
In der Bezirksliga, Gruppe 4, hat sich die Saison am letzten Spieltag in einem echten Abstiegs‑Krimi entschieden. Während oben alles klar war – der VfL Rhede steigt auf, die Sportfreunde Broekhuysen spielen in der Relegation –, spitzte sich im Tabellenkeller der Abstiegskampf dramatisch zu. Obwohl das Trio der direkten Absteiger mit dem Rückzug der SGE Bedburg-Hau schon feststand, blieb die wichtigste Frage offen: Wer muss in die Abstiegsrelegation? Weil gleich mehrere Fußballteams punktgleich waren, entschied am Ende der direkte Vergleich – und im Internet kursierten kurzzeitig mehrere Ergebnisse eines entscheidenden Spiels.
Die SV 08/29 Friedrichsfeld zog im Kampf um den direkten Klassenerhalt den Kürzeren – und das auf extrem dramatische Art und Weise. Denn im Spiel gegen die Sportfreunde Broekhuysen fiel das Gegentor zur 0:1-Niederlage erst in der 90. Minute. Broekhuysens Torschütze Noah Christian Thier besiegelte die Niederlage für die SV 08/29. Ein Remis hätte den Voerdern die direkte Rettung beschert. Die Sportfreunde Lowick hätten dann in die Verlängerung gemusst. Und so sah es für wenige Minuten auch aus.
Denn zwischen 17.15 und 17.30 Uhr war im Internetportal Fupa kurz ein 1:1 zwischen Broekhuysen und Friedrichsfeld angegeben, was erst für Jubel und dann für Verwirrung auf den Plätzen gesorgt hatte. Denn bei fussball.de war ein 1:0 für die Sportfreunde angegeben. Als der Spielbericht dann aber offiziell mit einem Häkchen bestätigt war, hatten alle Teams Gewissheit. Mehr Herzrasen geht wohl nicht.
In der Abschlusstabelle kommen nun vier Teams auf den Plätzen 12, 13, 14 und 15 (Relegationsplatz) auf jeweils 40 Punkte: TuS Stenern, Sportfreunde Lowick, Westfalia Anholt und die SV 08/29 Friedrichsfeld. Bei Punktgleichheit wird seit dieser Saison der direkte Vergleich in Auf- und Abstiegsfragen angewandt. Und hier hat die SV 08/29 Friedrichsfeld die schlechtesten Karten. Das heißt: Die Voerder beenden die Saison auf Rang 15 und müssen in die Relegation um den Klassenerhalt. Westfalia Anholt (4:2-Sieg bei Viktoria Goch II) und die Sportfreunde Lowick (0:3 gegen VfL Rhede) sind gerettet.
Alemannia Pfalzdorf und der TuS Stenern hatten vor dem letzten Spieltag auch 40 Punkte auf dem Konto, hatten den Ligaverbleib aber schon in der Tasche, weil der direkte Vergleich für sie sprach. Das direkte Duell am Sonntag mit dem TuS Stenern entschieden die Pfalzdorfer dann auch für sich. Dem Team von Trainer Raphael Erps, der die Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr coachen wird, gelang ein 1:0 (1:0)-Sieg. Jamie Caspers hatte die Pfalzdorfer in der sechsten Minute in Führung gebracht.
Der Vollständigkeit halber: Die Bezirksliga definitiv verlassen müssen der SV Haldern und Viktoria Goch II. Die SGE Bedburg-Hau zieht sich freiwillig zurück, hatte den Klassenerhalt aber sportlich geschafft.