2026-04-23T13:43:33.969Z

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Drama im Norden: Flensburg atmet auf, Phönix jubelt, St. Pauli zittert

Regionalliga Nord: Die Übersicht aller Partien des 31. Spieltags

von red · Heute, 16:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Am 31. Spieltag der Regionalliga Nord hat der Samstag drei Spiele geliefert, die in sehr unterschiedliche Richtungen ausstrahlen. SC Weiche Flensburg 08 verschafft sich Luft, 1. FC Phönix Lübeck feiert einen späten, emotionalen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten, und FC St. Pauli II rutscht nach der nächsten Niederlage tiefer in die Abstiegsangst. Noch ist der Spieltag nicht komplett, doch die ersten Resultate haben bereits Spuren hinterlassen – in der Tabelle, in der Stimmung und im Kampf um Aufstieg, Stabilität und Rettung.

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SC Weiche Flensburg 08 hat ein wichtiges Zeichen gesetzt und sich mit dem 2:0 gegen FSV Schöningen etwas Luft verschafft. Der frühe Führungstreffer durch Dominic Hartmann in der 12. Minute per Foulelfmeter gab den Gastgebern Sicherheit in einem Spiel, das im Tabellenkeller erhebliche Bedeutung trug. Lange blieb die Partie offen, ehe Sandro Plechaty in der 84. Minute die Entscheidung herbeiführte.

Für Weiche Flensburg bedeutet der Sieg nicht nur drei Punkte, sondern auch ein kräftiges Durchatmen. Mit nun 39 Zählern hat die Mannschaft den Abstand zur Gefahrenzone vergrößert. Schöningen dagegen bleibt bei 33 Punkten und steckt weiter im unruhigen Bereich. Die Niederlage schmerzt, weil gerade in diesen Duellen jeder Zähler fast doppelt zählt.

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Was für ein Spiel für den 1. FC Phönix Lübeck. Gegen den starken SSV Jeddeloh drehte die Mannschaft ein intensives Spiel in letzter Minute und gewann 3:2. Zunächst brachte Max Wegner die Gäste in der 15. Minute in Führung. Phönix musste Geduld aufbringen, ehe Benjamin Luis in der 53. Minute ausglich und die Partie neu entfachte.

Mit dem 2:1 durch Omar Rahimic in der 71. Minute schien das Spiel zugunsten der Lübecker zu kippen, doch Tobias Bothe stellte in der 86. Minute für Jeddeloh noch einmal auf Gleichstand. Dann aber traf Fabio Maiolo in der 90.+1 Minute zum umjubelten Sieg. Phönix zieht damit auf 47 Punkte und zu Hannover 96 II auf, während Jeddeloh im Aufstiegsrennen einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen muss.


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Für FC St. Pauli II wird die Lage immer düsterer. Die 0:1-Heimniederlage gegen Hannover 96 II war bereits die 16. Saisonniederlage und lässt die Hamburger mit 22 Punkten tief im Tabellenkeller zurück. Die Entscheidung fiel in der 38. Minute, als Montell Ndikom für die Gäste traf und damit den einzigen Treffer des Spiels erzielte.

Hannover 96 II festigt mit diesem Auswärtssieg seine Position im oberen Mittelfeld und steht nun bei 47 Punkten. Für St. Pauli II wächst dagegen der Druck gewaltig. In einer Liga mit drei direkten Absteigern wird jeder verpasste Punkt zur Last. Dieses Spiel war kein Spektakel, aber eines mit klarer Wirkung – vor allem für den Tabellenkeller.


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Für SV Werder Bremen II war das 1:2 gegen den Bremer SV ein schmerzhafter Dämpfer. Mit 34 Punkten steckt die Mannschaft weiter im unteren Mittelfeld fest. Hamburger SV II verlor zuletzt 0:2 gegen Kickers Emden und muss zusätzlich die Rote Karte gegen Glory Kiveta verkraften. Mit 43 Punkten steht der HSV-Nachwuchs aber klar besser da.

Das Hinspiel gewann Hamburger SV II spektakulär mit 6:2. Werder II hat also reichlich offene Rechnungen. Zugleich ist dieses Nordduell richtungsweisend: Werder kann sich weiter von unten lösen, Hamburg II könnte mit einem Auswärtssieg die obere Tabellenhälfte noch fester in den Blick nehmen.

