Kommentar: Nur Aufsteiger, keine Absteiger - diese Lösung hat Charme

Motivation für die Spieler

Um die Fußballamateure bei der Stange zu halten und für kommende Aufgaben zu motivieren, sollte es nur Auf- und keine Absteiger geben. Ein Kommentar von Robert Gasser.

München - Jetzt ist sie also de facto gefallen, die Entscheidung, auf die alle längst gewartet haben. Die Saison, die im Sommer 2019 begonnen hatte, als Corona nur ein wässriges Bier war, wird beendet. Der Bayerische Fußball-Verband will zwar noch die Vereine nach ihre Meinung fragen, doch schon jetzt ist klar: Es wird nicht mehr weitergespielt. Die ganze Hoffnung des Amateurfußballs liegt nun auf der Saison 2021/22.

Offene Fragen gibt es freilich schon noch. Vor allem: Wie verfährt der Verband mit den Mannschaften, die Abstiegsplätze belegen? Sportlich fair ist es sicher nicht, wenn Mannschaften absteigen müssen, die ja vielleicht die Chance gehabt hätten, den Abstieg in den letzten Saisonspielen noch zu vermeiden.

Möglicher Aufstieg oder Nichtabstieg eine Motivation für die Spieler

Genauso unfair wäre es, Mannschaften, die fast zwei Jahre lang alles gegeben haben und in der Tabelle oben stehen, nicht aufsteigen zu lassen.

Somit spricht also viel dafür, dass es Aufsteiger gibt, aber keine Absteiger. Diese Lösung hätte Charme und würde viele Spieler motivieren. Denn die Gefahr, dass Spieler nach dem Ende der Pandemie, wann immer das sein mag, gar nicht mehr auf den Platz zurückkehren wollen, ist nicht zu unterschätzen. Andere Sportarten, wie zum Beispiel die Leichtathletik, haben mit diesem Problem längst zu kämpfen.

(ROBERT GASSER)

881 Aufrufe16.4.2021, 07:52 Uhr
Münchner Merkur (Süd) / Robert GasserAutor

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