Daumen hoch: Trotz seiner schweren Verletzung versprüht Dotzheims Torhüter Fabian Vollmer weiterhin Optimismus.
Daumen hoch: Trotz seiner schweren Verletzung versprüht Dotzheims Torhüter Fabian Vollmer weiterhin Optimismus. – Foto: Vollmer

Dotzheims Keeper weiterhin im Krankenhaus

Nach schwerer Verletzung hat der TuS-Torhüter Fabian Vollmer bislang kaum Fortschritte gemacht +++ "Muss alle Bewegungen neu lernen" +++ Besuche bringen Abwechslung

Wiesbaden. Zwei Fußballspiele, zwei Gefühlswelten: Gegen Naurod war Fabian Vollmer noch als Stammkeeper des TuS Dotzheim aufs Feld gelaufen, eine Woche später saß er beim TuS-Auswärtssieg beim FV Biebrich II im Rollstuhl unter den Zuschauern.

Und dennoch: „Es war mir wichtig, mental und körperlich bei meiner Mannschaft zu sein“, sagt der 21-Jährige, der im Naurod-Spiel heftig gegen den Pfosten geprallt war, seither wegen einer Quetschung von Rückenmark, Becken und Niere im Krankenhaus liegt (wir berichteten).

Der aktuelle Stand: Er könne zwar beide Beine bewegen, doch das rechte sei noch taub. Auch das Becken steht auf der rechten Seite noch schief. Dazu fehle es ihm an Motorik, sagt Vollmer. „Ich muss alle Bewegungen wieder von vorne lernen“, sagt er. Physiotherapeuten helfen ihm noch bei der Bewältigung des Alltags. Die Fortbewegung ist weiterhin meist im Rollstuhl möglich. Gelegentlich schnappt er sich die Krücken für "Trainingsläufe", wie er sie nennt. Die seien zwar sehr anstrengend, doch Vollmer will bereits im frühen Stadium der Erholung nichts unversucht lassen, um - im wahrsten Sinne des Wortes - wieder auf die Beine zu kommen.

Reha noch nicht gestartet

Wann Besserungen eintreten, das vermögen ihm seine Ärzte noch nicht zu sagen. Alles hänge davon ab, wie schnell die Quetschungen zurückgehen würden, berichtet Vollmer. Mit gezielten Übungen in der Reha solle dieser Prozess aber beschleunigt werden, sagt er. Doch auf den Beginn seiner Reha muss er weiterhin warten. Immerhin bringt ihn der Besuch von Freunden, Familien und Teamkollegen auf andere Gedanken – und sorgt für Abwechslung im tristen Krankenhausalltag. Die Hoffnung hat er jedenfalls nicht aufgegeben: “Ich will so schnell wie möglich fit werden“, sagt er.

Aufrufe: 021.9.2022, 17:00 Uhr
Philipp DurilloAutor