
Die Gäste zeigten große Moral beim Tabellendritten. Aushilfskeeper Bernie Schöberl feierte ein starkes Comeback mit Glanzparaden.
Ein achtbares 2:2 (1:1)-Unentschieden erkämpfte sich die Rumpf-Elf des TSV Dorfen beim Tabellendritten TuS Holzkirchen. Sehr geschwächt war der Kader von Trainer Andreas Hartl durch zahlreiche Ausfälle und Verletzungen. Trotzdem zeigten die Gäste Moral und hielten dagegen.
In der 1. Halbzeit war Dorfen noch gleichwertig. Nicht zuletzt hatten sie dies Aushilfskeeper Bernie Schöberl, der sie mit einigen Glanzparaden im Spiel hielt, zu verdanken. Schon zu Beginn versuchte es Elias Schnier, aber er zielte noch knapp über das Gehäuse (3.). Dann musste Schöberl ran. Zunächst parierte er gegen Stefan Hofinger gut (8.).
In der 37. Minute aber war er machtlos. Bastian Rachl sprang das Leder im Strafraum unglücklich an die Hand. Der Schiedsrichter Sebastian Mauer (SV Bernried) pfiff sofort Strafstoß. Kann man geben, muss man aber nicht. Torjäger Gilbert Diep verwandelte sicher zur 1:0-Führung (37.). Aber die Isenstädter blieben gelassen und warteten auf ihre Möglichkeit. Und die kam dann auch. Auf Zuspiel von Leon Eicher düpierte Gerhard Thalmaier noch einen Verteidiger und verwandelte vor der Pause mit links zum 1:1 (41.). Ein absolutes Traumtor.
Nach Wiederanpfiff gleich die kalte Dusche für den TSV. Analog zum Dorfener Ausgleich war es Elias Schier, der dieses Mal einbombte, nur mit rechts. Es stand 2:1 für die Platzherren (55.). In der Folge hatte der TuS dann ein deutliches Chancenplus, aber er konnte es nicht nutzen. Zum einen war es die eigene Unfähigkeit, zum anderen zeigte sich in dieser Phase auch Schöberl von seiner besten Seite. Auch Pressesprecher Michael Viereckl bestätigte, dass Dorfen nur drei, vier gute Einschussmöglichkeiten hatte und davon zwei verwertete. Die Holzkichener waren vor dem Gehäuse einfach nicht kaltschnäuzig genug.
Aber auch Eicher fand seinen Meister. Seinen Kopfball aus aussichtsreicher Position entschärfte Torwart Maximilian Riedmüller mit einer starken Parade (69.). Immerhin war der TuS-Goalie schon dritter Torhüter im Profikader des FC Bayern München. Trotzdem konnten die Isenstädter die mangelnde Chancenverwertung der Platzherren noch ausnutzen. Bei einem blitzsauberen Konter über Thalmaier kam die Kugel schließlich zum eingewechselten Michael Friemer. Er zog im Eins-gegen-eins-Spiel auf und davon und machte das 2:2 (76.).
Dorfen hatte seine ursprüngliche Schwäche, die mangelnde Chancenverwertung, in den Griff bekommen. Der TSV zeigte große Mentalität und holte sich mit einer Reservemannschaft in Holzkirchen einen verdienten Punktgewinn.