2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Dritte Einbuße in Folge - Ursensollen fällt langsam zurück

Der immer noch beste Aufsteiger verabschiedet sich aus dem Kreis der Ambitionierten +++ 1. FC Rieden nur Remis auf eigenem Terrain +++ Restliche Teams im oberen Drittel mit vollem Ertrag +++ Hirschau holt sich glücklich wichtige Big Points im Buhlen um den Ligaerhalt

von Werner Schaupert · Heute, 10:10 Uhr · 0 Leser
Für beide Seiten weder "Fisch" noch "Fleisch" bedeutete das 0:0 zwischen dem 1. FC Rieden (in Grün) und den Gästen aus Luhe-Wildenau (in Weiß-Rot).
Für beide Seiten weder "Fisch" noch "Fleisch" bedeutete das 0:0 zwischen dem 1. FC Rieden (in Grün) und den Gästen aus Luhe-Wildenau (in Weiß-Rot). – Foto: Richard Weigert

22. Spieltag der Kreisliga Süd, wie erwartet gab sich Primus SV Raigering (1./48 - 5:0 gegen Haselmühl) keine Blöße und besetzt mit unverändert fünf Zählern Vorsprung den Ligathron. Im Kampf um Platz 2 hat aktuell der TuS Rosenberg (2./43 - 4:1 in Edelsfeld) die Nase vorne, denn der bislang punktgleiche 1. FC Rieden (3./41 - 0:0 gegen Luhe-Wildenau II) leistete sich zuhause einen doch unerwarteten Punktverlust. In Lauerstellung bleiben der in die Erfolgsspur zurückgekehrte TSV Königstein (4./40 - 5:2 gegen Vilseck) und der SV Freudenberg (5./38 - 4:1 gegen Ursensollen). Die Jungs von Spielertrainer Thomas Kotzbauer hingegen fallen nach der dritten Niederlage nacheinander weiter zurück, mit aktuell 35 Punkten und Platz 6 kann man als Aufsteiger dennoch sehr zufrieden sein, auch wenn man sich derzeit ein kleinen "Durchhänger" leistet.

Schwenken wir mit unserem Blick noch hinab in den Region der Tabelle, in der die dort beheimateten Teams um den Ligaerhalt buhlen. Punkten konnten da der SC Luhe-Wildenau II (12./17 - 0:0 in Rieden) und der SV Köfering (14./11 - 1:1 bei Weiden-Ost II), was sie nur wenig weiterbringt, dennoch aber die Hoffnung auf das Erreichen der Plätze 11 (SC) und 13 (SVK) weiterleben lässt. Als "Gewinner des Spieltags" darf sich in den unteren Gefilden der TuS WE Hirschau (9./28) fühlen, der durch das 2:1 gegen den SV Schmidmühlen (8./31) einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt tun konnte.

Im Überblick die Paarungen der Runde 22:

Nach einem Blitzstart für die Gäste waren die Spielanteile bis zum Pausentee in etwa gleichverteilt. Ein Eigentor brachte den Hausherren nach fast einer halben Stunde den Gleichstand. Nach Wiederbeginn übernahm der Tabellenzweite dann deutlich die Spielführung und stellte die Zeichen durch einen Doppelschlag innnerhalb von nur einer Minute schon früh auf Sieg. Doppeltorschütze Christoph Bäumler setzte schließlich den Schlußpunkt unter einen Rosenberger Auswärtsdreier, über dessen Berechtigung es auf beiden Seiten keine Diskussionen gab.

FCE-Trainer Martin Dehling: "Ein verdienter Sieg für die Hüttenstädter. In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes und gutes Kreisligaspiel. Ein Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn zog uns den Stecker. Der TuS überzeugte in der zweiten Hälfte sowohl spielerisch, als auch kämpferisch. Für uns zählt, dass wir die starke erste Hälfte in Zukunft über 90 Minuten auf den Platz bringen."

Gästespielercoach Dennis Kramer: "Das Spiel ging sehr gut los für uns und wir gingen früh in Führung. Am Anschluss war es allerdings eine sehr zerfahrene Partie für uns und wir haben Edelsfeld leider zu sehr ins Spiel kommen lassen, sodass der Ausgleich auch nicht unverdient war. Nach der Pause dann aber ein anderes Bild, wir haben wieder zu unserem Spiel gefunden hatten die Partie komplett unter Kontrolle. Folgerichtig sind dann auch nach schönen Aktionen unsere Tore gefallen. Insgesamt ein verdienter Auswärtssieg. Riesengroßes Kompliment an alle!"

