2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
"Sechs-Punkte-Spiel" am Edelsfelder Hahnenkamm, wenn sowohl der FCE (in Schwarz-Weiss), als auch der Gast aus Hirschau (in Rot) einen Befreiungsschlag landen wollen.
"Sechs-Punkte-Spiel" am Edelsfelder Hahnenkamm, wenn sowohl der FCE (in Schwarz-Weiss), als auch der Gast aus Hirschau (in Rot) einen Befreiungsschlag landen wollen. – Foto: Jürgen Leißner

"Duell der Extreme": Schlusslicht Köfering kontra Primus Raigering

Panduren reisen als haushoher Favorit in den Ortsteil von Kümmerbruck +++ Topduell Rieden gegen Königstein erst am Dienstag +++ Kellerkinder Haselmühl und Luhe-Wildenau II wollen in der Erfolgsspur bleiben +++ Nachholspiel: Rieden verpasst durch Heimpleite Sprung auf Platz 2

"David" SV Köfering (14./7) gegen "Goliath" SV Raigering (1./35), ein "Duell der Extreme" sehen die Fans am Samstag um 14.00 Uhr, wenn der Ligaprimus beim Tabellenschlußlicht im Rahmen des 17. Spieltags der Kreisliga Süd seine Visitenkarte abgibt. Für die Heimelf sicherlich eins der "leichtesten" Spiele, denn niemand wir auch nur einen Cent auf die Helleder-Truppe setzen. Andererseits steht der Gast natürlich unter dem absoluten Druck des Gewinnenmüssens, denn alles andere, als ein Dreier käme einer Sensation gleich und wäre für die Panduren fatal, denn die Verfolger lauern in nur geringem Abstand zur Kratzer-Crew.

Das Topspiel der Runde 17 findet in Rieden statt, allerdings wurde das Match der Vilstalelf gegen den TSV Königstein auf Wunsch der Gäste auf den kommenden Dienstagabend verlegt (siehe FuPa-Bericht vom 13.11. - "Yannick Hutzler im ZDF-Sportstudio"). Der FCR (3./31) hätte sich am gestrigen Abend im Nachholer gegen den SV Freudenberg (6./28) auf Platz 2 und bis auf einen Punkt an Spitzenreiter SV Raigering heranschieben können, setzte die Heimpartie mit 1:3 aber in den Sand und tritt damit auf Rang 3 auf der Stelle. Der Rückstand auf die Panduren bleibt fünf Punkte, am Dienstag nimmt man nun gegen den einen Punkt besser dastehenden TSV Königstein (2./32) einen erneuten Anlauf, sich auf die zweite Stufe des "Stockerls" zu hieven.

Schwenken wir mit unserem Blick noch hinab in die Tiefen des Klassements. Köfering also vor einer "Herkulesaufgabe", die zuletzt erfolgreiche Konkurrenz auf den Rängen 12 und 13 möchte den erarbeiteten neuen Schwung nutzen, um am besten gleich nachzulegen. Sowohl der ASV Haselmühl (13./11 - gegen Schmidmühlen), als auch der SC Luhe-Wildenau II (12./15 - gegen Freudenberg) hoffen auf drei Punkte auf eigenem Geläuf, rechtzeitig vor dem "Winterschlaf" würden die die Ausgangslage für den Re-Start im März 2026 noch verbessern. Die beiden am "Rande des Abgrunds" platzierten TuS WE Hirschau (10./17) und FC Edelsfeld (11./16) stehen sich im direkten Duell am Hahnenkamm gegenüber, da geht´s darum, den Abstand zur Gefahrenzone größer zu gestalten bzw. ein Abrutschen in diese zu verhindern.

Rückblick auf ein Nachholspiel vom Donnerstagabend:

Lange Gesichter in Rieden. Statt des erhofften Sieges und dem damit verbundenen Sprung auf Platz 2 setzte es eine unerwartete 1:3-Niederlage gegen den SV Freudenberg. Die Gäste waren von Anfang an hellwach, überbrückten schnell das Mittelfeld und setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche. Die Platzherren fanden dagegen oft kein probates Mittel, hatten aber auch durchaus ihre Torgelegenheiten. Ein glänzend aufgelegter SVF-Keeper Lukas Ries und die zumeist fehlenden berühmten Zentimeter verhinderten einen vorzeitigen Torerfolg der Heimelf. Die beste Phase im ersten Spielabschnitt mit guten Chancen von Youssef El Mankouchi (8./21) und Sven Florek (17.) erbrachte nicht den möglichen Treffer für Rieden. Nach einem vermeidbaren Abwehrfehler bedankte sich Michael Bischof in der 27. Minute mit der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 0:1-Führung der Gäste. Eine Glanzparade von Schlussmann Lukas Ries, als Youssef El Mankouchi abgezogen hatte, rettete dem SV Freudenberg die knappe Halbzeitführung.

