
Die SG Nartum/Horstedt hat den Kreispokal der Frauen erneut gewonnen. Im Endspiel setzte sich die Mannschaft mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen die SG Sandbostel/Hesedorf/Findorf durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es 0:0 gestanden.
Beide Mannschaften lieferten sich ein umkämpftes Finale, in dem Tore über die gesamte Spielzeit ausblieben. Die Entscheidung fiel daher erst im Elfmeterschießen.
Nartum bestimmt das Spiel, belohnt sich aber erst vom Punkt
Trainer Jannis Steenbock sah über weite Strecken Vorteile für seine Mannschaft, auch wenn klare Torchancen auf beiden Seiten selten waren. „Wir hatten über weite Strecken die Kontrolle über das Spiel und konnten viele Dinge so umsetzen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Im letzten Drittel hat uns allerdings die Durchschlagskraft gefehlt“, ordnet Steenbock das Finale ein.
Die vielen langen Bälle auf beiden Seiten hätten den Spielfluss zusätzlich erschwert. Mit der Umsetzung des Matchplans war der Trainer dennoch einverstanden. „Unser Ziel war es, die klaren Zielspieler von Sandbostel möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Das ist der Mannschaft über große Teile des Spiels sehr gut gelungen“, lobt Steenbock die Defensivarbeit seines Teams.
Geschlossene Mannschaftsleistung bringt den Titel
Besonders mit dem Einsatz und der Einstellung seiner Spielerinnen zeigte sich der Kreispokalsieger zufrieden. „Die Mannschaft hat das Spiel von Beginn an angenommen, kaum etwas zugelassen und bis zum Schlusspfiff alles investiert. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung“, hebt Steenbock hervor.
Für den Trainer waren die geschlossene Mannschaftsleistung und die konsequente Defensivarbeit die entscheidenden Faktoren für den Pokalsieg.
Sandbostel findet schnell ins Spiel
Auf der Gegenseite blickte Trainer Alexander Bader trotz der Niederlage positiv auf das Finale zurück. Für ihn war es die erste Erfahrung in einem Pokalendspiel. „Ich habe das Spiel erstaunlich entspannt erlebt. Überraschend war für mich, dass sich Nartum in der ersten Halbzeit trotz seiner Erfahrung und der starken Saison so schwer getan hat, ins Spiel zu kommen“, beschreibt Bader seine Eindrücke.
Seine Mannschaft sei von Beginn an gut in die Partie gekommen. „Die Unterstützung der Fans hat uns geholfen, schnell ins Spiel zu finden und den nötigen Biss in den Zweikämpfen zu entwickeln“, betont Bader die Bedeutung der Kulisse.
Kampfgeist hält das Finale offen
Mit zunehmender Spielzeit kam Nartum/Horstedt besser in die Partie. Sandbostel hielt jedoch mit großem Einsatz dagegen. „In der zweiten Halbzeit wurde der Druck größer. Unsere kämpferische Einstellung hat aber dafür gesorgt, dass Nartum mit seiner Daueroffensive nicht wie gewohnt glänzen konnte“, erklärt Bader den Spielverlauf.
Dass die Entscheidung erst im Elfmeterschießen fiel, sei für ihn nachvollziehbar gewesen. „Irgendwie musste es einen Sieger geben. Beide Mannschaften haben gezeigt, dass sie zurecht im Finale standen“, erkennt Bader die Leistung beider Teams an.
Stolz auf Mannschaft und Trainerteam
Trotz der Niederlage überwog bei Bader der Stolz auf seine Mannschaft und sein Umfeld. „Vor meinem Trainerteam und der Mannschaft kann ich mich nur verneigen. Die Spielerinnen haben sich hervorragend präsentiert und gezeigt, wohin die Reise in Zukunft gehen soll“, blickt Bader auf den Auftritt seines Teams zurück.