2026-01-09T09:36:09.492Z

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Jubelt Frechen 20 zum dritten Mal in Serie?
Jubelt Frechen 20 zum dritten Mal in Serie? – Foto: Nick Förster

Dönmez-Heimpremiere: Teutonia Weiden ringt gegen Frechen um Hoffnung

Heimpremiere für Dönmez, formstarke Frechener reisen selbstbewusst an

Teutonia Weiden wird auf einem Abstiegsplatz überwintern. Seit zehn Ligaspielen wartet der Klub auf einen Sieg und sicherte sich in diesem Zeitraum nur drei Punkte. Frechen 20 hingegen hat vier der letzten fünf Partien gewonnen und darf auf eine Top-Fünf-Platzierung zur Winterpause hoffen.

Für Weidens neuen Trainer Ercüment Dönmez ist es nach dem unglücklichen 0:1 in Merten die Heimpremiere – eine Partie, die für das gesamte Umfeld mehr Gewicht hat als ein gewöhnlicher Ligaspieltag.

Weiden: „Ein Heimsieg wäre ein Zeichen, dass wir an uns glauben“

Bei Teutonia Weiden spürt man seit dem Trainerwechsel Aufbruchstimmung – auch wenn die Ergebnisse noch ausbleiben. „Natürlich schauen wir auf die anderen Ergebnisse, aber am Ende zählt das, was wir selbst auf den Platz bringen. Ein Heimsieg zum Vorrundenabschluss wäre mehr als nur drei Punkte – er wäre ein Zeichen dafür, dass wir an uns glauben, dass wir uns entwickeln und als Team gewachsen sind“, beschreibt Sportlicher Leiter Keskin Kilic eindringlich, welche Bedeutung das letzte Spiel des Jahres hat.

Die Mannschaft habe in den Vorwochen „Mut, Einsatz und Zusammenhalt“ gezeigt, so Kilic. Ein wesentlicher Faktor sei der neue Trainerstab: „Einen großen Anteil daran haben unsere neuen Trainer Ercüment Dönmez und Frank Kohl. Mit ihrem Ehrgeiz, ihrer Leidenschaft und ihrer klaren Linie pushen sie uns täglich an unser Limit. Sie sind hart, aber immer fair – und genau das gibt uns die Richtung, die wir brauchen.“

Nun gehe es darum, dieses Feuer auch auf den Platz zu bringen. „Für uns, für den Verein und für alle, die hinter uns stehen“, gibt sich der 52-Jährige kämpferisch. Dönmez’ Heimdebüt dürfte also emotional aufgeladen sein – zugleich aber steht Weiden vor der Aufgabe, eine Mannschaft zu schlagen, die derzeit so stabil agiert wie lange nicht.

Özbay: „Das ist nicht unser Thema“

Auf der Gegenseite reist Frechen 20 mit breiter Brust an, aber ohne Übermut. Trainer Okan Özbay weiß, wie trügerisch Tabellenstände in der Mittelrheinliga sein können. „Teutonia Weiden steht unter Druck: neuer Trainer, frischer Wind, eine unglückliche Niederlage gegen Merten. Wenn man sieht, wie eng das Spiel war, dann ist das Warnung genug. Wir sind mittlerweile so weit, dass wir keinen Gegner in dieser Liga unterschätzen.“

Der 32-Jährige betont, dass die eigene Leistung klar im Fokus steht: „Wie die Situation beim Gegner ist und wie viel Druck dort herrscht, das ist nicht unser Thema. Unser Fokus liegt ganz klar auf uns.“ In manchen Phasen habe sein Team zuletzt zu wenig Spielkontrolle gehabt – ein Aspekt, an dem in dieser Trainingswoche intensiv gearbeitet wurde.

Besondere Vorsicht mahnt Özbay bei Weidens Schaltzentrale an: „Es ist eine junge, unbekümmerte Mannschaft mit gefährlichen Offensivspielern. Meik Kühnel ist einer der besten Mittelfeldspieler der Liga, der Spiele alleine beeinflussen kann.“

Ausfallliste ist lang

Personell sieht es durchwachsen aus. Özbay listet auf: „Quirk ist krank, sein Einsatz ist fraglich. Dilley, Ruhrig, Tokumoto, Tasdemir und Pingen werden ausfallen.“ Trotzdem sei der Kader breit genug, um die Ausfälle abzufedern: „Wenn nötig, müssen andere Jungs in die Bresche springen.“

Für Weiden geht es um weit mehr als drei Punkte – es geht um Vertrauen in die eigene Leistung und neue Energie für eine schwierige Rückrunde. Für Frechen bietet sich die Gelegenheit, mit einem weiteren Sieg sogar noch auf Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen zu gehen.

Aufrufe: 011.12.2025, 10:58 Uhr
Andreas SantnerAutor