
Hinein in der offiziell drittletzten Spieltag der Kreisliga Nord im Kalenderjahr 2025. Da geniessen die drei am oberen Rand des Klassements rangierenden Teams durchwegs Heimvorteil, selbstredend wollen sie diesen nutzen, um den Ambitionen weitere Nahrung zuzuführen. Sowohl der SV 08 Auerbach (1./37 - gegen Tremmersdorf), als auch die SpVgg Trabitz (2./35 - gegen Kulmain) und schließlich die SV Grafenwöhr (3./33 - gegen Kohlberg) haben einen Heimsieg auf der Agenda, dabei stehen die beiden Erstgenannten schon vor anspruchsvollen Aufgaben, während die Bafra-Elf als haushoher Favorit ins Duell mit dem noch sieglosen Schlußlicht geht.
Ganz andere Ziele verfolgen vier Mannschaften, die sich am Wochenende in Kirchenthumbach und Rothenstadt zum Punktspiel treffen. Um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt geht es in den Partien des VfB (9./16) gegen den FC Vorbach (10./15) und im Match des SCK (13./9) gegen den ASV Haidenaab (11./14), da werden keine Geschenke verteilt werden, ein jeder Zentimeter des grünen - hoffentlich nicht mehr tiefen - Geläufs wird umkämpft sein. Hier wie dort ist das Bestreben, noch vor der Winterpause existenziell wichtiges Punktegut einzufahren, um bei der offiziellen Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 22. März nächsten Jahres möglichst gute Karten zu besitzen.
Der aufopferungsvolle Kampf, den der SC gegen Reuth lieferte, wurde nicht belohnt. Das 0:1 war ein weiterer Rückschlag im Bemühen, endlich in den "Aufzug nach oben" einzusteigen. Dass im Derby gegen den Nachbarn aus Oberfranken nur ein Dreier zählen darf, ist klar. Unabhängig davon, ob sich die Liste der Verletzten ein wenig verringert, wird die Freiberger-Truppe alles reinhauen. Keinen Deut weniger wichtig ist dieses Duell für den Gast, der am "Rande des Abgrunds" platziert eine Art Befreiungsschlag landen will. Im ersten von insgesamt drei einen Fingerzeig gebenden Matches gegen die direkte Konkurrenz im hinteren Tabellendrittel will sich die Kaufmann-Elf gleich mehr Selbstbewußtsein holen, um vor dem "Winterschlaf" noch möglichst "reichhaltig" zu punkten.
"Nach der bitteren Heimniederlage gegen Reuth haben wir den Blick nach vorne gerichtet und uns entsprechend auf das nächste Heimspiel gegen Haidenaab vorbereitet. In den letzten beiden Spielen haben wir vieles richtig gemacht, vor allem unsere Defensive stabilisiert. Darauf werden wir aufbauen und versuchen, mit klaren Spielzügen, unsere Offensive aktiv von hinten heraus zu unterstützen. Die Wichtigkeit dieses Sechs-Punkte-Spiels ist jedem bewusst, es wird ein wichtiger Wegweiser im Kampf gegen den Abstieg", so SCK-Übungsleiter Andreas Freiberger.
"Nach der Zwangspause letztes Wochenende geht es zum nächsten richtungsweisenden Spiel. Wir hoffen, das Wetter spielt mit und die Paarung kann stattfinden. Aktuell sieht es zum Glück gut aus. Genau wie der Gegner, benötigen wir dringend Punkte und die Mannschaft ist sehr motiviert, die wichtigen Punkte auch mit nach Hause zu nehmen. Personell ist alles wie immer: 2-3 können wieder mit ran, 2-3 andere fallen dafür weg. Ein gewohntes Szenario, dass sich schon durch die ganze Hinrunde zieht, daher nichts Neues. Wie schwer es in Kirchenthumbach ist, weiß ich noch aus den Spielen mit Vorbach dort und auch im Hinspiel haben wir gesehen, wie schnell Kleinigkeiten oder Einzelaktionen solche Spiele entscheiden können. Für beide Teams ist daher alles möglich, aber ich hoffe, dass wir das bessere Ende für uns erzwingen", sagt Gästetrainer Michael Kaufmann.
