
Die SpVgg Niedersachsen Döhren gewinnt beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II mit 2:1. Nach schwachem Beginn dreht die Mannschaft die Partie – auch mit etwas Spielglück
Die Entscheidung fiel spät, aber sie passte zum Verlauf. In der 90. Minute traf Christopher Wollny zum 2:1 für die SpVgg Niedersachsen Döhren beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II – und sorgte damit für einen Auswärtssieg, den Trainer Patrick Heldt als „nicht unverdient, aber in einigen Phasen auch glücklich“ einordnete.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste alles andere als günstig. „Wir haben uns am Anfang schwergetan, sind in den ersten 10–15 Minuten nicht gut reingekommen und haben nicht das auf den Platz gekriegt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Heldt. Konsequenz war das frühe 0:1 durch Luca Sander (7.). „Danach haben wir noch ein, zwei Situationen, wo wir froh sein können, dass wir nicht 2:0 hinten liegen. Wir waren gar nicht im Spiel.“
Erst im weiteren Verlauf stabilisierte sich Döhren: „Wir haben es dann aber ab Mitte der ersten Halbzeit besser gemacht und sind besser reingekommen.“ Dennoch blieb es zur Pause beim Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild. „Nach der Halbzeit sind wir gut reingekommen, hatten zwei gute Möglichkeiten direkt nach Wiederanpfiff“, berichtete Heldt. In der 55. Minute fiel der Ausgleich: „Dann machen wir nach einem guten Spielzug das 1:1 durch Krischi Wollny, der den Ball souverän flach ins Tor schiebt.“
Doch die Partie blieb offen. „Wir hatten aber immer wieder Probleme mit den schnellen Umschalt- und Kontersituationen der Hausherren, sodass wir froh sein konnten, dass es 1:1 steht. Es hätte auch 2:1 oder 3:1 für den Gastgeber stehen können.“
In der Schlussphase verlagerte sich das Spiel zunehmend nach vorne. „In den letzten 15–20 Minuten spielte sich das Spiel eher vor dem Krähenwinkler Tor ab“, sagte Heldt. Die Entscheidung fiel schließlich doch noch: „In der letzten Minute der regulären Spielzeit spielen wir einen guten Chipball nach vorne, gewinnen den zweiten Ball und Krischi Wollny befördert ihn per Innenpfosten ins Tor.“
Heldt zog ein differenziertes Fazit: „Das Spielglück, das uns gegen 74 gefehlt hat, war diesmal auf unserer Seite. Die Jungs haben sich das aufgrund von Einsatz, Kampf und Willen verdient. Man muss aber auch sagen, dass ein Sieg für Krähenwinkel nicht unverdient gewesen wäre. Es war ein Spiel auf Augenhöhe.“
Mit dem 2:1-Erfolg festigt Döhren seine Position im oberen Tabellendrittel.
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II – SpVgg Niedersachsen Döhren 1:2
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II: Jannes Meyer, Arne Anders, Nick Seegers, Kai Henneke, Pedram Mirsanei (58. Jannik Luca Eilhardt), Fynn Bartholomäus, Erik Anders (71. Philipp Finkendey), Luca Sander, Jonas Thimm, Finn Seyer, Finn Kowanda (58. Louis Chinonso Jiwuaka) - Trainer: Marcel Pawlow
SpVgg Niedersachsen Döhren: Leon-Giuseppe Gottschalck, Jörn Hofmeister, Dominik Luths (46. Mano Stadtler), Philip Wagner, Anthony Bleteh Doe (91. Luis-Filipe Großmann Pereira da Silva), Dodzi Julio Kotchi, Adrian-Benedict Stammer (65. Till Wittmann), Christopher Wollny, Patrick Olbrich, Benedict Thomassek, Illia Povalii - Trainer: Patrick Heldt
Schiedsrichter: Marc Philipp Lehmann
Tore: 1:0 Luca Sander (7.), 1:1 Christopher Wollny (55.), 1:2 Christopher Wollny (90.)