
Bevor es für den KFC Uerdingen in die heißen Wochen mit den Topduellen gegen den VfB Hilden (18. April) und Ratingen 04/19 (26. April) geht, wartet zunächst Pflichtarbeit: Gegen den 1. FC Monheim müssen die Krefelder ihre Hausaufgaben erledigen. Beim 5:2-Hinspielsieg konnte sich die Offensivausbeute noch sehen lassen, doch zuletzt drang das Thema Chancenverwertung immer wieder in den Vordergrund.
„Es ist okay, solange wir gewinnen“, stellte Cheftrainer Julian Stöhr klar. Dennoch fehlt auch ihm zuletzt die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. In der Tat übten sich die Uerdinger dadurch im Minimalismus. Die drei vergangenen Siege fielen mit jeweils 1:0 hauchzart aus. Ein Umstand, der auch den Druck auf die Defensivarbeit erhöht. Denn auffällig: Kassierte Uerdingen in der Rückrunde ein Gegentor, ging das Spiel verloren. "Das ist nichts Neues für uns", sagt Stöhr bezogen auf die mangelhafte Chancenverwertung. "Defensive Stabilität ist auch ohnehin für uns wichtig, unabhängig davon, wie viele Tore wir schießen. Aber wenn wir vorne nicht treffen, wird es umso wichtiger, hinten die Null zu halten"
In Anbetracht des zu Saisonbeginn ausgerufenen Ziels – ein Platz unter den Top sechs – sind derartige Diskussionen sicher auch Kritik auf besonders hohem Niveau. Innerhalb der Mannschaft ist die Vorgabe etwas nach oben korrigiert: "Wir haben ein internes Ziel: Die Top vier."
Außerordentlichen Druck verspürt aber weder Stöhr selbst, noch nimmt er dies innerhalb seiner Mannschaft wahr: "Wenn man ein Jahr zurückblickt und sieht, dass wir acht Spieltage vor Schluss Dritter sind und oben angreifen können, dann ist das gut. Der Druck kommt dann automatisch."
Leicht wird die Aufgabe in Monheim aber keineswegs. Stöhr warnt: "Wir wollen sie nicht spielen lassen, weil sie technisch sehr gut sind – gerade offensiv. Deswegen wollen wir sie vor allen Dingen in der eigenen Defensive binden und beschäftigen."
Auch der FCM wird mit Blick auf die Tabelle noch lange nicht die Füße hochlegen können, das Team von Dennis Ruess hat lediglich einen Vier-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. So deutet sich eine knifflige Aufgabe für die Uerdinger an, bevor die beiden Spitzenspiele anstehen.