
Die Eichsfelder sind beim FC Grimma zu Gast – ein Duell, das für den Kampf gegen den Abstieg aus der Oberliga durchaus Tragweite hat. Zumal bei den Sachsen seit dem Winter ein Thüringer Trainer auf der Bank sitzt...
Ein zusätzliches Kapitel für Spannung liefert das Hinspiel: Damals setzte sich Grimma in Heiligenstadt klar mit 3:0 durch – ein Ergebnis, das den Eichsfeldern noch in Erinnerung ist und die Motivation erhöht, diesmal einen anderen Ausgang zu erzwingen. Auch tabellarisch hat das Duell Brisanz: Grimma konnte sich zuletzt mit dem Punktgewinn gegen den RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf an Heiligenstadt vorbeischieben und die Eichsfelder wieder auf einen Abstiegsplatz drängen.
Grimmas Trainer Marcel Dörfer – bestens bekannt in Thüringen aus seiner Zeit beim TSV Gera-Westvororte und Wismut Gera – betont die Wichtigkeit des Spiels: „Gegen Heiligenstadt geht es darum, das Spiel nicht zu verlieren. Wir wollen gewinnen und so werden wir auch in das Spiel gehen. Wenn wir gegen den Tabellenzweiten 0:0 spielen, ist die Erwartung da, gegen einen Gegner aus unserer Region zu gewinnen.“ Im Winter übernahm Dörfer den Trainerstuhl bei den Sachsen. Der Rückrundenstart verlief dabei alles andere als optimal: drei klare Niederlagen gegen Halle 96 (1:6), Halberstadt (0:3) und Auerbach (1:4). Doch nach diesen Startschwierigkeiten konnte sich der FC Grimma zuletzt mit einem 0:0 gegen den Tabellenzweiten Stahnsdorf zurückmelden.
Etwas anders verlief die Rückserie für Heiligenstadt. Nach dem als Knotenlöser erhofften 4:3-Sieg gegen Krieschow vor drei Wochen konnten die Eichsfelder in den Partien gegen Stahnsdorf (0:2) und Plauen (1:2) keine Punkte sammeln, hinterließen dabei aber einen positiven Eindruck. „Drei Niederlagen in der Rückserie – alles gegen Topteams. Eine Entwicklung ist erkennbar. Die darf dann auch gern in den nächsten Wochen zu Punkten führen. Wir waren gegen Plauen die bessere Mannschaft und hatten die besseren Chancen – nur das Ergebnis stimmte nicht. Wenn die Art und Weise weiterhin stimmt, werden die Ergebnisse zwangsläufig folgen. Davon bin ich überzeugt“, so SC-Coach Bene Seipel.
Beide Teams wissen um die Bedeutung von Einsatzbereitschaft und Leidenschaft in solchen direkten Kellerduellen. „Wir wollen möglichst in Führung gehen, um den Gegner nicht aufkommen zu lassen. Auch Heiligenstadt kommt nach den zwei Niederlagen nicht mit der breiten Brust. Wir wollen ihnen zeigen, dass es für sie nichts zu holen gibt, von der ersten Minute an, und sie nicht ins Spiel kommen lassen“, betont Dörfer.
Seipel sieht die Partie ähnlich: „Es ist ein Spiel, das wir gewinnen wollen. Das ist aber auch in jedem anderen Spiel der Fall. Es wird darauf ankommen, die Bedingungen zu akzeptieren und in einem wahrscheinlich hitzigen Duell kühlen Kopf zu bewahren. Grimma hat zuletzt ein richtig gutes Heimspiel gegen den RSV Stahnsdorf gemacht. Uns erwartet eine Mannschaft, die sehr geradlinig und einfachen Fußball spielt. Der Platz wird der Jahreszeit entsprechend kein Wembley-Rasen sein.“