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Spielbericht

Doppelschlag zum Sieg: Landsberg wirft Regionalligist aus dem Pokal

Erfolg gegen TSV Schwaben Augsburg

von Thomas Ernstberger · 07.08.2025, 12:26 Uhr · 0 Leser
Maximilian Berwein verpasste das zwischenzeitliche 3:0.
Maximilian Berwein verpasste das zwischenzeitliche 3:0. – Foto: TSV Landsberg

Der TSV Landsberg hat den TSV Schwaben Augsburg im Totopokal besiegt. In einem sehenswerten Spiel schlug der Außenseiter den Regionalligisten.

Landsberg – Pokal-Wahnsinn nach Wahnsinns-Regen und um eine Viertelstunde verschobenem Anpfiff im 3C-Sportpark – und nach 97 Minuten war die große Überraschung, der Schwabenstreich am Lech, perfekt!

Fußball-Bayernligist TSV Landsberg kegelte am Dienstagabend in einem großartigen Kampfspiel Regionalligist Schwaben Augsburg mit einem 2:1-Sieg aus dem bayerischen Toto-Pokal, steht jetzt im Achtelfinale – und damit unter den letzten 16 von ursprünglich 64 Teams, die sich für die Hauptrunde qualifiziert hatten. Es war der zweite Pokalsieg innerhalb von drei Jahren gegen die Schwaben: Bereits im Juli 2022 feierten die Landsberger, damals noch unter Spielertrainer Sascha Mölders einen 6:5-Sieg nach Elfmeterschießen.

Leitmeister hütete auch im Pokal das Tor

Das ersparten die Jungs von Alexander Schmidt dieses Mal sich und dem Coach, auch wenn sie bis zur siebten Minute der Nachspielzeit um den Erfolg fighten (und zittern) mussten. Dabei halfen sogar die Spieler, die auf der Bank saßen, mit: Jede gelungene Aktion in der letzten halben Stunde, jeder gewonnenen Zweikampf, jede Rettungstat des wieder glänzend aufgelegten Torwarts Leo Leimeister wurde nicht nur auf dem Feld, sondern auch von außen lautstark bejubelt.

Leimeister, die etatmäßige Nummer 1, hütete auch im Pokalspiel im Tor – Ersatzkeeper Dani Baltzer fehlte, auch wenn er auf dem offiziellen Spielberichtsbogen stand. Er hatte sich im Vorfeld wegen einer beruflichen Fortbildungs-Veranstaltung abgemeldet. So entfiel für Schmidt die „Qual der Torwart-Wahl“.

TSV Landsberg mit Doppelschlag zum Sieg

Als Ersatz für Torjäger Jeton Abazi (Urlaub) stellte Schmidt Neuzugang Moritz Ruprecht (20) gegen die langen Augsburger Verteidiger in die Startelf. Der 1.90 Meter große Mittelstürmer, der aus der Zweiten der SpVgg Unterhaching kam, feierte seine Premiere im TSV Trikot. „Ich brauche vorne drin einen großen Spieler“, begründete Schmidt die Aufstellung des Sturm-Tanks.

Ruprecht rechtfertigte das Vertrauen mit einer tadellosen Kampf-Leistung, auch wenn die Nummer 23 das Toreschießen anderen überließ. Mit einem Doppelschlag in der 21. und 22. Minute brachen Tiziano Mulas mit einem feinen Heber aus kurzer Distanz und Daniele Sgodzaj, der gefühlt immer trifft, mit einem Kopfball, beide nach Vorarbeit des starken Maxi Berwein, die Landsberger verdient mit 2:0 in Führung. Pech, dass Berwein nach 34 Minuten nur den Pfosten traf. Ein 3:0 wäre wohl schon die frühe Entscheidung gewesen. Aber wie zuletzt in Pipinsried begann kurz nach der Halbzeitpause das kollektive TSV-Zittern.

Anschlusstreffer reicht TSV Schwaben Augsburg nicht

Achitpol Keereerom, einem 23-jährigen Thailänder, gelang in der 51. Minute der Anschlusstreffer und die „Schwabenritter“ um Spielertrainer Matthias Ostrzolek (Ex-Bundesliga-Profi beim HSV und in Augsburg) witterten ihre Chance. Aber am Ende war’s nur das Ehrentor, weil die Landsberger den Vorsprung mit Herz und Leidenschaft (sowie einem Extraklasse-Leimeister) verteidigten.

Fünftes Pflichtspiel (dreimal Bayernliga, zweimal Pokal) in dieser Saison, vierter Sieg (und ein Unentschieden), zweiter Tabellenplatz und Pokal-Achtelfinale: „Auf diese Jungs kann man wirklich stolz sein“, freute sich Coach Schmidt.

„Ihr habt überragend gekämpft, um jeden Ball gefightet und ein geiles Spiel abgeliefert“, lobte der Trainer seine Sieger, die nach diesem Kampfspiel wenig Zeit zum Regenerieren haben und schon am Freitag (Anpfiff um Uhr) wieder ran müssen. Da kommt mit Ex-Drittligist und Regionalliga-Absteiger Türkgücü München eine Mannschaft in den 3C-Sportpark, mit der so einige Landsberger noch eine Rechnung offen haben.