Tore: 0:1 Dennis Kramer (4./Strafstoß), 1:1 Antonio La Pegna (27./Eigentor), 1:2 Antonio La Pegna (54.), 1:3 und 1:4 Christoph Bäumler (54./71.) - Schiedsrichterin: Sandra Skerwiderski - Zuschauer: 150

Nach einer schwächeren Kreisligapartie gingen beide Teams leistungsgerecht mit einem torlosen Unentschieden auseinander. Luhe-Wildenau begann druckvoll und versuchte schnörkellos auf seine Spitzen zu spielen. So gehörte die erste Torchance dem Gast (10.). In der 19. Minute hatte der mittig, fünf Meter vorm Tor postierte SC-Spieler Christoph Hagler die Chance zur Führung, jedoch setzte dieser eine Flanke von links knapp am Tor vorbei. In der 25. Minute prallte der seit Wochen gut spielende FC-Angreifer Philip Kölbl bei einem seiner schnellen Konterläufe unglücklich mit SC-Schlussmann Timo Schneidemesser zusammen und musste verletzt das Spielfeld verlassen. Rieden war damit einer seiner Optionen beraubt und brachte bis zur Halbzeit nur mehr wenig zusammen. Aber auch Luhe-Wildenau konnte kein Kapital daraus schlagen. Zu allem Übel setzte SC-Spielführer Daniel Spitzer einen fragwürdigen Foulelfmeter an den Außenpfosten und vergab so die für den Gast so wichtige Führung.

Anfang der zweiten Halbzeit (57.) verlor der FC seinen weiteren Angreifer Bastian Härtl. Nach einem Pressschlag mit einem Gegenspieler war für ihn die Partie verletzungsbedingt beendet. Wenig spielerische Elemente, ausgeglichener Ballbesitz, kompromissloses Zweikampfverhalten und damit häufige Verletzungspausen und wenig Spielfluss waren über weite Strecken kennzeichnend. Erst in der Schlussphase nahm das Match nochmal so richtig Fahrt auf. Mit offenem Visier erkämpften sich beide Mannschaften dicke Chancen: FC-Stürmer Jonas Hofrichter zog über links kommend einen Schuss Richtung langen Pfosten, aber der SC-Keeper wehrte mit dem Fuß ab (85.). Der eingewechselte Mateo Lovrinovic vom SC traf nach einem Konter über die rechte Seite nur den Pfosten (88.). Dann war wieder Rieden mit einem Kopfball von Sven Florek an der Reihe, jedoch parierte wiederum Timo Schneidemesser. Den Schlusspunkt markierte SC-Stürmer Xavier Siemski, der sehr knapp am Riedener Gehäuse vorbei zielte. Rieden hat damit im fünften Spiel seit der Winterpause kein Gegentor mehr kassiert, für Luhe hingegen war der Teilerfolg zu wenig, so dass die Luft im Kampf um den direkten Klassenerhalt für den SC immer dünner wird. (Quelle: Spielbericht Richard Weigert, FCR)

FCR-Coach Julian Pospiech: "Ein ausgeglichenes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Uns fehlt leider momentan in der Offensive das Quäntchen Glück, um solche Spiele wieder auf unsere Seite zu ziehen. Nächsten Sonntag haben wir die Möglichkeit, es wieder besser zu machen."

Gästetrainer Dieter Scheler: "Gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft. Wir waren über weite Teile des Spiels defensiv gut gestanden und haben gegen den Ball gut gearbeitet .Mit einer besseren Chancenverwertung wäre heute mehr drin gewesen, wir nehmen den Punkt aber gerne mit."

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Baris Bektas - Zuschauer: 100 - Besonderes Vorkommnis: Daniel Spitzer (SC) verschießt Foulelfmeter (33.)

Die Gäste aus Ursensollen fanden zunächst besser in die Partie, dominierten die Frühphase und legten einen frühen Führungstreffer vor. Es dauerte, bis die Heimelf Zugriff bekam, als das gelang, glich sie dann auch aus. Ein Tor kurz vor und ein Treffer für die Hausherren kurz nach der Halbzeitpause drehten das Match dann schon in Richtung des SVF, der noch eine "Bude" nachlegte und dafür sorgte, dass der Rückstand zu Platz 2 weiterhin noch erreichbare fünf Punkte beträgt. Die Gäste hingegen rutschen langsam ins Niemandsland des Klassements ab.

