Wer folgt Oberhinkofen in die Kreisliga: Mintraching (im Bild Johannes Gerl) oder Oberndorf/Matting?
Wer folgt Oberhinkofen in die Kreisliga: Mintraching (im Bild Johannes Gerl) oder Oberndorf/Matting? – Foto: Markus Schmautz

Regensburg: Zwei Entscheidungsspiele um den Aufstieg

Wer geht hoch? Mintraching oder Oberndorf/Matting +++ Die DJK Regensburg oder Stadtamhof

Am Samstag um 15 Uhr treffen in Sanding der FC Mintraching und die SG Oberndorf/Matting im direkten Duell aufeinander. Der Sieger steigt als Vizemeister der Kreisklasse 1 auf. Zudem treten um 17 Uhr in Burgweinting die SpVgg Stadtamhof und die DJK Regensburg 06 gegeneinander an. Es geht um die Vizemeisterschaft in der A-Klasse 2. Der Sieger geht hoch, der Verlierer bleibt in der Liga.

In der Kreisklasse 1 sicherte sich der FC Oberhinkofen frühzeitig die Meisterschaft. Dafür war der Kampf um Rang zwei bis zum letzten Spieltag spannend. Sowohl für Mintraching als auch für Oberndorf/Matting geht es um die direkte Rückkehr in die Kreisliga. Oberndorf stieg in der Corona-Abbruch-Saison aus der Kreisliga 2 ab, Mintraching aus der Einser-Gruppe. Da die Relegation im Fußballkreis Regensburg heuer entfällt, reicht ein Sieg im Entscheidungsspiel um die Vizemeisterschaft für den Direkt-Aufstieg. Frank Wild ärgert sich, dass man Rang zwei verspielt hat. „Gegen Oberndorf holten wir vier Punkte. Wir haben allerdings Zähler leichtfertig gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte liegen gelassen. Das ist halt wie es ist. Nun heißt es am Samstag zu gewinnen.“ Wild stieg übrigens bereits 2019 mit „Minikin“ als Vizemeister auf. Im Relegationsspiel gegen Töging siegte sein Team im Elfmeterschießen. Froh ist der erfahrene Coach, der den SV Wiesent schon zweimal in die Bezirksliga geführt hat, dass die Partie nicht bereits am Mittwoch war, sondern erst am Samstag ist. „Wir haben einige angeschlagene Spieler, denen die paar Tage mehr zur Regeneration sehr gut tun werden.“

Gute Erfahrung mit Relegationsspielen hat SG-Trainer Torsten Holm, ein Ex-Profi. Gerne erinnert er sich unter anderem an den Regionalliga-Aufstieg mit dem SSV Jahn vor 12000 Zuschauern im überfüllten Jahn-Stadion zurück. „Als Bayernliga-Meister kegelten wir in Hin- und Rückspiel zuerst Sandhausen aus dem Aufstiegsrennen, dann gelang und das gleiche gegen den FSV Frankfurt.“ Als Trainer in Manching schaffte er gegen Dachau den Aufstieg im Elfmeterschießen. „Ich freue mich auf das Spiel, ebenso meine Jungs. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Wer gewinnen will, muss cool bleiben. Trotz einer nicht vermeidbaren Anspannung kommt es auf eine gewissen Lockerheit an, um erfolgreich sein zu können.“

Beide Trainer wollen sich mit dem Aufstieg verabschieden. Oberndorf-Coach Torsten Holm wechselt in die Bezirksliga West nach Abensberg, FCM-Trainer Frank Wild legt eine Pause ein. Bei der SG übernimmt Christian Eisvogel, beim FC Ilhan Capar.

Die SpVgg Stadtamhof und die DJK Regensburg 06 haben in der Endtabelle der Saison 2021/22 beide jeweils 45 Punkte auf dem Konto. So richtig „Bock“ auf die Begegnung hat DJK-Coach André Schille. „Ich liebe Entscheidungs- und Relegationsspiele. Da schlägt jedes Fußballerherz höher. Diese Einstellung möchte ich auch meinen Spielern vermitteln. Es ist etwas Besonderes, wenn man vor vielen Zuschauern ein Alles-oder-nichts-Spiel zu bestreiten hat“, erklärt der Coach, der weiterhin auf sechs Langzeitverletzte verzichten muss. „Hinter zwei weiteren angeschlagenen Spielern stehen dicke Fragezeichen. Bange ist mir aber nicht, denn wir werden sicherlich eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld schicken können.“

Die SpVgg Stadtamhof wird von Alexander Hofmann trainiert und gecoacht. Auch er ist überzeugt vom Erfolg. „Leider hat sich mit Raphael Seiler beim 2:2 gegen die RT ein Leistungsträger verletzt. Er ist in unserem Konzept ein zentraler Spieler, nun heißt es das System etwas umzubauen. Ansonsten können wir aber aus dem Vollen schöpfen.“ Mit der Defensive war Hofmann sehr zufrieden. „Wir stehen sattelfest, werden das sicherlich auch gegen eine offensivstarke Mannschaft wie die DJK machen. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel.“ Trotz 65 Saisontoren ärgert sich Hofmann über viele verpasste Großchancen. Der Coach fordert: „Wir wollen mit aller Macht zurück in die Kreisklasse 2, die für einen Stadtverein wie dem unseren die optimale Liga wäre.“

Eines ist klar: Zwei Mannschaften werden am Samstagabend den Aufstieg feiern können.

Aufrufe: 020.5.2022, 07:02 Uhr
Markus SchmautzAutor