
„Das Herz pumpt gerade ohne Ende“. Nicole Seidl, sportliche Leiterin beim SV Burgweinting, musste am Dienstagabend einmal kräftig durchatmen. Soeben hatten die Regensburger den zwei Klassen höher ansässigen FC Teisbach via Neunmeterschießen aus dem Wettbewerb gekegelt. Und stießen ins Halbfinale vor. Letztendlich durfte sich der Kreisligist beim hochkarätig besetzten SAR-Cup in Dingolfing über einen tollen dritten Platz freuen. Deutlich enttäuschender lief es für die anderen drei Teams aus dem Fußballbezirk Oberpfalz. Sie alle flogen frühzeitig raus.
Unter all den höherklassigen Mannschaften, war der Turnier-Underdog aus Burgweinting sicherlich die positivste Überraschung des Tages. Dabei hatten sich die Kandsperger-Schützlinge zunächst mit etwas Glück in die K.o-Phase „gemogelt“. Nach Niederlagen gegen die Landesligisten aus Teisbach (1:4) und Passau (1:3) drohte das Vorrunden-Aus. Doch im letzten Gruppenspiel bündelte Burgweinting nochmal alle Kräfte und ließ den FC Kosova mit 6:1 von der Klinge springen. Als zweitbester Gruppendritter ging es ins Viertelfinale, wo erneut der FC Teisbach wartete.
Es klappte mit der Revanche. Nach 14 Minuten stand es 1:1, im anschließenden Neunmeterschießen hatte der SVB die besseren Nerven. Endstation war dann im Halbfinale. Gegen den Bayernligisten SV Schalding-Heining erzielte Burgweinting den ersten Treffer. Die Führung währte jedoch nur Momente. Schalding übernahm das Kommando, zog davon und gewann am Ende 6:2. Trösten durften sich die Oberpfälzer später mit dem dritten Platz. Im „kleinen Finale“ schlugen sie die SpVgg Deggendorf mit 1:0. Steve Noudjo erzielte das späte Siegtor.
Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Während Burgweinting durch den finalen Vorrunden-Kantersieg weiterkam, trat Verlierer FC Kosova enttäuscht die Heimreise an. Der Tabellenletzte der Landesliga Mitte blieb als einziges Team ohne Punktgewinn. Wobei in den Partien gegen Passau (2:3) und Teisbach (1:3) durchaus mehr drin gewesen wäre für die Regensburger. „Normalerweise steigert man sich bei so einem Turnier von Spiel zu Spiel. Bei uns war es andersrum und deswegen sind wir zu Recht ausgeschieden“, äußerte sich der sportliche Kosova-Leiter Lum Gashi.
In der von vielen als „Todesgruppe“ titulierte „C“ startete Fortuna Regensburg mit zwei Unentschieden ins Turnier. Auf ein 1:1 gegen Eggenfelden folgte ein wildes 3:3 gegen Grünwald. Hier verspielte die Arber Morinas Bayernliga-Truppe erst einen Zwei-Tore-Vorsprung und hatte dann Glück, durch ein Eigentor zumindest einen Punkt zu ergattern. Auch im dritten Match gegen Regionalligist Hankofen ging Fortuna in Führung, zog am Ende aber klar mit 1:4 den Kürzeren. Zwei Punkte sollten nicht zum Weiterkommen reichen. Als schlechtester der drei Gruppendritten strichen Da Silva, Berg und Co. die Segel. Bitter! „Wir haben es in unserer schweren Gruppe leider nicht geschafft, ein Spiel zu ziehen. Wir waren immer nah dran und hatten gute Gelegenheiten, aber heute konnten wir die Möglichkeiten mehrmals nicht nutzen und somit schieden wir am Ende etwas unglücklich frühzeitig aus“, lautete das Fazit von SVF-Trainer Arber Morina.
Ein etwas unglückliches Gruppen-Aus ereilte auch den TSV Bad Abbach. Drei Zähler reichten dem Landesligisten nur zum letzten Platz in der Staffel A. Nach deutlichen Niederlagen gegen Dingolfing (1:4) und Deggendorf (1:5) war das Aus vorzeitig besiegelt. Immerhin: Mit einem abschließenden 4:2-Erfolg gegen Schalding fand das Event für die Mannen von Simon Sigl ein versöhnliches Ende. „Dingolfing war einfach wacher, aggressiver und spielfreudiger als wir. Im zweiten Spiel konnte Deggendorf gegen uns auch nochmal nachlegen. Gegen Schalding hat die Mannschaft dann Biss gezeigt und dementsprechend mir 4:2 gewonnen. Trotz des positives Abschlusses sind wir als Verein mit dem Abschneiden natürlich nicht zufrieden“, zog Abbachs sportlicher Leiter Sepp Schuderer einen Strich drunter.
Als Turniersieger ging wie im Vorjahr der FC Dingolfing hervor, der im Endspiel den SV Schalding im Neunmeterschießen niederhielt.
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