Landkreis Regensburg: Mannschaftstraining ab heute erlaubt!

Das Landratsamt Regensburg gibt grünes Licht für den Kontaktsport im Freien – mit bis zu 25 Teilnehmern.

Der Weg ist frei. Und plötzlich ging es ganz schnell. Noch zu Wochenbeginn waren keine großartigen Lockerungen in Sachen Trainingsbetrieb für die Oberpfälzer Fußballvereine zu erwarten. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen miteinander trainieren, hieß es. Der Verband reagierte mit einem Brandbrief an die bayerische Staatsregierung. Ein neuer Zusatz in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom Mittwochabend ändert diesen unbefriedigenden Umstand schlagartig. Zumindest für die Mannschaften im Landkreis Regensburg heißt es ab dem heutigen Donnerstag: Bahn frei.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat den Weg geebnet. Ab dem 21. Mai sei „kontaktfreier Sport im Innenbereich inklusive der Öffnung von Innenbereichen von Sportstätten sowie Kontaktsport (...) unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 25 Personen unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Testnachweis (...) verfügen“ wieder erlaubt, heißt es in der jüngsten Fassung der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Darüber hinaus werden bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel bis zu 250 Zuschauer mit festen Sitzplätzen und negativem Testnachweis zugelassen. Voraussetzung dafür ist eine stabile beziehungsweise rückläufige 7-Tage-Inzidenz von unter 100 sowie, dass die lokal zuständige Kreisverwaltungsbehörde dem zustimmt.

Im Landkreis Regensburg bewegt sich die 7-Tage-Inzidenz seit dem 13. Mai konstant unter 100. Das Landratsamt Regensburg verkündet in einer Allgemeinverfügung vom Dienstag - hier nachzulesen - deshalb weitere Öffnungen. Das betrifft ganz besonders den Kontaktsport. Denn dieser wird unter freiem Himmel wieder zugelassen. Dies gilt bereits ab dem heutigen Donnerstag, den 20. Mai. Natürlich aber unter Auflagen: Ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest, Selbsttest oder PCR-Test mit negativem Ergebnis ist von allen Teilnehmern vonnöten. Davon ausgenommen sind Corona-Genesene und vollständig Geimpfte. Notwendig ist auch eine Kontaktdatenerfassung. In Gebieten mit einer 7-Tages-Inzidenz unter 50 sind keine Testungen erforderlich.

Auf Nachfrage unseres Medienhauses bestätigte das Regensburger Landratsamt diese weitreichende Lockerung.

„Danke an die, die dem Sport das Vertrauen für weitere Öffnungen gegeben haben“, schreibt Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landessportverbandes BLSV, auf Facebook. Und: „Für den Kontaktsport in der Halle versprechen wir, dass wir dranbleiben und für weitere Schritte überzeugen wollen.“

„Damit herrscht jetzt zumindest mal Klarheit in einem Punkt, der in den vergangenen Tagen in Bayern für reichlich Wirrwarr und damit Frust bei den Sportler*innen gesorgt hatte. Die Auslegung der staatlichen Vorgaben wurden bayernweit völlig unterschiedlich gehandhabt“, sagt BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher in einer Pressemitteilung des Bayerischen Fußball-Verbands: „Das ist ein wichtiger Schritt zurück zu etwas mehr Normalität, wenngleich die Testungen nach wie vor in Gebieten mit 7-Tages-Inzidenzen zwischen 50 und 100 eine hohe Hürde für unsere Vereine darstellen. Deswegen setzen wir uns nach wie vor dafür ein, dass auch Testungen, die in KiTas, Schulen oder beim Arbeitgeber durchgeführt werden, für den Sport herangezogen werden können.“

Wichtig: Die neuen Lockerungen für die Amateurfußballer gelten ab heute für den Landkreis, noch nicht jedoch das Stadtgebiet Regensburg. Da dort die Sieben-Tage-Inzidenzwerte aber ebenfalls seit Tagen konstant unter 100 liegen, dürfen auch die Stadtklubs schon einmal ihre Sportsachen zusammensuchen.

Und auch der Rest der Oberpfalz darf sich freuen. In allen Teilen des Bezirks sind die Zahlen mittlerweile unter die magische Grenze von 100 gefallen und sinken weiter. Sollte die lokale Behörde das Go geben, steht dem Mannschaftstraining nichts mehr im Wege.

Aufrufe: 020.5.2021, 07:16 Uhr
Florian WürtheleAutor

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