Wer nach der Pause einen Sturmlauf der Hausherren erwartet hatte, sah sich arg getäuscht. Der Tabellensechste agierte weiter sehr konzentriert und engagiert. Die Scheibel-Truppe bekam nie richtig Zugriff auf die Partie und als Sebastian Bauer in der 57. Minute zum 2:0 einschoss, war das Spiel eigentlich schon vorentschieden. Eine weitere sehenswerte Glanztat von Keeper Ries, als erneut Youssef El Mankouchi (66.) in ihm seinen Meister fand und ein Pfostenstreifschuss vom selben Spieler (76.) verhinderten das mögliche Anschlusstor. In der 81. Minute war es erneut der scheidende SVF-Spielertrainer Sebastian Bauer, der mit seinem zweiten Tor an diesem für Rieden gebrauchten Abend endgültig den Deckel auf die Begegnung legte. Der 1:3-Anschlusstreffer per Kopf von Daniel Wein in der 93. Minute war nur noch Ergebniskosmetik.(Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)

"Heute hat einfach die effektivere Mannschaft gewonnen. Wir haben gut begonnen mit zwei bis drei Chancen, bekommen mit dem ersten Torschuss von Freudenberg das aber das 0:1. Zweite Halbzeit das gleiche Bild und am Ende konnten wir nur noch Ergebniskosmetik betreiben . Es gibt einfach solche Spiele", sagt FCR-Coach Bernd Scheibel am Donnerstagabend.

"In jedem Spiel gegen Rieden in den letzten zwei Spielzeiten waren wir spielerisch die bessere Mannschaft, gingen aber jedes Mal als Verlierer vom Platz. Daher ist der Sieg heute schon eine kleine Genugtuung. Wir mussten die erste viertel Stunde überstehen, wo sich Rieden mehrere gute Torchancen erspielen konnte. Dann kamen wir immer besser ins Spiel. Mit viel Lauf- und Kampfbereitschaft gingen wir nicht in verdient in Führung. Auch in Halbzeit zwei, als Rieden immer mehr nach vorne werfen musste, waren wir immer wieder mit schnellen Kontern gefährlich. Folgerichtig erhöhten wir auf 3:0. Glückwunsch an die Jungs, die eine tolle Leistung gezeigt und sich für den Aufwand belohnt haben", so Michael Roith, Co-Trainer beim SVF.

Tore: 0:1 Michael Bischof (27.) 0:2 und 0:3 Sebastian Bauer (57./81.), 1:3 Daniel Wein (93.) - Schiedsrichter: Vincent Prösl - Zuschauer: 100

Die Partien des 17. Spieltags:

Es geht um einiges in dieser Partie, "richtungsweisendes Spiel, Sechs-Punkte-Spiel", beides trifft den Nagel wohl auf den Kopf. Hüben wie drüben trachtet man nach einer Art Befreiungsschlag noch vor der Winterpause. Eine Prognose über das Ergebnis, also einen Tipp abzugeben, gestaltet sich schwierig. Tagesform, Kleinigkeiten, Leidenschaft, Einsatzwillen, all das wird ein einer vermutlich engen Partie eine Rolle spielen.

"Mit Edelsfeld erwartet uns eine kämpferisch gute Mannschaft, die durch den Sieg vom letzten Wochenende Selbstvertrauen getankt hat. Wenn man die Tabelle ansieht, ist dies natürlich ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir werden versuchen, die positiven Auftritte und Ergebnisse der letzten Wochen zu bestätigen und wollen das letzte Auswärtsspiel des Jahres natürlich erfolgreich bestreiten. Wir stellen bei den tiefen Platzverhältnissen auf ein Spiel mit vielen Zweikämpfen ein. Am Ende wird die Mannschaft das Spiel gewinnen, welche die Zweikämpfe intensiver bestreitet und den Sieg mehr will", sagt Gästespielercoach Andi Meyer.

"Am Sonntag gastiert mit Hirschau die derzeitige Mannschaft der Stunde auf dem Hahnenkamm. Auf uns wartet damit ein echter Prüfstein im Duell der Tabellennachbarn. Die Zuschauer dürfen sich auf eine spannende Partie freuen, auch wenn wohl keine Torflut zu erwarten ist - beide Teams zeigten sich in der Vergangenheit eher sparsam im Abschluss. Nach dem wichtigen Erfolg in Freudenberg wollen wir nun vor heimischer Kulisse nachlegen. Ein weiterer Sieg wäre ein starkes Signal und würde nach der bislang holprigen Saison für einen zwischenzeitlich zufriedenstellenden Punktestand sorgen", so Martin Dehling, der Übungsleiter des FCE.

