2026-06-09T05:59:15.975Z

Allgemeines

DJK Rheinkraft Neuss: Erfreulicher Stress bei Inklusionsturnier

Die DJK Rheinkraft Neuss richtete bereits zum fünften Mal ihr Inklusionsturnier aus.

von RP / David Beineke · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
Bei der DJK Rheinkraft Neuss war am Wochenende eine Menge geboten.
Bei der DJK Rheinkraft Neuss war am Wochenende eine Menge geboten. – Foto: Michael Zöllner

Auch wenn das Internationale Inklusionsfußballturnier der DJK Rheinkraft Neuss am Wochenende bereits zum fünften Mal auf der Tagesordnung stand, herrschte große Erleichterung, als die Veranstaltung im Rahmen der Sportwoche auf der Ludwig-Wolker-Sportanlage zur Zufriedenheit aller Beteiligten über die Bühne gegangen war. „Das war erfreulicher Stress für das Organisationsteam. Wir sind natürlich glücklich, dass alles geklappt hat“, meinte Giso Karl in seiner Funktion als Inklusionsbeauftragter der DJK Rheinkraft.

Reinhold und Breuer übernahmen Schirmherrschaft

Eine besondere Herausforderung für ihn ergab sich zu Beginn des Turniers, als er erfuhr, dass er auch den Posten des Stadionsprechers übernehmen durfte. Gesprochen hatte er auch schon einige Worte zur Eröffnung des Turniers am Samstagvormittag, bei der neben der DJK-Vorsitzenden Verena Austermann auch die Landrätin Katharina Reinhold und der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer zugegen waren. Die beiden Persönlichkeiten aus der Lokalpolitik hatten schon im Vorfeld die Schirmherrschaft übernommen und auch in ihren Eröffnungsworten ihre Wertschätzung für das Engagement der Rheinkraft zum Ausdruck gebracht.

Sportlich gemessen haben sich bei dem Turnier Inklusionsmannschaften aus der Region und aus dem benachbarten Ausland. Während ein angekündigter Verein aus Österreich seine Teilnahme kurzfristig absagen musste, boten die beiden Klubs aus Belgien und den Niederlanden gleich mehrere Mannschaften auf. Wobei sowohl Menschen mit geistigen als auch körperlichen Einschränkungen teilnahmen. Sogar zwei Rollstuhlfahrer waren auf der Wolker-Anlage mit von der Partie, für sie wurden kleinere Tore aufs Feld gestellt, die sie dann hüteten. Der Inklusionsgedanke wurde in diesem Jahr sogar noch erweitert, indem in Gestalt von Daniel Kompisch ein Schiedsrichter mit geistigen Einschränkungen Spielleitungen übernahm. Laut Giso Karl verfügt Kompisch über einen Schiedsrichterschein und pfeift auch im regulären Spielbetrieb.

Geld über Tombola für das Projekt gesammelt

Wobei es gar nicht so entscheidend war, ob Kompisch und seine Kollegen auf Tor oder kein Tor entschieden, denn bei der Siegerehrung wurden alle Spielerinnen und Spieler mit Medaillen ausgezeichnet. „Gewinner waren alle“, meinte Giso Karl. Auch die DJK Rheinkraft gehört dazu. Denn abgesehen von dem Lob für die gelungene Veranstaltung kam über den Losverkauf der gut bestückten Tombola eine stattliche Summe zusammen. Geld, das der Neusser Verein gut gebrauchen kann, um es in seine Inklusionsabteilung und deren Projekte zu investieren.