SVF-Spielertrainer Florian Neiß: "Die erhoffte Reaktion auf den dürftigen Auftritt in Schmidmühlen! Von Minute 15 an war nach dem Gegentor bei allen Spielern der absolute Wille erkennbar. Als Trainer ist das dann schön zu beobachten, wenn ein Ruck durch die Mannschaft geht und das Angesprochene auch umgesetzt wird. Hochverdienter Sieg und jetzt freuen wir uns auf die nächsten Aufgaben!"

Gästespielertrainer Thomas Kotzbauer: "Es war ein gebrauchter Tag für uns. Wir gehen verdient mit 1:0 in Führung, schaffen es danach aber nicht nachzulegen. Für unseren Aufwand war der Ertrag zu gering, deshalb ist die Niederlage am Ende auch verdient. Jetzt müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und eine klare Reaktion zeigen – da ist jeder Einzelne gefragt."

Tore: 0:1 Markus Wiesgickl (10.),1:1 Florian Peter (20.), 2:1 und 3:1 Michael Bischof (42./49.), 4:1 Fabian Göbl (59.), 5:1 Lukas Hirsch (72.) - Schiedsrichter: Andre Gilch - Zuschauer: Keine Angaben

Die Gäste haderten nach dem Schlußpfiff mit ihrer mangelhaften Chancenverwertung in der ersten halben Stunde, in der sie das Auswärtsspiel schon vorentscheidend in ihre Richtung hätten drehen können. Unter dem Beistand von Glücksgöttin Fortuna überstanden die Kaolinstädter diese Phase unbeschadet und nutzten ihrerseits ihre erste Möglichkeit nach einem schnellen Gegenzug zur knappen Pausenführung. Im zweiten Spielabschnitt boten die beiden Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, in dem die Gäste nach 54 Zeigerumdrehungen auf 1:1 stellten. In Folge blieben "Aufreger" eher Mangelware, als einiges schon auf eine Punkteteilung hindeutete, fand ein Distanzschuß den Weg ins Gästetor zum umjubelten Siegtreffer für die Heimelf, der mit diesem Dreier ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelang.

TuS-Spielertrainer Andi Meyer: "Ich bin ehrlich, heute kann man den knappen Heimsieg für uns als glücklich bezeichnen. Die ersten 35 Minuten gehörten dem Gegner, wir hatten überhaupt keinen Zugriff zum Spiel. Bis dahin konnten wir uns bei unserem Torwart bedanken, dass wir nicht mit zwei oder drei Toren in Rückstand gerieten. Wie es im Fußball so ist, wenn eine Mannschaft ihre Chancen nicht verwertet, wird dies bestraft. Genauso war es heute, denn mit unserer ersten Torchance gingen wir dann in Führung. Ab diesem Zeitpunkt war es ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Schmidmühlen konnte in der 54. Minute ausgleichen. Kurz vor Schluss gelang uns der Siegtreffer durch einen Fernschuss, welcher auf dem nassen Rasen einmal aufsprang und im langen Eck einschlug."

Gästespielercoach Alex Greger: "Ärgerliche Niederlage, da wir in den ersten 30 Minuten locker drei Tore hätten schießen müssen und dann wäre das Spiel vermutlich entschieden gewesen. Laufen dann aber leider in einen Konter und geraten in Rückstand. Kommen nach der Pause zum Ausgleich und schaffen es dann nicht weiter so druckvoll zu sein, um nachzulegen. Das zweite Gegentor ist dann nochmal richtig ärgerlich, weil wir einfach zu passiv waren und so müssen wir Hirschau zum Sieg gratulieren."

Tore: 1:0 Martin Freimuth (44.), 1:1 Adrian Robinson (54.), 2:1 Noah Fellner (86.) - Schiedsrichter: Andreas Kink - Zuschauer: 100

Über die Berechtigung des Königsteiner Heimsiegs gab es nach Spielende keine zwei Meinungen. Die Hausherren kontrollierten die Partie bis auf kleinere Phasen deutlich und schufen durch einen Doppelschlag kurz vor und kurz nach dem Pausentee quasi schon eine Vorentscheidung. Nach zuletzt eher unbefriedigenden Ergebnissen ist der TSV damit zurück in der Spur, der Vorsprung der Gäste zu Platz 12 hat sich dagegen auf sieben Zähler verringert.

TSV-Übungsleiter Roland Winkler: "Am Ende gewannen wir verdient unser Heimspiel gegen Vilseck. Über weite Strecken des Spiels hatten wir mehr Spielanteile. Nur kurz wurden die Gäste in der zweiten Hälfte etwas mutiger. Auf beide Treffer antworteten wir im Gegenzug mit einem Treffer für uns. Respekt an meinen Mannschaft nach den nicht einfachen Wochen."