Der Auswärtssieg in Ursensollen war ohne Zweifel ein "Brett". Nun möchte der SC im vorletzten Heimspiel des Jahres (zum Finale geht es nach Hirschau) am besten gleich nachlegen, der am letzten Wochenende erarbeitete neue Schwung soll auf den Platz gebracht und mit dem erst zweiten Heimsieg im besten Falle die Abstiegszone verlassen werden. Hatten seit ein paar Wochen wechselnde Ergebnisse den SVF im Buhlen um die ganz vorderen Plätze zurückfallen lassen, ist er nach dem 3:1-Coup vom Donnerstagabend in Rieden und nun 28 Punkten wieder zurück "im Geschäft". Im zweiten Match innerhalb von wenigen Tagen erwartet man einen Gastgeber, der wohl um jeden Zentimeter des grünen Geläufs kämpfen wird. Das heißt, dass neben der spielerischen Komponente auch die Körperlichkeit gefragt sein wird.

"Nach dem erfolgreichen letzten Wochenende erwartet uns mit dem SV Freudenberg wieder keine leichte Aufgabe. Wir werden natürlich versuchen, an die Leistung des letzten Spiels anzuknüpfen. Da die anderen Mannschaften um uns herum auch fleißig punkten, ist alles Zähbare für uns wichtig", sagt SC-Coach Dieter Scheler.

"Mit Luhe-Wildenau erwartet uns ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. Dass wir solche Mannschaften nicht unterschätzen dürfen, mussten wir letztes Wochenende gegen Edelsfeld schmerzhaft erfahren. Daher gilt es, den Schwung vom heutigen Sieg gegen Rieden mitzunehmen, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen", sagt Michael Roith, Co-Trainer der Gäste.

Fünf Spiele ist die junge Ostler-Elf nun in Folge ungeschlagen, es wird zunehmend sichtbar, dass sich die Jungs um Kapitän Michael Kraus stetig weiterentwickeln und nicht umsonst mit 21 Punkten auf dem Konto im ruhigen Fahrwasser der Tabelle rangieren. Gerade gegen Teams aus dem vorderen Tabellendrittel hat man zuhause bislang eine scharfe Klinge geschlagen, dass man mittlerweile eine gestandenen Kreisligaelf besitzt, soll nun auch der Rangvierte zu spüren bekommen. Einen gebrauchten Tag erlebte die DJK bei ihrer dritten Saisonheimniederlage gegen Luhe-Wildenau, im Neulingsduell möchte man nun die "Scharte" auswetzen und den fünften Auswärtsdreier einfahren. Die Niederlagen von Königstein und Rosenberg im Weidener Osten sollten Warnung genug sein, nur mit durchgedrücktem Gaspedal wird man von der Stresemannstrasse Zählbares mitnehmen können.

"Gegen Ursensollen gilt für uns das Gleiche, wie bereits am vorherigen Spieltag gegen Schmidmühlen: Wir wollen nun auch gegen ein absolutes Spitzenteam der Liga zeigen, dass wir dazugelernt haben und dass wir inzwischen ein Stück erwachsener und reifer auftreten. Als Underdog haben wir nichts zu verlieren, aber für uns selbst möchten wir den nächsten Schritt machen und den starken Jungs aus Ursensollen mutig Paroli bieten", sagt FC-Coach Tim Schlesinger.

"Wir müssen wieder eine Schippe drauflegen, um gegen Weiden zurück in die Spur zu finden. Weiden befindet sich aktuell in starker Form und wird uns alles abverlangen. Dennoch haben wir in dieser Woche intensiv und konzentriert gearbeitet. Jetzt gilt es, mit voller Leidenschaft, Willen und Einsatzbereitschaft aufzutreten und als Team zu zeigen, was in uns steckt", so Gästespielertrainer Thomas Kotzbauer.

Der Coup in Vilseck tat nicht nur dem Punktekonto der ASV gut, er steigerte auch das Selbstbewußtsein vor der Heimpartie gegen den Gast aus dem Vilstal. Kann die Schuster-Elf an die dort gezeigte Leistung anknüpfen, ist der Wunsch, gleich nachzulegen, keineswegs ein utopischer. Der Wunsch des SVS ist dagegen ein anderer, nämlich der, mit weiter Zählbarem das Polster zur Gefahrenzone beruhigender zu gestalten. Ziel ist es, ohne Sorgenfalten in den "Winterschlaf" überzugehen.

