
FSV Höhenrain und SG Starnberg/Söcking seit acht Spielen im Aufwind. Jetzt treffen beide Mannschaften im Landkreis-Derby aufeinander.
Es ist keine Seltenheit, dass eine Mannschaft holprig in die Saison startet, dann aber immer besser in die Spur findet. So abrupt und eindeutig wie bei der SG Starnberg/Söcking in dieser Saison verläuft die Trendumkehr allerdings selten. Die Spielgemeinschaft legte nach dem Aufstieg in die Kreisklasse einen Katastrophen-Start hin, die ersten fünf Spiele gingen allesamt verloren. Seit der Urlaubsmonat August vorüber ist, läuft es hingegen rund: Von acht Spielen im September und Oktober gewann das von Radek Biernat und Sascha Grießhammer trainierte Team sieben, davon zuletzt fünfmal in Folge. „Sie sind die Mannschaft der Stunde, schießen zurzeit alles in Grund und Boden“, sagt der Trainer des FSV Höhenrain, Christian Sedlmeier, vor dem Landkreis-Derby am Sonntag (14.15 Uhr) in Höhenrain anerkennend.
Für Grießhammer, Co-Trainer der SGStarnberg/Söcking, ist die Entwicklung erklärbar – und zwar vor allem personell. „Wegen Verletzten und Urlaubern sind das fast zwei komplett unterschiedliche Mannschaften. Am Anfang mussten wir noch mit zwei 50-Jährigen spielen, inzwischen sind alle an Bord, und wir können mehrere Spiele in Folge mit derselben Aufstellung antreten.“
Sie sind die Mannschaft der Stunde, schießen zurzeit alles in Grund und Boden.
Christian Sedlmeier, Trainer des FSV Höhenrain
Zuletzt stimmten sowohl die Defensive als auch die Offensive, und zahlreiche verschiedene Spieler waren für die Tore verantwortlich. Gegen den Tabellenzweiten SV Uffing und bei den Sportfreunden Bichl gewann der Aufsteiger jeweils mit 3:0. Die Spielgemeinschaft hat sich in der Tabelle der Kreisklasse 3 inzwischen bis auf Rang sechs vorgearbeitet, mit nur noch fünf Punkten Rückstand auf Rang zwei. „Die Mannschaft setzt das um, was der Trainer von ihnen erwartet“, sagt Grießhammer.
Ich denke, das wird ein sehr spannendes Spiel. Höhenrains Ergebnisse sind in der Regel sehr knapp, sie haben nur einmal mit mehr als einem Tor Unterschied verloren.
Sascha Grießhammer
Allerdings rechnet er nicht unbedingt damit, dass es in Höhenrain auch so eindeutig ausgehen wird. „Ich denke, das wird ein sehr spannendes Spiel. Höhenrains Ergebnisse sind in der Regel sehr knapp, sie haben nur einmal mit mehr als einem Tor Unterschied verloren.“ Er erwartet eine sehr kompakte Mannschaft, die außerdem mit Spielern wie Andreas Mühr oder Max Feirer Stürmer hat, „die wissen, wo das Tor steht“.
Für das Team von Trainer Christian Sedlmeier ist der Saisonstart ähnlich schlecht verlaufen wie für die Gäste. Höhenrain blieb ebenfalls im kompletten August sieglos, holte aus den ersten fünf Partien lediglich zwei Punkte. Anschließend ging es auch dort bergauf, von den jüngsten acht Partien verlor Höhenrain ebenso wie Starnberg/Söcking nur eine einzige (mit 4:5 gegen die SG Wielenbach/Pähl). Ganz so steil wie beim Kontrahenten war der Anstieg allerdings nicht, Höhenrain ist Achter und hat vier Zähler weniger auf dem Konto. Denn während Starnberg/Söcking noch kein einziges Mal Remis gespielt hat, teilte Höhenrain bereits fünfmal die Punkte – gemeinsam mit den Sportfreunden Bichl Höchstwert in der Kreisklasse 3. „Ich hätte gerne den einen oder anderen Punkt mehr gehabt“, sagt Sedlmeier, der etwa mit dem Last-Minute-Ausgleich beim 2:2 gegen die SG Oberau/Farchant hadert.
Nach drei sieglosen Spielen fand der FSV zuletzt aber mit einem etwas glücklichen 2:1-Erfolg gegen den TSV Feldafing wieder in die Spur. „Wir haben zwar ein paar Verletzungen, aber schon eine schlagkräftige Truppe“, sagt der FSV-Coach. Trotz allen Respekts vor der SG Starnberg/Söcking will er sich nicht verstecken: „Grundsätzlich wollen wir immer gewinnen. Und unschlagbar sind sie nicht, sie haben schließlich schon sechsmal verloren.“