Nach der unfreiwilligen Pause am letzten Wochenende hat der Ligaprimus gegen den Rangsechsten den achten Heimdreier auf der Agenda, wohlwissend, dass dieser nur mit voller Konzentration niedergehalten werden kann. Nach dem späten "Knockout" gegen Trabitz steht der FC gleich vor der nächsten hohen Mauer, als Außenseiter wird man versuchen, sich bestmöglich zu verkaufen. Ohne Angst, aber mit Respekt begegnet man dem Primus mit der Hoffnung, in Form eines Punktgewinns eine Überraschung zu schaffen.
"Gegen Tremmersdorf wird es wieder ein sehr schweres Spiel werden für uns. Wir können nur bestehen, wenn wir gemeinschaftlich und wieder konzentrierter verteidigen. Mit einem sorglosen Defensivverhalten werden wir nicht bestehen können. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir es entsprechend umsetzen und ein gutes Spiel abliefern werden", sagt Daniel Maier, der Trainer des Spitzenreiters.
"Nach der unglücklichen Last-Minute-Niederlage gegen die SV Grafenwöhr geht es nun zum Ligaprimus nach Auerbach. Wichtig wird es für uns sein, dass wir dort mit der gleichen Körpersprache und Konsequenz wie in der ersten Halbzeit gegen Grafenwöhr zu Werke gehen - dann brauchen wir uns auch beim souveränen Tabellenführer in Auerbach nicht verstecken", so FCT-Vorstand Wolfgang Seitz.
Das hochverdiente 3:0 in Erbendorf war sicherlich ein Beleg dafür, dass die SpVgg nach einem kurzen "Durchhänger" im September wieder hervorragend in Fahrt gekommen ist und dem Tabellenführer dadurch weiterhin "einheizt". Gegen den in der Fremde noch nicht unbedingt "Angst und Schrecken" verbreitenden Gast soll die Qualität ein weiteres Mal zum Tragen kommen. Die Zeichen stehen auf Sieg. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist der SVK in der Tabelle ein wenig abgerutscht. In Trabitz prallt man nun im zweiten Spiel der Rückrunde (das Spiel gegen Auerbach fiel aus) auf den nächsten "Goliath". Es gilt, dem spielerisch sicherlich überlegenen Gegner mit größtmöglichem Engagement zu begegnen, wozu es dann reicht, wird man sehen.
"Die Mannschaft befindet sich in einer fantastischen Verfassung - das belegen unsere Zahlen ausdrücklich: Wir haben zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen und konnten aus den vergangenen sechs Partien beeindruckende fünfzehn Punkte einfahren. Dieser Erfolg ist das Resultat harter Arbeit, aber auch der Qualität, die wir aktuell in der Offensive zeigen. Die Jungs verfügen momentan über eine hervorragende Form. Das 1:0 im Hinspiel in Kulmain war ein hart erkämpfter Sieg, bei dem wir in der zweiten Halbzeit bewiesen haben, wie mannschaftsdienlich und kompakt wir verteidigen können. Diesen Zusammenhalt werden wir auch am Sonntag brauchen. Wir wollen diese positive Dynamik und die starke Stimmung im Team nutzen, um zu Hause den nächsten Schritt zu machen. Das Ziel ist es, den laufenden Erfolgslauf fortzusetzen und drei weitere Punkte in Trabitz zu behalten", so SpVgg-Chefanweiser Thomas Baier.
