
Nach fast sechs Jahren endet im Sommer eine prägende Trainerära beim TSV Kirchberg. Dominik Breher (34), seit der Saison 2020/21 Spielertrainer des Bezirksligisten, wird den Verein zum Ende der Saison verlassen und künftig den FC Heimertingen übernehmen. Die Entscheidung markiert den Abschluss einer sportlich stabilen Phase, in der es dem TSV gelang, sich dauerhaft in der Bezirksliga Oberschwaben zu behaupten. Aktuell steht Kirchberg mit 30 Punkten auf Rang sieben und empfängt zum Rückrundenauftakt den Tabellenzweiten SGM Ummendorf/Fischbach. Breher erzielte in der laufenden Saison schon drei Tore und kommt auf neun Vorlagen.

Aus dieser Anfangsphase entwickelte sich eine langfristige Zusammenarbeit. „In den letzten sechs Jahren hat sich daraus eine herausragende Zusammenarbeit und eine sportlich sehr erfolgreiche Zeit ergeben. Wir konnten unsere Ziele Jahr für Jahr erreichen und Kirchberg in anspruchsvollen Jahren konstant in der Bezirksliga halten“, sagte Breher. „Die Mannschaft hat sich dabei über die Jahre stetig weiterentwickelt, wir haben einen Generationenwechsel erfolgreich vollzogen und viele junge Spieler an die Bezirksliga herangeführt.“
Breher hob zudem die Bedeutung seines Trainerteams hervor: „Das war eine Leistung vieler Beteiligten - Die ersten vier Jahre gemeinsam mit Daniel Kohler im Trainer-Duo, die letzten beiden Jahre mit Alexander Luppold als Co-Trainer und immer auch mit unserem gesamten Trainer- und Betreuer-Team. Da hat in all den Jahren nie ein Blatt Papier dazwischen gepasst. Die Zusammenarbeit war immer sehr gut.“
Mehr als nur sportliche Arbeit
Neben der sportlichen Entwicklung betonte Breher seine Rolle als Bezugsperson für die Spieler. „Neben dem sportlichen war es mir aber auch ganz wichtig, für meine Spieler nicht nur Trainer zu sein, sondern auch Ratgeber und Unterstützer und ihnen klare Werte mitzugeben.“ Die Reaktionen auf seinen Abschied hätten ihm gezeigt, wie eng die Verbindung geworden sei: „Wenn ich jetzt auf die vielen, vielen Nachrichten und Reaktionen der Jungs nach meinem verkündeten Abschied schaue, habe ich, so glaube ich, nicht alles falsch gemacht.“
Gleichzeitig sieht er den Wechsel auch als Chance für den Verein. „Ich denke aber, dass ein neuer Trainer auch eine Chance für den Verein und die Spieler sein kann. Für mich gab es in diesem Winter verschiedenste Optionen: Eine Verlängerung in Kirchberg oder auch eine Trainer-Auszeit und ein Jahr nur als Spieler nochmals zu bestreiten. Aber auch mehrere interessante Trainer- bzw. Spielertrainer-Angebote lagen auf dem Tisch. Letztendlich war der Reiz für Heimertingen einfach am größten. Mit der Zusage für Heimertingen ist es eine Rückkehr zum Heimatverein. Die Verantwortlichen beim FCH haben mir frühzeitig einen klaren Weg aufgezeigt, den ich als Spielertrainer gerne mitgestalten will und deshalb hier im Dezember dann zugesagt habe.“
Trotz der feststehenden Veränderung bleibt der Fokus auf der laufenden Saison. „Im Frühjahr spielt die nächste Saison aber noch keine große Rolle. Mein ganzer Fokus gilt dem TSV Kirchberg, um unser großes Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Das will ich gemeinsam mit meinem Trainer-Team und den Jungs mit aller Macht erreichen.“
Verein plant langfristig mit neuem Trainerteam
Auch die Vereinsführung würdigte die Arbeit ihres Trainers. Abteilungsleiter Björn Specker erklärte: „Nach jetzt dann insgesamt 6 sehr erfolgreichen Jahren hat uns Dominik informiert, dass er uns zur neuen Saison wieder verlassen wird und zurück zu seinem Heimatverein FC Heimertingen wechseln wird. Jetzt wollen wir ihn bestmöglich verabschieden und den Klassenerhalt früh wie möglich fixieren.“
Gleichzeitig hat der TSV Kirchberg die Nachfolge geregelt. „Zur neuen Saison werden ihn Roland Jegg (52), aktuell Trainer beim SV Jedesheim, als Haupttrainer und Johannes Hilgartner (33), aktuell beim FV Bellenberg, als Co-Spielertrainer beerben.“ Specker zeigte sich überzeugt von der neuen Konstellation: „Roland hat uns in den Gesprächen direkt mit seiner Persönlichkeit, Fußball-Begeisterung und Fußball-Knowhow überzeugt, sowie aus seinen ehemaligen Vereinen haben wir nur das Beste gehört. Mit diesem Trainerteam sind wir überzeugt, dass wir für kommende Saison sehr gut aufgestellt sind und wollen wieder langfristig zusammenarbeiten.“
Mit dem bevorstehenden Trainerwechsel endet beim TSV Kirchberg eine lange Phase sportlicher Stabilität. Zugleich soll der Fokus in den kommenden Monaten klar auf dem sportlichen Ziel liegen, die Bezirksliga zu sichern und Breher einen erfolgreichen Abschluss seiner Amtszeit zu ermöglichen.