
Nach dieser Saison ist Schluss: Trainer Thomas Driever wird den SV Emmerich-Vrasselt im Sommer verlassen. Das bestätigte der Coach im Gespräch mit der FuPa-Redaktion am Dienstagnachmittag.
„Nach zehn Jahren im Fußballgeschäft weiß man irgendwann, wann bei einem Verein Schluss sein muss“, erklärte Thomas Driever offen. „Ich habe für mich gemerkt, dass ich in den nächsten fünf, sechs Jahren insgesamt einen Schlussstrich im Amateurfußball ziehen möchte. Deshalb habe ich entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist – sowohl für den Verein als auch für mich selbst –, um einen neuen Impuls zu setzen.“
Die Entscheidung sei ihm keineswegs leicht gefallen. „Ich habe hier ein sehr schönes Umfeld – tolle Fans, einen engagierten Vorstand und ein starkes Vereinswesen. Besonders die Mannschaft ist mir sehr ans Herz gewachsen“, betonte der Coach. Als er seine Arbeit beim SV Emmerich-Vrasselt begann, übernahm er eine sehr junge Truppe. „Ich habe hier einen kompletten Umbruch mitgemacht. Am Anfang war es zäh und schwierig, aber heute stehen wir mit 20 bis 25 Spielern im Training da und haben eine A-Liga-Mannschaft, die die ganze Saison über im oberen Tabellendrittel mitspielen kann, darauf bin Ich stolz.“
Driever wollte mit seiner frühzeitigen Entscheidung dem Verein Planungssicherheit geben: „Mir war wichtig, dass der SV Emmerich-Vrasselt genug Zeit hat, sich neu aufzustellen und einen passenden Nachfolger zu finden.“
Trotzdem kam die Nachricht für viele überraschend. „Natürlich waren einige geschockt und hatten das so nicht erwartet. Aber ich denke, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese junge und intakte Mannschaft in neue Hände zu geben – mit neuen Ideen und frischem Wind.“
Wie es für ihn persönlich weitergeht, lässt der Trainer bewusst offen: „Ich bin grundsätzlich gesprächsbereit und würde mich über neue Projekte freuen. Ich bin weiterhin motiviert und neugierig – ob hier im Kreis oder anderswo. Und wenn sich nichts ergibt, mache ich einfach eine Pause, genieße mehr Zeit mit der Familie oder schaue mir Fußball auf den Plätzen an.“
