Nur noch bis zum Saisonende Spielertrainer in Straßkirchen: Holger Stemplinger. F: Hönl
Nur noch bis zum Saisonende Spielertrainer in Straßkirchen: Holger Stemplinger. F: Hönl

Stemplingers Plan: Erst Aufstieg, dann Abschied

Spielertrainer Holger Stemplinger (34) wird Straßkirchen zum Saisonende verlassen +++ Gibt es eine interne Nachfolge-Lösung?

Dass Holger Stemplinger am Saisonende verlassen wird, hat er gemeinsam mit den Verantwortlichen den Spielern der DJK Straßkirchen am Sonntagnachmittag mitgeteilt. Mit dieser frühen Bekanntgabe sollen beide Seiten die Möglichkeit haben, die Zukunft in aller Ruhe planen zu können. Die Tatsache, dass der 34-jährige Spielertrainer den Kreisklassisten dann nach zweieinhalb Jahren verlassen wird, rückt aber dann bis zum Ende der aktuellen Spielzeit wieder in den Hintergrund. Denn: Stemplinger will sich mit dem größtmöglichen Erfolg verabschieden - dem Aufstieg. Und diesem Ziel soll alles untergeordnet werden, so der Wunsch des einstigen Oberliga-Spielers.

"Wir - also die Vereinsverantwortlichen und ich - haben in letzter Zeit einige Gespräche geführt. Dabei sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir uns trennen", berichtet Holger Stemplinger gegenüber FuPa. Für beide Seiten sei diese Entscheidung eine richtige und wichtige Angelegenheit. Für Stemplinger, weil er eine neue Herausforderung sucht. Für den Verein, weil neue Besen bekanntlich besser kehren.


Holger Stemplingers Zukunft noch offen

Vorher will der 34-Jährige Straßkirchen aber dahin zurückführen, wo er die DJK vor zweieinhalb Jahren in einer misslichen Lage übernommen hat - in der Kreisliga. "Ich kann schwer sagen, dass ich mit dem fünften Platz am Saisonende zufrieden wäre", blickt Stemplinger in die nähere Zukunft. Sein Traum vom Aufstieg ist aber mit einem harten Stück Arbeit verbunden. Fünf Mannschaften haben in der Kreisklasse Passau aussichtsreiche Chancen, ein Ticket für das Kreisoberhaus zu ergattern.

Wie es mit Holger Stemplinger weitergeht, ist bisher noch offen. Zunächst würde er noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um sich würdig aus Straßkirchen zu verabschieden. Dann wird er den A-Schein in Angriff nehmen - und eine neue Aufgabe. "Egal, ob Trainer oder Spielertrainer - ich kann mir eigentlich alles vorstellen, wenn die Rahmenbedingungen passen", erklärt der Defensivspezialist, der die DJK als "familiären, herzlichen Verein, der eine starke Gemeinschaft hat" beschreibt.


"Andere Vereine sind mehr in der Pflicht"

Man trennt sich im Guten, wie beide Seiten betonen. Generell hat Gottfried Wenk (Sportlicher Leiter) nur Lob für den scheidenen Spielertrainer übrig: "Holger hat uns enorm weitergebracht und den Verein wieder in die richtige Bahn gebracht. Vielen Dank dafür. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft." Obwohl der Aufstieg natürlich ein super Abschiedsgeschenk für den 34-Jährigen, sei die Kreisliga-Rückkehr kein Muss, wie Wenk betont. "Wir haben mit den Fenzl-Brüdern und Jonas Frank nochmal gute Spieler dazubekommen. Andere Vereine jedoch sind mehr in der Pflicht als wir."

Wer künftig das Sagen haben wir bei der DJK Straßkirchen, ist bisher noch nicht bekannt. Man möchte sich Zeit lassen, um eine gut durchdachte Lösung präsentieren zu können. Heißer Kandidat: Julian Blöchl, der bisherige Co-Trainer. "Mit Jul werden wir zuerst reden. Ich könnte mir vorstellen, dass er befördert wird und einen spielenden Co-Trainer an seine Seite bekommt", spekuliert Gottfried Wenk.

Aufrufe: 025.2.2019, 08:34 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor

Verlinkte Inhalte