"Nach dem Spielausfall haben wir den nächsten Hochkaräter vor der Brust, eine Mannschaft, die individuell vermutlich die beste Mannschaft der Liga ist. Eine schwere Prüfung, allerdings haben wir zuhause gezeigt, dass wir mithalten können - wir verloren knapp und unglücklich mit 0:1. Dafür gilt es, sich zu revanchieren, wir schauen, dass wir etwas mitnehmen können. Wer vom Personal letztendlich zur Verfügung steht, entscheidet sich erst am Freitag nach dem Abschlußtraining", sagt SVK-Übungsleiter Oliver Drechsler.
Nach einer Zwangspause zuletzt und davor einem unbefriedigenden Remis gegen "Dumba" hat die Grenzlandelf den fünften Heimdreier der laufenden Saison am Plan, die aktuell hervorragende Tabellenposition soll verteidigt und damit ein erster Schritt getan werden, diese mit ins neue Jahr zu nehmen. Beim Gast erwartet man nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Trabitz eine Reaktion der Mannschaft, wohlwissend, dass die Trauben an der Landesgrenze hoch hängen. Ein Punkt wird das Mindestziel der Scheidler-Elf sein, der Trainer wünscht sich allerdings einen Dreier, wie er erklärt.
"Nach dem wetterbedingten Spielausfall haben wir eine intensive Trainingswoche hinter uns. Nach der saftigen Hinspielniederlage wollen wir zuhause Wiedergutmachung betreiben, wenngleich dies gegen Erbendorf sicherlich kein Selbstläufer wird. Es gilt die unnötigen Fehler aus dem Hinspiel zu vermeiden und an unsere Heimstärke anzuknüpfen. Personell geht es wieder bergauf, während der Woche Pause konnten sich einige auskurieren", sagt Peter Rackl, Spielercoach der Grenzlandelf.
"Eslarn spielt aktuell eine sehr starke Runde, aber wir wollen ihnen am Sonntag einen großen Kampf bieten. Das Spiel gegen Trabitz ist aufgearbeitet und abgehakt, wir konzentrieren uns jetzt nur auf Eslarn. Mit Basti Wiesent und Sandro Hösl stoßen zwei absolute Leistungsträger wieder zum Team und das wird die Mannschaft natürlich enorm stärken und ihr extrem gut tun. Wir wollen Wiedergutmachung betreiben, ein anderes Gesicht zeigen, das Ziel ist das Ergattern der vollen Punktzahl, auch wenn es brutal schwer wird in Eslarn", so Gästetrainer Benny Scheidler.
Mit dem 1:0-Sieg in "Dumba" hat der TSV einen ersten Schritt getan, um den Jahreswechsel frei von jeglichen Sorgen feiern zu können. Elf Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen, aktuell Rang 6, hier fühlt man sich wohl, da möchte man bleiben. Ein Dreier gegen den sorgenbepackten Gast würde das Dasein im "ruhigen Fahrwasser" weiter manifestieren. Bevor man mit "Dumba" und Haidenaab auf zwei direkte Konkurrenten im Daseinskampf prallt, möchte der SCE in Reuth zeigen, dass mit ihm in der Fremde nicht zu spaßen ist, hat er doch neun seiner zehn Punkte auswärts ergattert. So reisen die Dal-Männer nach Premenreuth, um mindestens einen Zähler ins Heimgepäck zu schnüren.
"Eschenbach ist der nächste Gegner, den wir zumindest auf Abstand halten wollen. Im Hinspiel war unsere Offensive gut aufgelegt, hoffentlich ist das diesmal auch wieder der Fall", so TSV-Coach Martin Bächer.
Das 4:2 von Kohlberg war goldwert, das steht außer Frage. Sechs Punkte dick ist der Keil nun zwischen dem VfB und dem ersten Rele-Platz nach zwei Erfolgserlebnissen nacheinander. Ein nächster Dreier gegen den Mitstreiter um den Ligaerhalt könnte nun zu einem richtigen Befreiungsschlag mutieren, deshalb gehen die Funk-Männer mit voller Konzentration ans Werk. Für den Tabellennachbarn hat dieses Duell quasi den gleichen Stellenwert, auch er könnte sich bei erfolgreichem Wirken Luft nach unten verschaffen. So wird auch der FC das maximale investieren, um lebenswichtiges Punktegut mitnehmen zu können. Ein intensives, spannendes Duell ist zu erwarten.
