2026-04-03T19:57:16.526Z

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Drakenburg bleibt harmlos – Helstorf nutzt seine Chancen

TuS unterliegt Germania Helstorf mit 0:2 und rutscht weiter Richtung Abstiegszone

von red · Heute, 20:26 Uhr · 0 Leser
– Foto: TuS Wagenfeld

Viel Einsatz gegen den Ball, zu wenig Qualität mit dem Ball: Der TuS Drakenburg verliert gegen den SV Germania Helstorf mit 0:2. Trainer Stefan Czyborra sieht vor allem im Offensivspiel Defizite, während Matthias Maszke den geduldigen Auftritt seiner Mannschaft lobt.

Der TuS Drakenburg hat im Nachholspiel gegen den SV Germania Helstorf eine weitere Niederlage im Abstiegskampf der Bezirksliga Hannover hinnehmen müssen. Beim 0:2 offenbarte die Mannschaft vor allem im Spiel nach vorne deutliche Schwächen – und blieb erneut ohne Torerfolg.

Die Gastgeber hielten die Partie zunächst offen, verteidigten kompakt und ließen nur wenige Abschlüsse zu. Helstorfs Trainer Matthias Maszke sprach von einem schwer zu bespielenden Gegner: „Das Spiel ist von Drakenburger Seite sehr defensiv geführt worden. Sie ließen uns in unserer eigenen Hälfte absolut in Ruhe und machten auf dem kleinen Platz die Räume total eng.“

Drakenburg überzeugte zunächst vor allem gegen den Ball, weniger jedoch im Spiel nach vorne. „Was wir gut gemacht haben: Gegen den Ball haben wir gut gearbeitet, engagiert gespielt, gut verschoben und auch zweite Bälle gewonnen“, sagte Trainer Stefan Czyborra.

Die größte Gelegenheit zur Führung hatte der TuS dennoch: In der ersten Halbzeit scheiterte Lucas Wacker per Foulelfmeter am Helstorfer Torhüter. „Wenn wir da das 1:0 machen, geht das Spiel vielleicht in eine andere Richtung“, so Czyborra. Maszke schilderte die Szene ähnlich und lobte seinen Schlussmann: Der Strafstoß sei berechtigt gewesen, Torhüter Kai Machulla habe ihn jedoch „gut parieren“ können.

Nach der Pause veränderte Helstorf die Ausrichtung – mit unmittelbarem Erfolg. „In der Halbzeit haben wir unsere taktischen Vorgaben etwas geändert und das hat sich gleich bezahlt gemacht“, erklärte Maszke. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Mika Pich einen Angriff über Michael Draper und Leon Koch zur Führung.

Drakenburg blieb bemüht, fand aber offensiv kaum Lösungen. „Wir hatten das Hauptproblem mit dem eigenen Ball. Im Zentrum haben wir es nicht geschafft, Ruhe reinzubringen“, sagte Czyborra. Es fehlte an Struktur, an Tempo und vor allem an Durchschlagskraft: „Vorne haben wir keine Durchschlagskraft entwickelt. Das war zu wenig.“

Mit zunehmender Spielzeit öffneten die Gastgeber ihre Defensive, ohne sich klare Chancen zu erspielen. Helstorf hingegen nutzte die Räume für weitere Möglichkeiten, ehe in der Nachspielzeit die Entscheidung fiel. „Wir konnten in der Nachspielzeit durch den Joker Arne Schneekönig das 2:0 erzielen und damit den Deckel drauf machen“, so Maszke.

In der Tabelle bleibt Drakenburg mit 22 Punkten auf Rang 13 und steht weiter unter Druck. Die Probleme sind klar benannt. „Wir müssen daran arbeiten, offensiv wieder stärker zu werden, mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen und gezielter nach vorne zu spielen“, forderte Czyborra.

Der SV Germania Helstorf hingegen verbessert sich durch den Auswärtssieg auf 26 Punkte und Rang 10 und verschafft sich damit wichtige Luft im Abstiegskampf. Entsprechend zufrieden zeigte sich Maszke auch nach Abpfiff: „Es war ein gelungener Spieltag, der mit der gesamten Mannschaft noch im Bistro Cest la vie in Neustadt bis in die frühen Morgenstunden gefeiert worden ist.“

TuS Drakenburg – SV Germania Helstorf 0:2
TuS Drakenburg: Bryan Schönbrunn, Lucas Teichmann (83. Pascal Draeger), Elias Hachmeyer, Christian Rother, Lucas Wacker, Eric Sänger (78. Kai Rieckhof), Kevin Dalmann (71. Marven Feist), Saad Haso, Jonas Brede (71. Niklas Mann), Maxim Penger, Gabriel Czyborra - Trainer: Stefan Czyborra
SV Germania Helstorf: Kai-Jan Machulla, Frederik Wiese (86. Sascha Bremer), Nils Bruns, Max Gerns, Leon Koch (94. Dominik Kluttig), Arne Schneekönig, Thorben Neugebauer (76. Hajo Al Mahshoush), Lukas Bertram, Tobias Schild, Moritz Blanke, Michael Draper (80. Arne Schneekönig) - Trainer: Matthias Maszke
Schiedsrichter: Hergen Dierks
Tore: 0:1 Mika Pich (47.), 0:2 Arne Schneekönig (90.+2)