"Mit Schmidmühlen kommt ein Gegner, gegen den wir in den letzten Begegnungen nie gut aussahen. Diesen negativen Lauf wollen wir natürlich stoppen. Dafür werden wir auch wieder so eine engagierte Leistung, wie gegen Vilseck brauchen, sonst wird man diesmal wieder keine Punkte holen", so ASV-Trainer Dominik Schuster.

"Nach dem Unentschieden zuhause müssen wir zum ASV Haselmühl, der mit Sicherheit durch den Sieg in Vilseck großes Selbstvertrauen getankt hat. Beim ASV zu spielen ist sowieso nie einfach und so wird es für uns wie immer ein enorm schwieriges Auswärtsspiel werden. Haselmühl ist momentan richtig schwer zu bespielen. Trotzdem wollen wir natürlich weiter punkten und dementsprechend werden wir dieses Spiel auch angehen", sagt Gästespielercoach Dominik Schuster.

Nach dem mit einem "Last-Minute-Treffer" ergatterten Punkt beim Ligaprimus wollen die Männer um Dennis Kramer den Kontakt zu den ganz vorderen Rängen aufrecht halten. Bevor man zum Finale nach Köfering reist, soll der Gast aus der Garnison niedergehalten und damit ein erster Schritt getan werden, um in aussichtsreicher Tabellenposition zu überwintern. Nach zuvor zwei Heimsiegen wurde das "Hochkraxeln" des FVV auf der Tabellenleiter durch die abstiegsgefährdeten Haselmühler jäh gestoppt. In Rosenberg nun hängen die Trauben hoch, ohne eine erforderliche erhebliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche wird man dort nur schwer was erben.

"Am Samstag kommt Vilseck zum letzten Heimspiel des Jahres. Dabei ist das Ziel für uns natürlich klar. Wir wollen uns anständig von den Zuschauern in Rosenberg verabschieden und das mit drei Punkten. Dass wir dafür wieder genau die selbe Leistung zeigen müssen, wie in der zweiten Hälfte gegen Raigering, wird die Vorraussetzung sein. Dies müssen wir dieses Mal aber über 90 Minuten auf den Platz bekommen. Vilseck wird uns sicher nicht weniger fordern, als unsere letzten Gegner. Es gilt also nochmals alles abzurufen, bevor es in die Pause geht, um vor allem auch die Niederlage aus der Hinrunde wiedergutzumachen", sagt Dennis Kramer, Spielertrainer der Hüttenstädter.

"Nach der enttäuschenden Vorstellung zuletzt wollen wir gegen Rosenberg ein anderes Gesicht zeigen. Entscheidend wird sein, wieder die Basics auf den Platz zu bringen – nur mit Einsatz, Leidenschaft und Konzentration können wir erfolgreich sein", so Gästecoach Tobi Graßler.

Die 14 empfängt die 1, damit ist eigentlich alles gesagt im Vorfeld dieser Partie, in der der Tabellenführer über nichts anderes, als den zwölften Saisondreier sprechen wird. Für die gebeutelte Heimelf gilt es, sich dem zweiten "Hochkaräter" nacheinander mit maximal möglichem Kampfgeist entgegenzustellen.

"Der Erste gegen den Tabellenletzten ist ein Spiel, zu dem man mal sagte, es wäre eines der besonderen Spiele. Doch in diesem Falle sind wir definitiv der klare Aussenseiter. Beeinträchtigt durch die nicht positiven Umstände, mit denen wir uns aktuell abkämpfen, wird es wiederum heißen, sich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen", so die Worte von Christian Helleder, dem SVK-Coach.

"Eines ist klar, als Tabellenletzter ist man natürlich zum Punkten verpflichtet, egal gegen wen man spielt. Die Konstellation ist für Köfering eigentlich einfach. Es kommt der Tabellenerste und niemand erwartet etwas Zählbares. Punkte für die Tabellensituation wären aber extrem nötig. Daher wird es für uns sicher ein schweres Spiel. Für uns stellen sich im Vorfeld einige Fragen: Wird auf dem kleinen Trainingsplatz gespielt? Wie ist der Platz bespielbar? Sicherlich müssen wir alles annehmen und uns auf alles einstellen, um die drei Punkte zu holen. Das erwarte ich von meiner Mannschaft", so Gästetrainer Martin Kratzer.

Partie wurde auf Dienstag, 18. November verlegt. Anstoß 19 Uhr.

Aufrufe: 014.11.2025, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor