2025-12-03T05:51:34.672Z

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Viermal Grund zu jubeln hatte der SV Planegg.
Viermal Grund zu jubeln hatte der SV Planegg. – Foto: Dagmar Rutt

Drei Tore nach Einwürfen: SV Planegg-Krailling revanchiert sich beim MTV München

Klarer Sieg

Der SV Planegg-Krailling hat den MTV München deutlich besiegt. Spielentscheidend waren schlussendlich Einwürfe, aus denen gleich drei Treffer fielen.

Der SV Planegg-Krailling hat sich für die 0:2-Hinspielpleite gegen den MTV München revanchiert. Das Wiedersehen am Samstag gestaltete sich lange deutlich knapper, als es der 4:1-Endstand vermuten lässt. Den Unterschied machte Planeggs besondere Geheimwaffe: weite Einwürfe.

Ungewöhnliches Mittel wirkt gleich dreimal

Es gibt Fußballtrainer, die Einwürfen sowie deren Taktiken einen besonderen Stellenwert einräumen und diese Standards als eigene Waffe sehen. Pero Vidak gehört zwar nicht unbedingt zu dieser Spezies, wenn es die Gegebenheiten hergeben, greift der Chefcoach des SV Planegg-Krailling aber doch auch mal gerne in die Trickkiste. Ein Paradebeispiel dafür lieferte der Auftritt seiner Bezirksliga-Mannschaft am Samstagmittag beim MTV 1879 München.

„Wir haben für den kleinen, unebenen Platz des Gegners im Vorfeld Mittel gesucht und welche gefunden, zum Beispiel weite Einwürfe“, erklärte Vidak. Und die funktionierten perfekt: Gleich drei Kopfballtore erzielten die Gäste aus dem Würmtal nach Einwürfen, was letztlich die Grundlage für den am Ende etwas zu deutlichen 4:1-Auswärtssieg (1:0) bildete.

Toptorjäger bleibt torlos: „Sie haben überragend gespielt“

Erstmals schlugen die Schwarz-Blauen auf diese Weise bereits in der vierten Minute zu, als Aldin Ahmetovic eine Verlängerung am zweiten Pfosten einnickte. Die frühe Führung spielte dem Tabellenführer in die Karten. „So konnten wir etwas destruktiver spielen, uns etwas besser auf das Verteidigen konzentrieren, was wir auch mussten, weil der MTV wirklich gute Fußballer hat“, sagte Vidak. So etwa Ex-Drittligaspieler Alexander Kaltner, mit 23 Treffern Toptorjäger der Bezirksliga Süd. Am Samstag aber kam der 26-Jährige gar nicht zur Geltung, war bei Planeggs spielendem Co-Trainer Martin Bauer in der Innenverteidigung und nach dessen verletzungsbedingter Auswechslung (58.) auch von Vertreter Momko Kojic komplett ausgeschaltet. „Sie haben überragend gegen ihn gespielt“, lobte Vidak.

Elfmeterfehlschuss rächt sich nicht

Spielerisch waren die Hausherren dennoch über weite Teile der Partie überlegen, wohingegen der SVP die besseren Chancen verzeichnete. Noch in der ersten Halbzeit schoss Fabijan Podunavac vom Fünfer knapp am langen Pfosten vorbei, weitere Konter spielten die Gäste zu fahrig aus. Die beste Gelegenheit vergab Planeggs Toptorjäger Aleksandar Demonjic, der nach einer guten halben Stunde einen selbst herausgeholten Foulelfmeter über die Latte drosch.

„Danach war ich etwas skeptisch, ob sich das nicht rächt“, gab Vidak zu. Doch sein Team verteidigte gekonnt – und der Coach bewies ein glückliches Händchen: In der 66. Minute wechselte er Stefan Mikerevic ein, der nur eine Minute später mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf auf 2:0 stellte – nach einem Einwurf.

Lob für Schiedsrichtergespann

Mit drei frischen Spielern auf dem Platz und einer Zwei-Tore-Führung im Rücken tat sich der SVP leichter. In den Schlussminuten löste der MTV seine Ordnung auf, warf alles nach vorne, was in insgesamt drei weiteren Toren endete: Zunächst erhöhte Valentino Gavric auf 3:0, dann verkürzte Valentin Dammasch für die Münchner, ehe Kojic mit dem dritten Kopfballtor nach Einwurf zusperrte.

Ein Sonderlob von Pero Vidak verdienten sich Schiedsrichter Philipp Steinbach und seine Assistenten Luca Raacke und Florian Neubert. „Ein Top-Gespann“, sagte Planeggs Trainer, der mit seiner Elf weiterhin die Tabelle anführt. Die Riege realistischer Aufstiegsanwärter scheint sich derweil durch die jüngsten Ergebnisse kurz vor der Winterpause auf vier Teams (Planegg, SC Olching, TSV Gilching-Argelsried, 1. FC Penzberg) reduziert zu haben.

Aufrufe: 010.11.2025, 10:10 Uhr
Michael SchadtAutor