2025-12-03T05:51:34.672Z

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Gau-Odernheims Aleksandar Dimitrijevic (links, hier beim 1:0 gegen Gonsenheim mit Justus Mildeberger und Josef Elhajj) konnte ein paar Tage durchschnaufen.	Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press
Gau-Odernheims Aleksandar Dimitrijevic (links, hier beim 1:0 gegen Gonsenheim mit Justus Mildeberger und Josef Elhajj) konnte ein paar Tage durchschnaufen. Archivfoto: Axel Schmitz/pakalski-press

Doppelpack nach Pokalpause für den TSV Gau-Odernheim

Am vergangenen Wochenende „durften“ sich die Gau-Odernheimer Fußballer ausruhen +++ In dieser Woche sind sie zweimal gefordert

Gau-Odernheim. Auf das freie Wochenende folgt der Doppelschlag. An diesem Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt der TSV Gau-Odernheim den FV Engers. Mit zwei Siegen war die Petersberg-Elf in ihre allererste Saison in der Oberliga gestartet – und hatte dann am DFB-Pokal-Wochenende frei. Denn die Gäste durften als Rheinlandpokalsieger gegen Eintracht Frankfurt ran.

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TSV-Trainer Florian Diel ließ sich, nicht nur aufgrund seiner Zuneigung zur SGE, dieses Spiel natürlich nicht entgehen. Zwar gewann der Champions-League-Teilnehmer standesgemäß 5:0. Doch Engers zeigte, was an Robustheit und Kompaktheit in ihnen steckt. „Sie haben sich sehr gut verkauft“, sagt Diel – wohl wissend, dass so ein Highlight einen Amateurfußballer nicht nur körperlich weit über die eigenen Grenzen treibt, sondern auch mental Raum beansprucht.

„So ein Spiel kann auch Kräfte freisetzen“

Die Gau-Odernheimer merkten es vorige Saison im Verbandspokal. Um den Erfolg gegen Wormatia Worms herum setzte es die einzigen beiden Verbandsliga-Niederlagen der ganzen Spielzeit, 3:4 in Hauenstein, 0:3 in Waldalgesheim. Das Gegenbild bot das folgende Spiel gegen Schott Mainz – vorher 7:0 bei Pirmasens II, danach, mit längerer Pause, 6:1 in Baumholder. „Vom Spielplan her sind wir gegenüber Engers sicher leicht bevorteilt, aber so ein Spiel kann auch Kräfte freisetzen“, resümiert Diel. Man könnte auch sagen: alles Kaffeesatzleserei. Wichtig war, nach durch die Aufstiegsrunde verlängerter Saison, Mini-Sommerpause und verkürzter, aber umso knackigerer Vorbereitung, das freie Wochenende für den TSV. Julian Meininger und Christopher Hahn sind wieder fit, Konstantin Breiden hat erstmals am Mannschaftstraining mitgewirkt, auch Urfan Nassery konnte wieder teilintegriert werden. Gradi Nkunga hat noch muskuläre Probleme, Hochbelastete wie Belel Meslem oder Aki Dimitrijevic konnten regenerieren. Auch mental, betont Diel, tat die Verschnaufpause gut.

Engers, das ist Oberliga pur. Der FVE ist seit 2017 dabei, und das nicht zum ersten Mal, und hat sich im Mittelfeld der Tabelle festgebissen. „Sehr viel Stabilität und Vereinszugehörigkeit“ macht Diel aus, „sie sind erfahren, eingespielt und defensiv schwer zu knacken. Zudem ist ein neuer, junger Trainer da, was Motivationsschübe auslösen kann.“

Der Vorteil, den der TSV in Sachen Frische gegen Engers unzweifelhaft besitzt, liegt dann am Samstag (16 Uhr) bei den Sportfreunden Eisbachtal. „Ein sehr geschlossenes, verschworenes Team“ erwartet Diel dort. „Eisbachtal ist Gau-Odernheim in Groß. Fast alle Spieler sind aus der eigenen Jugend. Sie sind eine Hochburg in ihrer Region, haben aber einen ganz anderen Erfahrungsschatz als wir.“ Auf der prächtigen Anlage in Nentershausen stand jahrelang Junioren-Regionalliga und Oberliga-Abstiegskampf auf dem Programm. In Finn Müller wird Diel auf einen ehemaligen Schützling in der Jugend von Mainz 05 treffen.

Drei große Heimspiele stehen dem TSV bevor

Bei der Personalplanung liegt Diels voller Fokus zunächst auf dem FV Engers – als Auftakt einer Serie spektakulärer Heimspiele. Denn es kommen Schlag auf Schlag TuS Koblenz (31. August), Wormatia Worms (14. September), 1. FC Kaiserslautern II (27. September) und FK Pirmasens (5. Oktober) an den Petersberg. Umso wertvoller wäre es, noch ein paar Pünktchen zu hamstern, um diese Highlights, in denen die Gau-Odernheimer eigentlich nur gewinnen können, tabellarisch unbeschwert anzugehen.

Aufrufe: 020.8.2025, 07:00 Uhr
Torben SchröderAutor