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Drei Tage, drei Trainingseinheiten für die Wormatia

Wenig Zeit für neuen Cheftrainer Marco Reifenscheidt sein Team auf TuS Koblenz vorzubereiten

von Stefan Mannshausen · 02.11.2024, 06:00 Uhr · 0 Leser
Coach Marco Reifenscheidt.	 Foto: VfR Wormatia Worms
Coach Marco Reifenscheidt. Foto: VfR Wormatia Worms

Worms. Die eine Heimfahrt dauerte länger als geplant. Denn auf dem Rückweg von Worms nach Wiesbaden folgte Wormatias neuer Cheftrainer Marco Reifenscheit versehentlich der Beschilderung nach Kaiserslautern und fuhr notgedrungen einen Umweg. Schon bald dürfte der Westerwälder dem Weg zwischen Wohnort und EWR-Arena blind folgen, denn in den kommenden Wochen und Monaten wird der Nachfolger von Peter Tretter die Strecke an die Alzeyer Straße wohl beinahe täglich zurücklegen. An diesem Samstag zum ersten Mal an einem Spieltag. Nach der Verpflichtung am Montagabend steht die Heimpremiere von Marco Reifenscheidt an der Seitenlinie des Wormser Oberligisten an, der nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen ins Mittelfeld der Tabelle abgerutscht ist. Der Gast: der aktuell viertplatzierte Regionalliga-Absteiger TuS Koblenz (EWR-Arena, 14 Uhr).

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Gegner seit mehreren Wochen ungeschlagen

Die Zeit, sich mit seiner neuen Mannschaft auf das traditionsreiche Duell vorzubereiten war knapp. Am Mittwoch leitete Reifenscheidt das erste gemeinsame Training. Es folgte eine weitere Einheit am Donnerstag und das Abschlusstraining am Freitagabend. „Wir hatten nicht viel Zeit, aber in die mussten wir alle Inhalte reinpacken”, sagte Reifenscheidt am Freitagabend nach dem letzten Training vor dem Spiel. „Etwas Taktisches, bisschen was zum Gegner, Intensität... Und einen Plan für das Spiel gegen Koblenz, denn ohne geht es in der Oberliga nicht.“

In nur wenigen gemeinsamen Stunden versuchte sich der neue Cheftrainer ein erstes Bild von seinen neuen Spielern zu verschaffen. Und einen ersten Eindruck von sich selbst zu vermitteln. Was braucht die Mannschaft? Wer ist gesetzt? Was funktioniert in der jetzigen Situation am besten? Wer geht vorneweg? Eine neue Situation für Reifenscheidt, der das erste Mal ein Team im Laufe einer Saison übernimmt und ohne große Vorbereitung in ein Spiel schickt. „Feuerwehrmann war ich bislang noch nie.”

Zwangsläufig spielte die Kommunikation an den ersten Trainingstagen eine große Rolle. „Ich muss die Spieler kennenlernen, sie mich als Trainer”, erklärt der 43-jährige Coach und verrät, dass er nicht vorhat, im ersten Spiel die komplette Mannschaft neu auszurichten. „Wir werden das System sicher etwas anpassen, aber nicht alles durcheinanderbringen.” Zu viel Chaos soll vermieden werden und funktionierende Abläufe nicht unnötigerweise verändert werden. Mit einigen Führungsspielern des Kaders hat sich Reifenscheidt in den ersten Tagen seiner Amtszeit in einem persönlichen Gespräch ausgetauscht. In der anstehenden Woche, wenn der Nentershäuser richtig Zeit hat, mit seiner neuen Mannschaft zu arbeiten, werden weitere Einzelgespräche folgen.

Für das Spiel gegen Koblenz, die mit einer beeindruckenden und ungeschlagenen Oktober-Erfolgsserie in die Nibelungenstadt reisen (sieben Spiele in Folge gewonnen, fünf davon in der Liga), hatte sich Reifenscheidt am Freitagabend schon auf eine Startelf der Wormaten festgelegt. „Ich bin gespannt, wie sich diese Spieler, die jetzt einen kleinen Vertrauensvorschuss bekommen, auf dem Platz verhalten werden.”

Positiv für den neuen Coach, der mit seiner Mannschaft am Freitagabend beim Training von mehreren Wormatia-Fans auf das anstehende Spiel gegen Koblenz heiß gemacht wurde, ist definitiv die Personallage. Bis auf die Langzeitverletzten fallen gegen Koblenz lediglich der angeschlagene Irfan Catovic und der gesperrte Laurenz Graf (nach Platzverweis in Pirmasens) für das Pflichtspieldebüt von Reifenscheidt aus.