2025-12-17T10:26:01.779Z

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Mit der Hinrunde konnten die Schleizer um Kapitän Albert Pohl (2.v.l.) durchaus zufrieden sein. Der Rückrundenstart entscheidet nach Meinung von Roger Fritzsch darüber wohin die "Ligareise" noch geht...
Mit der Hinrunde konnten die Schleizer um Kapitän Albert Pohl (2.v.l.) durchaus zufrieden sein. Der Rückrundenstart entscheidet nach Meinung von Roger Fritzsch darüber wohin die "Ligareise" noch geht... – Foto: © Jasmina Draftz

Drei Auswärtsspiele. Keine Schonfrist.

Ein Blick auf den Spielplan genügt, um zu erkennen, worauf es für den FSV Schleiz in der Vorbereitung ankommen wird.

Drei schwere Auswärtsspiele zum Rückrundenauftakt machen den Start in die zweite Saisonhälfte der Thüringenliga zu einer echten Bewährungsprobe – und genau darin sieht Trainer Roger Fritzsch den Schlüssel für den weiteren Saisonverlauf.

Dabei gehen die Schleizer aus einer Position der Stabilität in die Winterpause. Nach einem holprigen Saisonbeginn hat sich die Mannschaft vom Fasanengarten gefangen und überwintert mit 20 Punkten auf einem soliden achten Tabellenplatz. Ruhiges Liga-Fahrwasser also – etwas, das zu Saisonbeginn in dieser Form nicht unbedingt absehbar war. Genau diesen Status möchte der FSV in der Rückrunde bestätigen.

Doch Fritzsch warnt frühzeitig vor zu viel Gelassenheit: „Der Start wird entscheidend. Wir haben ein extrem schweres Auftaktprogramm mit drei Auswärtsspielen.“ Am 7. Februar in Borsch, am 14. Februar in Bad Frankenhausen und am 21. Februar in Arnstadt warten drei Gegner, die nicht nur ligaerfahren, sondern auch qualitativ stark besetzt sind. Fritzsch macht keinen Hehl daraus, dass ein Fehlstart möglich ist: „Holen wir aus den ersten drei Spielen keine Punkte – und das kann aufgrund der Qualität dieser Gegner passieren – dann kann unser Ziel ganz klar nur Klassenerhalt heißen.“

Verletzungssorgen bleiben das große Thema

Personell gibt es beim FSV Schleiz in diesem Winter keine externen Neuzugänge. Stattdessen bleibt das Team von Verletzungen geplagt. Besonders bitter ist der Ausfall von Nicky Eichelkraut, der mit einem Kreuzbandanriss mindestens drei Monate fehlen wird. Auch Jo Ichiguchi (Schien- und Wadenbeinbruch) steht für die komplette Rückrunde nicht zur Verfügung. Ein kleines Hoffnungszeichen gibt es bei Yugo Arakaki, der nach seinem Kreuzbandriss aus dem Vorjahr möglicherweise ab April wieder eine Option werden könnte.

Trotzdem gibt es auch positive Nachrichten aus dem Schleizer Lazarett. Amel Nukovic, einer der Leistungsträger, ist nach seinem Knöchelbruch wieder voll einsatzfähig. Auch Oskar Petzold, Sommerneuzugang und lange verletzt, kehrt pünktlich zum Trainingsstart zurück. Zudem trainieren mit Luis Hein und Adrian Ost zwei U19-Spieler regelmäßig bei den Männern. Beide sind ab März spielberechtigt. "Bisher machen sie ihre Sache sehr gut, sodass man davon ausgehen kann, dass sie dann auch unseren Kader verstärken", lobt Roger Fritzsch die Youngster.

Intensive Vorbereitung mit hochkarätigen Tests

Um trotz der personellen Rückschläge gut gerüstet in die Rückrunde zu gehen, legt Fritzsch großen Wert auf eine strukturierte und intensive Vorbereitung. Trainingsauftakt ist am Dienstag, den 6. Januar. Vom 15. bis 19. Januar steht zudem ein Kurztrainingslager an, wobei die Mannschaft vom 16. bis 18. Januar in Schlotheim arbeitet. Auch das Testspielprogramm kann sich sehen lassen. Unter anderem nimmt der FSV an einem Blitzturnier mit den Oberligisten SpVgg Bayern Hof und VFC Plauen teil – eine Standortbestimmung auf hohem Niveau, die wertvolle Erkenntnisse liefern soll.

Aufrufe: 05.1.2026, 18:22 Uhr
André HofmannAutor