dass wir das Spiel nicht frühzeitig schon entschieden haben“, erklärte er. Seine Mannschaft habe bereits im ersten Durchgang mehrere klare Möglichkeiten gehabt, diese aber nicht konsequent genutzt. Dadurch sei das 2:1 zur Pause trotz der eigenen Überlegenheit ein gefährliches Ergebnis geblieben.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Bornheim den besseren Start. Biermann sah erneut eine sehr engagierte zweite Halbzeit seiner Mannschaft. Die Gastgeber hatten viel Ballbesitz und drängten Düren phasenweise zurück. „Wir hatten wirklich eine sehr, sehr energetische zweite Halbzeit“, erklärte Biermann. Was fehlte, war allerdings die letzte Konsequenz vor dem Tor. Trotz guter Phasen erspielte sich Bornheim keine zwingende Großchance zum Ausgleich.
Auch Simon sah seine Mannschaft unmittelbar nach der Pause nicht optimal in der Partie. Düren habe zunächst zu viele Räume angeboten, sich anschließend aber wieder stabilisiert und selbst weitere Möglichkeiten herausgespielt.
Mit zunehmender Spieldauer musste Bornheim immer mehr riskieren. Düren bekam dadurch Räume für Umschaltmomente und ließ erneut einige Möglichkeiten liegen. In der 84. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Bossu vollendete einen Konter zum 3:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Zwei Minuten später sah Bornheims Maximilian Köps noch die Rote Karte. Am Ergebnis änderte das nichts mehr.
Für Bornheim war es nach dem gelungenen Saisonstart ein weiterer Rückschlag. Biermann zeigte sich dennoch mit der grundsätzlichen Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Wenn sein Team die Spiele weiterhin mit dieser Intensität angehe und individuelle Fehler reduziere, werde es aus seiner Sicht bald wieder Punkte geben.
Düren nimmt dagegen viel Selbstvertrauen mit. „Im Endeffekt 3:1 gewonnen, wir sind sehr glücklich über den Auswärtssieg“, sagte Simon. Gleichzeitig betonte er, dass weiter an einigen Dingen gearbeitet werden müsse. Mit Tabellenführer Eintracht Hohkeppel wartet nun direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe.