
Donnerstagabendspiel in der Bezirksliga Ost: Dieses Derby hielt alles, was man sich von einem Duell dieser Art erhofft: Spannung, viele Tore und vor allem sehenswerte Treffer. Ein Seitfallzieher zum zwischenzeitlichen 2:1 für Mauth sowie drei Foulelfmeter stehen dabei sinnbildlich für die Intensität und Dramatik dieser Begegnung.
Das Derby zwischen Grainet und Mauth begann intensiv, mit leichten Vorteilen für die Gäste. Grainet fand schneller ins Spiel und erarbeitete sich einige gute Gelegenheiten. Mauth-Torhüter Mandl musste bereits in der Anfangsphase mehrfach eingreifen und bewahrte seine Mannschaft mit starken Paraden vor einem frühen Rückstand. In der 21. Minute war es jedoch soweit: Nach einem druckvollen Angriff markierte Bösl die verdiente Führung für Grainet. Dieser Treffer wirkte zunächst wie ein Weckruf für die Gastgeber, die sich in der Folge stabilisierten und mehr Zugriff aufs Spiel bekamen. In der Schlussphase des ersten Durchgangs drehte Mauth die Partie innerhalb weniger Minuten. Zunächst gelang in der 37. Minute der Ausgleich durch Leimpek, ehe Gruber nur zwei Minuten später mit einem sehenswerten Seitfallzieher für das 2:1 sorgte. Mit dieser knappen Führung für die Gastgeber ging es dann in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann mit dem besseren Auftreten der Hausherren, die in der 57. Minute durch Bauer auf 3:1 erhöhten und kurzzeitig die Kontrolle des Spiels übernahmen. Doch dann drehte Grainet auf: Innerhalb von nur neun Minuten erzielten die Gäste gleich vier Tore, zwei davon aus Foulelfmetern. Den packenden Schlusspunkt setzte Hilz, der ebenfalls per Elfmeter den 4:5-Endstand markierte. Ein wahres Torfestival und ein dramatischer Schlagabtausch, der Grainet den sechsten Sieg in Folge sicherte, während der TSV Mauth weiter auf den ersten Erfolg seit vier Spielen warten muss.
Uli Köberl (Sportlicher Leiter TSV Mauth): „Wir haben zu Beginn ein gutes Spiel gezeigt, mussten aber erkennen, dass Grainet sofort gefährlich wird, wenn wir nicht konzentriert agieren – so fiel auch das 0:1. Danach konnten wir durch die Tore von Leimpek und Gruber das Spiel zu unseren Gunsten drehen und mit dem 3:1 durch Bauer verdient ausbauen. Die vier Gegentreffer innerhalb von zwölf Minuten haben letztlich die Partie entschieden. Grainet hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt. In den 30 Minuten nach Wiederanpfiff waren wir leider nicht präsent genug auf dem Platz.“
Johannes Gastinger (Trainer SV Grainet): „Ein vogelwildes Fußballspiel. Wir machen das 1:0 und haben dann auch einige gute Chancen auf das zweite Tor, machen sie aber nicht. Innerhalb von zwei Minuten dreht der TSV Mauth dann das Spiel. Nach der Halbzeit haben wir dann eine riesengroße Chance zum Ausgleich, die wir wieder nicht machen und fangen uns kurz darauf das dritte Tor. Eigentlich ist dann bei einem Auswärtsspiel in der Mauth der „Ofen aus“ aber was unsere Mannschaft dann für eine Moral bewiesen hat, war unglaublich. Mich ärgern die vier Gegentore, die wir uns heute gefangen haben enorm, aber es war ein tolles Fußballspiel von beiden Mannschaften, vor allem für die Zuschauer. Respekt auch an den TSV Mauth für diese Leistung - auch wenn das heute wohl nur ein schwacher Trost ist.“