Die Anlage in Lintfort wird in mehreren Schritten weiter aufgewertet.
Die Anlage in Lintfort wird in mehreren Schritten weiter aufgewertet. – Foto: Sascha Köppen

Franzstraße: Roter Platz weicht Kunstrasen

Ers­ter Spa­ten­stich in der Sport­an­la­ge am Volks­park. Der TuS Fich­te Lint­fort und die DJK Kamp-Lintfort be­kom­men ei­nen wei­te­ren gro­ßen Kunst­ra­sen­platz, ein Mi­ni-Spiel­feld für die Nach­wuchs-Ki­cker so­wie als zu­sätz­li­ches „Bon­bon“ ei­ne Tri­bü­ne.

Fast 13 Jah­re alt ist der „Ak­ti­ons­plan Fuß­ball“ der Stadt Kamp-Lint­fort, und so lang­sam nä­hert er sich sei­ner Voll­endung. Ein wich­ti­ges Ele­ment wird jetzt um­ge­setzt: Der zwei­te Ab­schnitt der Sa­nie­rung der Sport­an­la­ge am Volks­park. Es ent­ste­hen ein neu­er Kunst­ra­sen­platz an­stel­le des al­ten Asche­plat­zes (Ten­nen­plat­zes), ein zu­sätz­li­ches Kunst­ra­sen-Klein­spiel­feld so­wie ei­ne über­dach­te Tri­bü­ne für 110 Zu­schau­er. Auch der bis­lang un­be­fes­tig­te Park­platz wird her­ge­rich­tet. 2,3 Mil­lio­nen Eu­ro kos­tet das al­les.

„Wir sind froh und glück­lich, dass es los­geht“, sag­te Wolf­gang Holz­grä­fe, Vor­sit­zen­der der DJK Kamp-Lint­fort beim sym­bo­li­schen ers­ten Spa­ten­stich am Mon­tag. Vor sie­ben Jah­ren war die DJK von der Ring­stra­ße an die Franz­stra­ße ge­zo­gen, wo bis da­hin der TuS Fich­te Lint­fort al­lei­ni­ger Herr im Hau­se war. In ei­nem ers­ten Bau­ab­schnitt hat­te die Stadt an der Franz­stra­ße be­reits 2011/12 ei­nen neu­en Kunst­ra­sen­platz so­wie ein neu­es Ver­eins­ge­bäu­de mit Gas­tro­no­mie hoch­ge­zo­gen. Der zwei­te Bau­ab­schnitt blieb ein Ver­spre­chen, das jetzt ein­ge­löst wird.

Ziel des Ak­ti­ons­plans Fuß­ball war und ist es, den vie­len Ki­ckern in Kamp-Lint­fort at­trak­ti­ve Trai­nings­mög­lich­kei­ten zu bie­ten. Um das fi­nan­zi­ell zu er­mög­li­chen, muss­ten die Ver­ei­ne al­ler­dings ört­lich zu­sam­men­rü­cken. „Wir hat­ten frü­her fünf Fuß­ball­ver­ei­ne und fünf Sport­stät­ten“, er­läu­ter­te Bür­ger­meis­ter Chris­toph Land­scheidt am Mon­tag. Heu­te gibt es ne­ben der DJK und dem TuS noch die Ale­man­nia Kamp mit ei­ge­ner An­la­ge an der Rheurd­ter Stra­ße.

Fichte Lintfort und die DJK Kamp-Lintfort sollen zusammenwachsen

Über kurz oder lang wol­len die DJK (185 Mit­glie­der) und der TuS (640 Mit­glie­der) nicht nur har­mo­nisch ne­ben­ein­an­der le­ben, son­dern zu­sam­men­wach­sen. „Es gibt ei­nen ernst­haf­ten Wil­len da­zu“, sag­te TuS-Vor­sit­zen­der Gerd Wah­le. Im Ju­gend­be­reich fin­de be­reits ei­ne Zu­sam­men­ar­beit statt. Wann die Ver­ei­ne fu­sio­nie­ren, sei aber of­fen. „Da muss auch der Fuß­ball­ver­band mit­spie­len“, sag­te Wolf­gang Holz­grä­fe.

Bei der Pla­nung der Sa­nie­rung ih­rer Sport­an­la­ge wur­den die Ver­ei­ne ein­be­zo­gen und durf­ten Wün­sche äu­ßern. Groß ist die Freu­de über das Klein­spiel­feld, das der Ju­gend zu­gu­te­kom­men wer­de, so­wie über die Tri­bü­ne, die so ur­sprüng­lich gar nicht ge­plant war. Sie ist so­zu­sa­gen ein „Ne­ben­pro­dukt“ aus den im Zu­ge an­ge­stell­ten Lär­m­un­ter­su­chun­gen. Ur­sprüng­lich soll­te ei­ne Wand hoch­ge­zo­gen wer­den, um die Wohn-Nach­bar­schaft vor Lärm zu schüt­zen. Doch es ha­be sich her­aus­ge­stellt, dass die 20 Me­ter lan­ge Tri­bü­ne stö­ren­den Schall ge­nau so gut ab­schirmt und so­gar kos­ten­güns­ti­ger sei, sag­te der Bei­ge­ord­ne­te Chris­toph Müll­mann.

Von den an­ste­hen­den Bau­maß­nah­men pro­fi­tie­ren auch die Kamp-Lint­forter Na­tur­freun­de, die seit vie­len Jah­ren ihr Ver­eins­haus im Sport­park ha­ben. Auch der da­zu­ge­hö­ri­ge klei­ne Park­platz wird nun neu her­ge­stellt. Den Ab­riss des al­ten Asche­plat­zes be­zeich­ne­te Le­on­hard Stars­in­ski, Vor­sit­zen­der der Na­tur­freun­de, als En­de ei­ner Ära: „Der ro­te Platz ver­schwin­det aus Kamp-Lint­fort.“

In­fo: Er­wei­te­rung der Ver­eins­ge­bäu­de

Drit­ter Bau­ab­schnitt In ei­nem drit­ten Bau­ab­schnitt sol­len im Jahr 2022 die Ver­eins­ge­bäu­de an der Franz­stra­ße er­wei­tert wer­den.

Kos­ten Da­für wer­den wei­te­re 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro fäl­lig. 45 Pro­zent da­von fi­nan­ziert die Stadt über Zu­schüs­se des Bun­des, sag­te der Bei­ge­ord­ne­te Chris­toph Müll­mann, 55 Pro­zent ge­hen zu­las­ten der Stadt­kas­se.

Aufrufe: 11.6.2021, 10:00 Uhr
RP / Jo­sef Po­gor­za­lekAutor

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