
In Südthüringen (SG Lauscha/Neuhaus), Rhön-Rennsteig (Herpfer SV 07) und Westthüringen (Mosbacher SV 1911) marschieren die jeweiligen Tabellenführer mit großen Schritten Richtung Meisterschaft – und haben ihren Aufstieg im Falle des Titelgewinns bereits fest im Blick.
Nach dem Abstieg aus der Landesklasse hat sich die SG Lauscha/Neuhaus eindrucksvoll zurückgemeldet. Der direkte Wiederaufstieg war von Beginn an fest eingeplant – und wird nun immer greifbarer. Trainer Daniel Meyer beschreibt die Ausgangslage klar: Man habe den Aufstieg frühzeitig als Ziel definiert, „mutig, aber nicht unrealistisch“, da die Mannschaft über das nötige Potenzial verfüge und gezielt verstärkt worden sei.
Sportlich untermauert das Team diese Ambitionen eindrucksvoll: Noch ohne Niederlage und mit aktuell 15 Punkten Vorsprung auf den Verfolger ist die Dominanz kaum zu übersehen. Dennoch mahnt Meyer zur Konzentration: „Entscheidend ist, dass wir das auch bis zum Schluss durchziehen.“ Gerade die Rückrunde habe gezeigt, wie schwierig es sei, die Spannung dauerhaft hochzuhalten.
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg liegt in der Entwicklung der Mannschaft. Die Erfahrungen aus dem Landesklasse-Jahr zahlen sich nun aus: „Das war richtig und wichtig für die jungen Spieler, vielleicht aber noch zu früh – das kommt uns jetzt zugute.“ Spielerisch habe sich das Team klar weiterentwickelt und verfolge eine erkennbare Linie.

Mit Blick auf die kommende Saison überwiegt die Zuversicht: „Wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in die Landesklasse. Es war unser unbedingtes Ziel – und jeder hat dafür alles gegeben.“
Auch in der Rhön-Rennsteig-Staffel spricht vieles für den Herpfer SV 07. Die Mannschaft gilt seit Saisonbeginn als Favorit – und wird dieser Rolle bislang gerecht. Trainer Christian Hutterer sieht dabei nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch den Wettbewerbsgedanken im Fokus: „Am Saisonende sollte der Meister aufsteigen. Punkt. Alles andere ist unsportlich.“
Seine Mannschaft überzeugt vor allem durch Konstanz und mannschaftliche Geschlossenheit. „Die Leistungen sind stabil, und man merkt, dass die Truppe zusammengewachsen ist. Es herrscht ein besonderer Geist – auf und neben dem Platz.“ Trotz des Drucks, von Beginn an als Topfavorit zu gelten, habe das Team die Erwartungen hervorragend gemeistert.

Für die mögliche Landesklasse-Saison sieht sich der Verein gut aufgestellt. Die Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Kräften könnte zum entscheidenden Faktor werden: „Diese Kombination aus Erfahrung und Unbekümmertheit soll die Basis für eine weitere erfolgreiche Saison sein – mit dem klaren Ziel Klassenerhalt.“
In Westthüringen führt ebenfalls kein Weg am Mosbacher SV 1911 vorbei. Trainer René Deubner begegnet der Situation mit einer Mischung aus Humor und klaren Zielvorgaben. Mit Blick auf die Tradition rund um den Verein und die bekannten „Bundesliga“-Gesänge rund um Himmelfahrt formuliert er augenzwinkernd: Man wolle „das Abenteuer Landesklasse Staffel 3 sehr gern annehmen“ – allerdings nur als Meister.
Die Marschroute für die verbleibenden Spiele ist eindeutig: Platz eins verteidigen, mindestens fünf Siege holen und die Marke von 100 Saisontoren knacken. Angesichts eines beeindruckenden Toreschnitts von vier Treffern pro Spiel zeigt sich "Deubi" optimistisch.
Gleichzeitig warnt er vor Nachlässigkeiten. Gerade die Anfangsphase im Spiel gegen Dermbach habe gezeigt, dass zu behäbiges Auftreten Probleme verursachen kann. „Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen und jedes Spiel als Endspiel angehen.“ Das Potenzial der Mannschaft sei jedoch enorm – was sich auch in deutlichen Ergebnissen wie dem 8:1 widerspiegele.
Die Ausgangslage ist komfortabel, aber noch nicht entschieden: „Noch sind wir nicht durch.“
Während in höheren Spielklassen teils Unsicherheit über Aufstiegsambitionen herrscht, liefern die Spitzenreiter der drei Kreisoberligen ein anderes Bild: klare Zielsetzungen, sportliche Dominanz und ein klares Bekenntnis zum Aufstieg. Sollte sich der Trend fortsetzen, dürfen sich die SG Lauscha/Neuhaus, der Herpfer SV 07 und der Mosbacher SV 1911 schon bald auf die Landesklasse 3 vorbereiten – mit unterschiedlichen Ansätzen, aber einem gemeinsamen Ziel: den nächsten Schritt nach oben erfolgreich zu meistern.