
Die Dornacher müssen in Garmisch gewinnen, um den Abstieg noch abzuwenden. Doch der Kader ist von Verletzungen und Krankheiten gebeutelt.
Die Fußballer der SV Dornach stehen auf der Zielgeraden ihrer ersten Landesliga-Saison so langsam mit dem Rücken zur Wand – und so wäre ein Sieg beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen (Samstag, 15 Uhr) tatsächlich Gold wert. Die Gastgeber verloren zwar unter der Woche ihr Nachholspiel beim TSV Murnau mit 0:2, holten aber aus den sechs Partien zuvor elf Punkte und verließen so die direkten Abstiegsränge. Beim punktgleichen SV Dornach geht der Trend in die andere Richtung: Mit gerade einmal acht Punkten weist das Team nach dem SVN München die schlechteste Rückrunden-Bilanz auf, hat von seinen letzten sechs Begegnungen nur eine gewonnen und zuletzt vier Niederlagen am Stück quittiert.
„Spätestens jetzt sollte jeder im Kader verstanden haben, wie ernst die Lage ist“, sagt Dornachs Trainer Sebastian Wastl, der den Gegner bei dessen Auftritt am Mittwoch beobachtete: „Murnau hat sicher verdient gewonnen, aber Garmisch ist eine kompakte Mannschaft und physisch sehr gut dabei.“ Er erwarte ein „körperbetontes, intensives Spiel“ und einen Kontrahenten, der „gut gegen den Ball und gegen den Mann“ kämpfen werde: „Und genau das will ich auch von uns sehen.“
Mit dem 4:2 in der Hinrunde beendeten die Dornen im Oktober 2025 eine Serie von acht sieglosen Spielen und entschieden das Duell erst in der Schlussphase. „Wir werden alles dafür tun, um in der Liga zu bleiben – dagegenhalten und 90 Minuten arbeiten“, sagt Wastl. Um Mitaufsteiger FC Wacker München noch von Platz 14 zu verdrängen und so auf direktem Weg die Klasse zu halten, müssen die Dornacher wegen des verlorenen direkten Vergleichs vier Punkte aufholen, und bei einer Niederlage in Garmisch droht der Absturz auf Abstiegsplatz 17.
Im SVD-Kader tun sich einige Lücken auf. Für Manuel Wagatha (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Maurice Albers (Außenbandverletzung) ist die Saison vermutlich vorbei, außerdem sind die Einsätze von Marko Todorovic (Leistenprobleme), Alexander Mrowczynski (im Training umgeknickt), Simon Hamdard und Junes Amdouni (beide krank) fraglich. Wastl: „Dann müssen wir eben noch enger zusammenrücken.“ Immerhin: Leon Rexhaj (angeschlagen), Dominik Beutler (krank) und Dominik Bertic (Urlaub) stehen wieder im Aufgebot.