2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Doppelte Nachbarschaft: Blaues Wunder und Kleefeld unter Druck

SG Blaues Wunder Hannover empfängt TuS Kleefeld zum richtungsweisenden Spiel

von red · Heute, 12:03 Uhr · 0 Leser
– Foto: Volkhard Patten

Nach der Niederlage gegen Bemerode steht die SG Blaues Wunder Hannover unter Zugzwang. Trainer Leon Erlerspricht vor dem Duell mit TuS Kleefeld von einem „klassischen Sechs-Punkte-Spiel“.

Wenn die SG Blaues Wunder Hannover am Sonntag auf den TuS Kleefeld trifft, geht es um weit mehr als nur drei Punkte. Der Tabellenzwölfte empfängt den Dreizehnten – und die Abstände im unteren Tabellenbereich sind minimal.

Blaues Wunder geht nach der 0:2-Niederlage gegen den TSV Bemerode mit dem klaren Ziel in die Partie, eine Reaktion zu zeigen. Kleefeld hingegen kommt mit Rückenwind aus einem spektakulären 5:4-Erfolg gegen TuS Garbsen.

Trainer Leon Erler ordnet die Ausgangslage deutlich ein: „Natürlich ein sehr brisantes Spiel, weil die Tabellensituation nach den letzten Wochen sehr eng zusammengerückt ist. Es ist, glaube ich, immer nur ein Punkt Abstand zwischen vier Teams, also alles drin.“

Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch ihre doppelte Nachbarschaft: räumlich wie tabellarisch. „Dazu kommt, dass Kleefeld und wir auf der gleichen Anlage sind und nebeneinander trainieren. Das macht das Duell nochmal heißer, auch weil es tabellarisch so viel hergibt.“

Das Hinspiel ging klar an Blaues Wunder, doch Erler warnt vor einem anderen Spielverlauf: „Im Hinspiel haben wir ein gutes Spiel gezeigt und verdient 4:1 gewonnen. Wir wissen aber auch, dass Kleefeld eine sehr physische Mannschaft ist, mit vielen erfahrenen Spielern. Das ist ein ganz anderer Aufbau als bei uns.“

Dabei sieht der Trainer klare Unterschiede in der Spielanlage: „Ich glaube, fußballerisch und technisch sind wir überlegen, aber Kleefeld kommt viel über Physis und Zweikampfhärte. Da müssen wir mit unseren jungen Spielern dagegenhalten.“

Die Konsequenz daraus beschreibt Erler als zentrale Aufgabe: „Am Ende wird entscheidend sein, ob wir unsere fußballerischen Qualitäten ins Spiel bringen und gleichzeitig die Duelle annehmen und für uns entscheiden.“

Mit Blick auf die Tabelle lässt der Trainer keinen Zweifel an der Bedeutung der Partie: „Tabellarisch ist es ein extrem wichtiges Spiel, ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel. Nach dem schwachen Auftritt gegen Bemerode wollen wir wieder zurück in die Erfolgsspur, wie in den vier Spielen davor.“

Die Marschroute ist klar formuliert: „Wichtig wird sein, dass wir kompakt stehen, geschlossen gegen den Ball arbeiten und unsere offensiven Nadelstiche setzen. Dann werden wir auch zu Chancen kommen – und die müssen wir nutzen.“

„Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen und uns wieder etwas abzusetzen.“