"Nach zwei erfolgreichen Spieltagen mit sechs Punkten steht nun die Begegnung gegen Vorbach an. Ein weiterer Sieg würde unseren Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößern - das wäre natürlich optimal. In den vergangenen Wochen haben wir gut gearbeitet und diese Entwicklung beginnt nun langsam sich auszuzahlen", so VfB-Spielertrainer Manuel Funk.
"Nachdem das Spiel am letzten Wochenende leider ausgefallen ist, bleiben wir weiter voll fokussiert und bereiten uns ordentlich auf das nächste Spiel vor. Wir versuchen unsere Stärken aufs Feld zu bekommen, aber es gilt weiterhin, dass die Intensität, Laufbereitschaft und der Wille entscheiden werden. Wir werden alles reinhauen, um die drei Punkte aus Rothenstadt mitzunehmen", sagt Fabian Wiesnet vom Trainerteam des FCV.
Ein weiteres Mal wurde die Sportvereinigung in Tremmersdorf ihrem Ruf als "Last-Minute-Winner" gerecht. Der spät ergatterte Dreier hat den Druck auf die beiden Vorderen aufrecht gehalten. Ohne den Fehler zu begehen, den "Träger der Roten Laterne" auch nur ein wenig zu unterschätzen, will man die anstehende Hausaufgabe zuverlässig erledigen und einen Haken hinter diese Pflichtaufgabe machen. Nach dem ernüchternden 2:4 gegen Rothenstadt wird man sich in Kohlberg wohl langsam mit der Thematik Kreisklasse beschäftigen müssen, sollte bis zur Winterpause nichts Zählbares eingefahren werden - so hart dies klingt. Da der Abstand zum Rele-Platz 13 aber weiterhin nur fünf Punkte beträgt, ist "Aufgabe" noch lange keine Option. Als "David" reist man nun zum "Goliath" und will diesem nach Kräften Paroli bieten.
"Ein verdienter Sieg nach einer intensiven Partie in Tremmersdorf liegt hinter uns. Vor uns liegt ein wichtiges, aber auch schwieriges Spiel. Kohlberg wohl abgeschlagen am Tabellenende, bemüht sich nimmermüde, endlich das erste Spiel zu gewinnen. Wir erinnern ans Hinspiel, wo sie uns am Rande einer Niederlage hatten und auch Trabitz musste gegen den SVK Federn lassen. Deshalb ist klar, wenn wir von unserer Spielidee abweichen und nicht vollends auf der Höhe sind, werden wir ein blaues Wunder erleben. Deshalb gilt es, als Favorit hochkonzentriert ans Werk zu gehen, denn wir wollen unbedingt den nächsten Dreier. Ich warne, wir spielen nicht gegen eine Laufkundschaft, es ist eine gestandene Kreisligamannschaft, deshalb müssen wir auf der Hut sein. Personell ist bis auf einen Spieler alles an Bord, trainiert haben wir auch super, wir sind bereit für die Aufgabe Kohlberg und wollen die erfolgreich lösen", so SVG-Chefanweiser Bobby Bafra.
"Sonntag müssen wir nach Grafenwöhr, zum Tabellendritten, eine hohe Hürde für uns. Wir müssen da voll dagegenhalten, mit Kampf, Leidenschaft und Disziplin und das diesmal 90 Minuten und nicht wie letzte Woche nur 45 Minuten. Vielleicht gibt es ja einen Punkt zum mitnehmen", hofft Gästetrainer Eugenio Wild.
