
Drei Spieler gehören seit Sommer 2018 zu den Leistungsträgern beim FC Gütersloh und werden den Verein nun verlassen. Als Tim Manstein (34), Marcel Lücke (28) und Pascal Widdecke (29) vor sechs Jahren in den Heidewald wechselten, hatte der FCG kurz vorher mit viel Glück den Klassenerhalt in der Oberliga Westfalen geschafft, weil sich zwei Klubs freiwillig zurückzogen. Alle drei entschieden sich trotzdem für den FCG, krempelten die Ärmel hoch und packten an. Der Erfolg in den darauffolgenden Jahren bis hin zum Aufstieg in die Regionalliga ist ganz eng mit ihren Namen verbunden.
Widdecke wird sich dem Landesliga-Aufsteiger SC Herford anschließen. „In der Regionalliga West sind die Anforderungen für den Fußball natürlich entsprechend fast schon komplett professionell. Bei Pascal hatten wir das Glück, dass berufliche und private Planungen mit dem großen Aufwand für das Paket Regionalliga Pascal zweifeln ließen und wir dadurch eine Chance bekamen, ihn für unser Team gewinnen zu können. Ein Spieler seiner Qualität repräsentiert natürlich auch unsere sportlichen Ambitionen", erklärt Herfords Teammanager Andre Schnatmann in der Lokalpresse "Neue Westfälische".
„Sie waren in den letzten Jahren absolute Pfeiler des Erfolgs. Wir als Trainerteam können uns glücklich schätzen, drei solcher Spieler gehabt zu haben, die eine Zuverlässigkeit in Person waren, den Verein immer gelebt haben und immer alles für unseren Verein gegeben haben“, bringt es Güterslohs Trainer Julian Hesse auf den Punkt: "Danke Manni, danke Marcel, danke Calli!"
Die Reise begann in der Oberliga auf dem letzten Platz und endet in der Regionalliga. Dazwischen liegen mit dem Regionalliga-Aufstieg, dem Gewinn des Westfalenpokals und der DFB-Pokal-Teilnahme große Erfolge, die in der Geschichte des FCG dauerhaft einen besonderen Platz einnehmen werden. Tim Manstein, Pascal Widdecke und Marcel Lücke waren dabei absolute Leistungsträger. „Auch wenn sie in der laufenden Saison weniger Einsatzzeit hatten, haben sie sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich werde sie auch als Menschen total vermissen, denn sie sind nicht nur gute Fußballer, sondern auch ganz tolle Menschen“, lobt Hesse die Drei als absolute Teamplayer.
Mannschaftskapitän Manstein ist ein Fighter auf dem Platz, den jede Mannschaft braucht. In seinen sechs Jahren bestritt er 137 Spiele im FCG-Trikot und traf dabei elfmal. Sein spektakulärstes Tor erzielte er in dieser Regionalliga-Saison, als er im Auswärtsspiel bei der U23 des 1. FC Köln den gegnerischen Torwart düpierte und aus 30 Metern einen Freistoß im Netz versenkte. Bei Sporttotal wurde der Treffer zum Tor des Monats gewählt.
Lücke ist ein kopfballstarker Innenverteidiger, der mit Lars Beuckmann ein echtes Bollwerk bildete. Die beiden Abräumer im Abwehrzentrum sorgten jahrelang dafür, dass die Defensive zu den absoluten Stärken des Teams gehörte. In seinen 140 Spielen für den FCG erzielte Marcel sechs Tore.
Widdecke bringt als Außenverteidiger eine außergewöhnliche Spielstärke mit. Auch in schwierigsten Spielsituation behielt „Calli“ stets kühlen Kopf. Für den FCG kam er in 138 Spielen zum Einsatz und steuerte dabei fünf Tore bei. Mit dem 1:0-Siegtreffer im Halbfinale bei ASC 09 Dortmund brachte er seine Mannschaft in der vorigen Saison ins Westfalenpokal-Endspiel und ebnete damit den Weg zum Titel.