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Der Bremer SV reist mit Selbstvertrauen in dieses Heimspiel. Das 2:1 bei Werder Bremen II war der nächste starke Schritt, 44 Punkte bedeuten einen gefestigten Platz im oberen Mittelfeld. FC Eintracht Norderstedt schöpfte beim 3:1 gegen Schöningen neue Hoffnung, bleibt mit 26 Punkten aber weiter tief im Abstiegssog.

Das Hinspiel gewann der Bremer SV klar mit 3:0. Für Norderstedt ist das Rückspiel dennoch eine neue Chance, weil jeder Punkt im Kellerkampf Gewicht hat. Bremen dagegen kann mit einem weiteren Erfolg die gute Saison weiter veredeln und einen direkten Vergleich erneut deutlich auf seine Seite ziehen.

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SV Drochtersen/Assel gehört weiter zu den ganz heißen Mannschaften dieser Liga. Auf das 2:1 bei Hannover 96 II ließ der Tabellenzweite unter der Woche ein 2:2 beim HSC Hannover folgen. Mit 65 Punkten bleibt der Druck auf die Spitze maximal. Altona 93 gewann zuletzt zwar 3:2 gegen Blau-Weiß Lohne, steht mit 22 Punkten aber weiter auf einem Abstiegsplatz.

Das Hinspiel gewann Drochtersen/Assel knapp mit 1:0. Auch diesmal liegt die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern. Für Altona ist die Lage dramatisch, jeder Punktgewinn wäre ein Lebenszeichen. Drochtersen dagegen darf im Aufstiegsrennen keinen Nachlass zeigen, weil vor allem Oldenburg und Jeddeloh in unmittelbarer Reichweite bleiben.

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Der HSC Hannover hat in dieser Woche zwei Gesichter gezeigt. Auf das bittere 0:4 gegen Jeddeloh folgte im Nachholspiel ein spätes 2:2 gegen Drochtersen/Assel. Mit 25 Punkten bleibt die Lage angespannt. VfB Lübeck erlebte turbulente Tage: erst 3:1 im Derby gegen Phönix, dann unter der Woche ein bitteres 2:3 bei Jeddeloh nach 2:0-Führung.

Das Hinspiel gewann der HSC Hannover mit 2:1 in Lübeck. Diese Erinnerung dürfte dem Aufsteiger Mut geben. Lübeck will nach zwei emotionalen Spielen wieder Stabilität finden und die 40-Punkte-Marke ausbauen. HSC kämpft weiter gegen den Absturz und weiß, dass jeder Zähler im Tabellenkeller sofort spürbar ist.

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Mehr Brisanz geht kaum: BSV Kickers Emden empfängt den VfB Oldenburg zum Derby. Emden gewann zuletzt 2:0 beim Hamburger SV II und steht mit 38 Punkten komfortabel, aber nicht sorgenfrei da. Oldenburg spielt eine überragende Saison, gewann zuletzt 4:1 gegen St. Pauli II und unter der Woche 3:0 in Schöningen. 65 Punkte halten den Druck auf Meppen hoch.

Das Hinspiel gewann Oldenburg in letzter Sekunde mit 2:1. Auch diesmal spricht viel für eine enge, emotionale Begegnung. Emden kann mit einem Derbysieg ein großes Ausrufezeichen setzen. Oldenburg dagegen braucht im Titelrennen jeden Punkt und weiß, dass sich in solchen Spielen entscheidet, ob der Traum vom ganz großen Wurf lebt.

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TuS Blau-Weiß Lohne verlor zuletzt dramatisch mit 2:3 bei Altona 93 und steckt mit 22 Punkten tief im Abstiegsstrudel. Der Tabellenführer SV Meppen drehte dagegen das Heimspiel gegen Weiche Flensburg spät zum 2:1 und verteidigte mit 74 Punkten die Spitze. Die Form, die Kulisse und die Tabelle sprechen klar für die Gäste.

Auch das Hinspiel war eine deutliche Angelegenheit: Meppen gewann 4:0. Doch gerade für Lohne ist diese Partie existenziell. Jeder Punkt wäre ein Signal im Überlebenskampf. Meppen wiederum muss liefern, weil die Verfolger keine Schwäche zeigen. Es ist ein Duell zweier Klubs, für die es um völlig unterschiedliche, aber maximal große Ziele geht.

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