Gästespielertrainer Tobias Graßler: "Man hat meiner jungen Mannschaft die Verunsicherung deutlich angemerkt. Der Kopf spielt dabei eine große Rolle – so haben wir uns durch eigene Fehler selbst bestraft. Königstein konnte dagegen ohne großen Druck aufspielen, zeigte eine gute Leistung und hat am Ende verdient gewonnen."

Tore: 1:0 Florian Schuh (7.), 2:0 und 3:0 Simon Lederer (47./52.), 3:1 Fabian Vater (56.), 4:1 Kai Fischer (57.), 4:2 Lukas Madl (89.), 5:2 Simon Lederer (90.) - Schiedsrichter: Fabian Zimmermann - Zuschauer: 140 - Zeitstrafe für Max Schönberger (50./Vilseck).

Am Ende ein "standesgemäßer" Sieg des Tabellenführers gegen die abstiegsgefährdeten Gäste, die sich eine Spielhälfte beachtlich schlugen, aber kurz vor dem Pausenpfiff das psychologisch ungünstige 0:1 kassierten. Nach dem Seitenwechsel drückten die Panduren dann das Gaspedal mehr durch, legten innerhalb von vier Minuten ein vorentscheidendes 3:0 vor um in der Schlußphase durch zwei weitere Treffer auf ein hohes 5:0 zu stellen.

SVR-Coach Martin Kratzer: "Eine erste Halbzeit von uns zu wenig mit zu wenig Tempo im Passspiel und in der Lauffreudigkeit, aber trotzdem mit Tormöglichkeiten und mit dem glücklichen Moment, kurz vor der Halbzeit in Führung zu gehen. Zweite Halbzeit haben wir dann alles einen Tick besser gemacht und verdient in der Höhe gewonnen."

Gästetrainer Dominik Schuster: "Knackpunkt des Spiels war sicherlich das 1:0 mit dem Pausenpfiff. Bis dahin waren wir wirklich noch gut im Spiel. Nach der Halbzeit ging bei uns aber gar nichts mehr und so müssen wir dann doch mit der deutlichen Niederlage leben."

Tore: 1:0 Elias Segerer (45.), 2:0 Florian Ottmann (63.), 3:0 Jakob Sabisch (67.), 4:0 Bastian Grünwald (81.), 5:0 Elias Segerer (90.) - Schiedsrichter: Adrian Kohn - Zuschauer: 170

Der SV Hubertus Köfering bleibt unter dem neuen Trainer-Trio ungeschlagen! Nach einer emotionalen Aufholjagd sicherte sich das Schlusslicht ein hochverdientes 1:1 beim FC Weiden-Ost II. ​Ein Fehler im Aufbau und ein blitzschneller Gegenzug der Hausherren sorgten zunächst nach 25 Minuten für die Führung der Ostler-Youngsters. Doch nach dem Seitenwechsel übernahm weitestgehend der SVK die Spielführung und bestimmte das Tempo. Trotz etlicher vergebener Großchancen gab sich die Mannschaft nie auf und wurde in der 90. Minute erlöst: Marc Arbogast traf mit einem sehenswerten Schuss zum mehr als verdienten Ausgleich. (Quelle: Spielbericht SV Köfering)

FC-Coach Tim Schlesinger: "Punktgewinn statt, zwei verlorene Punkte. Köfering war griffiger, williger und hat sich den Punkt dementsprechend verdient. Meinen Jungs möchte ich dennoch keinen großen Vorwurf machen. Gegen Teams, die den Fokus klar auf den Kampf legen, haben wir aktuell noch unsere Schwierigkeiten. Das ist jedoch in Ordnung – wir nehmen uns die nötige Zeit und werden weiter gezielt an genau dieser Spielweise arbeiten. Den Köferingern wünschen wir weiterhin alles Gute und nur das Beste!"

SVK-Sportvorstand Christopher Ernst war die Erleichterung anzumerken: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Punkt fast zu wenig, aber die Moral ist überragend. Diesen Schwung nehmen wir jetzt mit in unser Endspiel gegen Haselmühl! ​Mit dem Rückenwind aus zwei ungeschlagenen Spielen unter der neuen Führung blickt nun alles auf das entscheidende Gemeindederby am kommenden Wochenende."

Tore: 1:0 Jonas Zeiler (26.), 1:1 Marc Arbogast (90.+1) - Schiedsrichter: Bernhard Hofmann - Zuschauer: 70