2025-12-03T05:51:34.672Z

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Wilde Schlussphase für Lintorf.
Wilde Schlussphase für Lintorf. – Foto: Dennis Kemmerling

Dramatische Nachspielzeit zwischen RW Lintorf und ASV Tiefenbroich

Das mit großer Spannung erwartete Derby der Kreisliga A zwischen Rot-Weiß Lintorf und dem ASV Tiefenbroich hielt voll und ganz, was sich die Fans so erhofft hatten. Denn allein die letzten drei Minuten und dann die Nachspielzeit waren an Dramatik nicht zu übertreffen.

Aber der Reihe nach. Es stand 2:1 für die Gäste, 87. Minute, die nach dem Wechsel deutlich überlegen auftraten. Dann gelang den Lintorfern ein Befreiungsangriff, und sie holten einen Eckball heraus. Den trat Marco Trebo, und Robin Schwarzbach köpfte zum 2:2 ein. Zu diesem Zeitpunkt meinte Lintorfs Co-Trainer Theo Momm: "Wenn es dabei bleibt, dann haben wir einen glücklichen Punkt geholt. Aber es kommt ja noch die Nachspielzeit."

Zwei späte Treffer

Er hatte also ein ungutes Gefühl, und jetzt wurde es erst richtig dramatisch. Denn die bis dahin haushoch überlegenen Tiefenbroicher erzwangen in der Nachspielzeit ein 3:2 durch Ardian Halili. Dann glaubten alle an den Abpfiff des vorzüglich leitenden Raffael Beier vom TV Angermund. Der gestattete den Hausherren aber noch einen letzten Angriff, und es gab auch noch einen Eckball. Den zirkelte Patryck Schneider auf Jannik Decker und der lenkte zum 3:3 ein (90. + 4) – das war der Endstand, und die Gäste konnten es kaum fassen, dass sie sich nur mit einem Unentschieden begnügen mussten. So meinte ihr Trainer Serafettin Kaya: "Wir mussten 6:1 oder 7:1 gewinnen. Mit unserem starken Deckungsspiel sind wir letzte Saison Meister geworden. Diesmal haben wir hinten krass versagt."

Auf ihren Aufstiegs-Coach müssen die Blau-Weißen nun aber erst einmal verzichten, denn der Schiedsrichter zeigte ihm Mitte der zweiten Hälfte die Rote Karte. Kaya hatte sich mit einigen RWL-Fans lautstark angelegt. Ein Höhepunkt des Derbys war die 68. Minute, es stand 2:1 für Tiefenbroich. Da holten die Hausherren bei einem der wenigen Vorstöße einen Elfmeter heraus. Aber Patryk Schneider scheiterte am großartigen ASV-Keeper Tim Eckert. Nur, der Schiedsrichter ließ wiederholen. Und erneut meisterte Eckert den Strafstoß von Schneider. Anschließend deutete eigentlich alles auf einen Tiefenbroicher Auswärtssieg hin. Bester Akteur bei RWL war aber Schlussmann Marcel Wallrich, der seine Elf im Spiel hielt.

Aufrufe: 031.8.2025, 21:30 Uhr
RP / Werner MöllerAutor