
3:3 zwischen TSV Feldafing und Erling-Andechs. Starnberg verliert erneut. Pähl und Hungerbach dürfen feiern.
TSV Feldafing – TSV Erling-A.⇥3:3 (1:1) Tore: 1:0 M. Budes (12.), 1:1 Heinzler (28.), 1:2 Leo Metz (58./FE), 2:2 L. Mergner (64./FE), 3:2 Hofmann (80.), 3:3 Wohlmuth (86.) – Bes. Vorkommnisse: Feldafings L. Mergner verschießt Foulelfmeter (72.)
Ein turbulentes Kreisklassen-Derby mit allem, was dazugehört, zwischen dem TSV Feldafing und dem TSV Erling-Andechs verfolgten am Mittwochabend rund 110 Zuschauer. Am Ende stand ein spektakuläres 3:3-Unentschieden, mit dem beide Seiten nicht vollends zufrieden sein konnten. „Für uns fühlt es sich eher wie eine Niederlage an. Wir haben heute zwei Punkte hergeschenkt“, sagte Feldafings Trainer Jürgen Mergner, dessen Mannschaft inklusive Nachspielzeit mehr als eine halbe Stunde in Überzahl agierte. Zu Beginn brachte Mario Budes den Gastgeber durch ein überragendes Solo mit 1:0 in Führung, Michael Heinzler glich noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel gewann die Partie deutlich an Brisanz. Besonders der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun – drei Elfmeter und einen Platzverweis sollte es noch geben. Den ersten Strafstoß verwandelte Leo Metz für Erling sicher zur Gästeführung. Im Anschluss wurde die Partie immer hitziger. Erlings Ludwig Metz beschwerte sich nach einer strittigen Entscheidung zu vehement und wurde deshalb mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. „Danach hat der Schiedsrichter nur noch gegen uns gepfiffen“, beschwerte sich Spielertrainer Kevin Enzi. Feldafing erhielt anschließend zwei Elfmeter, einmal traf Lukas Mergner, einmal scheiterte er vom Punkt. In der Schlussphase erzielten die Hausherren den geglaubten Siegtreffer durch Mathis Hofmann, doch die Erlinger bewiesen in Unterzahl „große Moral“ (Enzi): Stefan Wohlmuth glich nach einer Ecke noch zum 3:3 aus.
SG Starnberg/Söcking – ESV Penzberg⇥1:4 (1:2) Tore: 1:0 Zdera (26.), 1:1 Husenbeth (45.+6/FE), 1:2 Schweiger (45.+9/FE), 1:3 Gjocaj (70.), 1:4 Husenbeth (74.) – Zeitstrafe: Schweiger/Penzberg (86., wiederholtes Foulspiel)
Trotz der Niederlage konnte SGSS-Co-Trainer Sascha Grießhammer seiner Mannschaft am Mittwochabend überhaupt keinen Vorwurf machen. Zu schwierig waren von Beginn an die Vorzeichen gewesen: Nur vier Spieler der ersten Mannschaft standen gegen Penzberg im Kader der Starnberger, die etliche Akteure aus dem Ruhestand geholt hatten, um überhaupt eine Elf auf den Platz zu bringen. „Dafür haben wir es sehr gut gemacht. Der Mannschaftsgeist war super“, sagte Grießhammer. Die Hausherren gingen sogar durch den 39-jährigen Ex-Landesliga-Spieler Alexander Zdera in Führung. Während der langen Nachspielzeit im ersten Durchgang stand dann plötzlich der Schiri im Mittelpunkt: Innerhalb weniger Minuten sprach er den Gästen zwei strittige Foulelfmeter zu, so sahen sich die Starnberger zur Pause auf einmal mit 1:2 in Rückstand. Penzberg spielte die SGSS auch im zweiten Durchgang nicht an die Wand, dennoch gingen dem Aufsteiger mit der Zeit die Kraftreserven aus.
SC Pöcking-P. – SG Wielenbach/Pähl⇥2:2 (0:2) Tore: 0:1, 0:2 Kergl (8., 27.), 1:2 Anzill (61./HE), 2:2 Anslinger (84.)
Auch im zweiten Anlauf ist dem SC Pöcking nicht der erste Saisonsieg geglückt. Wie schon beim 3:3 gegen den SV Raisting II zum Saisonauftakt musste sich das Team von Trainer Daniel Flath am Mittwochabend erneut mit einem Punkt begnügen. Angesichts des Spielverlaufs konnte der Trainer damit aber recht gut leben. „Wenn man beide Halbzeiten betrachtet, geht das Ergebnis in Ordnung“, fasste Flath zusammen. Im ersten Durchgang tat sich seine Mannschaft recht schwer. „Wir waren zu weit von unseren Gegenspielern weg und sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen“, stellte Flath fest. Die Gäste agierten clever und gingen durch einen Doppelpack des Ex-Pöckingers Robin Kergl mit 2:0 in Führung. Nach deutlichen Worten in der Halbzeitpause zeigte der SCPP im zweiten Durchgang ein anderes Gesicht, ging aggressiver zu Werke und erarbeitete sich ein spielerisches Übergewicht. Nach einer Flanke von Benjamin Hloschek verursachte ein Kicker der Spielgemeinschaft einen nicht unumstrittenen Handelfmeter, den Leopold Anzill zum Anschlusstreffer verwandelte. Kurz vor dem Abpfiff gelang Youngster Philipp Anslinger per direkt verwandeltem Freistoß der umjubelte Ausgleich.
FSV Höhenrain – SG Hungerbach ⇥1:3 (1:2) Tore: 1:0 K. Mühr (4.), 1:1 Listle (27.), 1:2 Tafertshofer (38.), 1:3 Höhle (59.) – Rote Karte: Götzinger/Höhenrain (19., Notbremse)
„Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, bilanzierte Höhenrains Trainer Christian Sedlmeier nach der 1:3-Heimniederlage des FSV gegen die SG Hungerbach. Dabei waren die Fußballer vom Bussardweg mit dem Führungstreffer nach nur vier Minuten hervorragend in die Partie gestartet. David Lech hatte von der rechten Seite eine Halbfeldflanke auf Andreas Mühr geschlagen, der bugsierte die Kugel in Richtung Tor, wo dessen kleiner Bruder, Kilian Mühr, richtig stand und zum 1:0 einschob. In der 19. Spielminute ereignete sich dann aber der Knackpunkt in der Partie, als Höhenrains Hubert Götzinger wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde. Mit mehr als 70 Minuten in Unterzahl hatte der FSV bei den hohen Temperaturen einen schweren Stand. Noch vor der Pause drehte die SG Hungerbach das Resultat auf 1:2. Mit dem 3:1 nach einer knappen Stunde war die Begegnung dann entschieden.