2025-12-03T05:51:34.672Z

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Probleme beim DSC.
Probleme beim DSC. – Foto: Sven Conor

DSC 99 Düsseldorf plagen riesige Personalsorgen

Kurz vor dem Anpfiff der Partie zwischen dem DSC 99 und dem ASV Mettmann sah sich einer der Assistenten von Schiedsrichter Ahmet Eker dazu gezwungen, auf der Ersatzbank der Gastgeber aufzuräumen.

Dort hatten neben der Tochter von DSC-Coach Sascha Walbröhl auch die beiden Söhne von Mittelfeldspieler Dennis Dowidat Platz genommen. Der Linienrichter bat den Nachwuchs, den Innenraum zu verlassen. Rein aus Kapazitätsgründen hätte er sich das auch sparen können. Denn die wenigen Auswechselspieler, die der DSC bei der 0:5-Niederlage am Sonntag zur Verfügung standen, hätten auch so noch ihren Platz gefunden.

Vier Langzeitverletzte

Sogar der 49-jährige Trainer selbst stand auf dem Spielberichtsbogen wie sein Assistent Youssef Driouch. Eingewechselt wurde neben dem jungen Richard Marliani aber nur Abwehrspieler Anton Redlich, der am Abend zuvor noch das Auswärtsspiel der Fortuna in Berlin besucht hatte. „Wir müssen aktuell mit zwölf bis 13 Feldspielern auskommen. Das ist ein Problem, dass uns im Prinzip ja schon die gesamte Saison über begleitet“, sagt Walbröhl. Die Langzeitausfälle von Mike Walbröhl, Max Gruschel, Tom Hennig und Carlo Salman seien für keinen Bezirksligisten aufzufangen und daher auch ein Hauptgrund für vier Niederlagen am Stück. „Wir liegen natürlich hinter den Erwartungen zurück, aber zaubern können wir mit diesem kleinen Kader halt auch nicht“, beteuert der Trainer.

Apropros kleiner Kader: Die im Sommer getroffene Entscheidung, auf ein eher kompaktes Aufgebot zu setzen, fällt den Verantwortlichen jetzt auf die Füße. Auch wenn Sascha Walbröhl beteuert, dass er von seiner Mannschaft weiter voll überzeugt sei, hat er bereits Vorkehrungen getroffen. Mit Marc Paul wird voraussichtlich schon am Sonntag gegen den TV Kalkum-Wittlaer ein Rückkehrer im Team stehen. „Paul hat sich nach einjähriger Pause bereit erklärt, in der Not zu helfen.“ Weitere Ergänzungen werden nötig sein. Diese sind aber schwer zu finden.“ Denn Akteure mit sportlichem Mehrwert in der Winterpause zu finden, dürfte teuer werden. Ganz abgesehen davon, wie sinnvoll eine solche Investition wäre. Schließlich scheint der Zug nach oben bereits abgefahren. Schlüssiger scheint da eher das Konzept, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.

Zwar hat sich mit Piet Stracke das hoffnungsvollste Talent inzwischen zu Studienzwecken nach Australien verabschiedet. Doch die bisherigen Auftritte der U19 in der neuen Rhein-Ruhr-Liga lassen darauf schließen, dass da noch mehr Potenzial schlummert. Der „Club“ hat nun Zeit, um Talente zu integrieren. Denn in Abstiegsgefahr sollte die diese Mannschaft nicht geraten. Dafür ist die Qualität auch mit leerer Ersatzbank immer noch zu hoch.

Aufrufe: 030.10.2025, 16:00 Uhr
Marcus GiesenfeldAutor