Die Vilzinger müssen um den Einsatz von André Luge bangen, der im Spiel gegen den Bosco Bamberg verletzt runter musste.
Die Vilzinger müssen um den Einsatz von André Luge bangen, der im Spiel gegen den Bosco Bamberg verletzt runter musste. – Foto: Simon Tschannerl

Vilzings nächster Schritt zum Aufstieg

Eine starke erste Hälfte genügte für den 4:0- Sieg der Huthgartenkicker gegen die DJK Don Bosco Bamberg

Als Jim-Patrick-Müller nach dem 4:0 (4:0) gegen die DJK Don Bosco Bamberg nach Spielschluss den Mannschaftskreis verließ, drehte er sich noch einmal um, klatschte lauthals in die Hände und rief seinen Mitspielern energisch zu: „Noch vier Jungs und jetzt keinen Meter weniger.“

Diese Aussage macht deutlich, dass die drei Punkte gegen die DJK Don Bosco Bamberg verbucht sind, aber der Fokus schon auf dem nächsten Spiel der Vilzinger am Dienstagabend beim SC Feucht (Anstoß 19 Uhr) liegt. In diesem extrem engen Aufstiegsrennen, denn auch die Konkurrenz aus Erlangen, Bamberg und Ansbach punktete dreifach, würde ein Punktverlust am Ende wohl das Aus jeglicher Meisterträume bedeuten.

Was die DJK Vilzing in den ersten 30 Minuten gegen die DJK Bamberg zeigte, war Fußball der Extraklasse. Nach zwei Minuten setzten die Hausherren ein erstes Ausrufezeichen. Müller war auf der Außenbahn durch, doch seine Flanke in den Strafraum ging an Freund und Feind vorbei.

Effektive Vilzinger

In der 9. Minute hatten die Huthgartenkicker Glück, als Trawally vor Keeper Putz auftauchte, doch er traf beim Abschluss die Kugel nicht richtig. Im Gegenzug schickte Müller aus dem Mittelfeld Jünger mit einem feinen Pass auf Reisen. Dieser umkurvte noch den Bamberger Torwart und schob zur Führung für Vilzing ein (10.). In der 11. Minute gab es Freistoß für Bamberg, doch Trawally kam im Strafraum nicht richtig an den Ball. Die DJK Vilzing hingegen war weiter effektiv beim Verwerten der Torchancen. Eine Ecke von Luge köpfte Wolf in Richtung Tor, Jünger hielt den Fuß hin und gab dem Ball eine andere Richtung, so dass er unhaltbar zum 2:0 im Kasten von Glos einschlug (16.).

Die DJK Vilzing schnürte die Bamberger in ihrer Hälfte förmlich ein. In der 26. Minute gab es Freistoß für Vilzing, dieser wurde schnell ausgeführt, am Ende der Kombination war es Kordick, der im Strafraum zum Abschluss kam und mit einem wuchtigen Schuss Glos im Bamberger Kasten abermals keine Abwehrchance ließ – 3:0.

Der Spitzenreiter blieb weiter hungrig nach Toren und wollte nun die endgültige Entscheidung herbeiführen. Diese fiel in der 34. Minute. Don Bosco Bamberg wollte auf Höhe der Mittellinie den Ball nach vorne spielen, dabei wurde Jünger angeschossen, der blitzschnell reagierte, die Kugel auf Müller passte und ehe die Bamberger, die in der Vorwärtsbewegung waren, reagierten, hatte man vor dem Don-Bosco-Tor eine Überzahlsituation. Vor Glos angekommen, passte Müller auf Jünger, der keine Mühe mehr hatte, den Ball zum 4:0 über die Linie zu befördern. Die letzte Chance in Hälfte eins gehörte dem Gegner, doch Putz war beim Abschluss von Sperlein zur Stelle.

Im zweiten Durchgang wechselte DJK-Trainer Eibl durch und schöpfte sein Wechselkontingent aus. Außerdem nahmen die Huthgartenkicker, in Anbetracht des Spiels am Dienstag, das Tempo aus dem Spiel. Noch einmal musste Keeper Putz sein Können aufbieten, als ein Bamberger Abschluss abgefälscht wurde und er reaktionsschnell zur Ecke klärte. In der 61. Minute gab es nach einem Foul an Hoch Elfmeter für Vilzing. Luge trat an, scheiterte jedoch am Bamberger Keeper. Große Torchancen gab es in der letzten halben Stunde nicht mehr. Bitter für die DJK Vilzing – in der 85. Minute musste Luge verletzt ausgewechselt werden und dürfte damit für das nächste Spiel ausfallen.

Eine schwere Auswärtspartie

Am Dienstag (Anstoß 19 Uhr) geht es für die DJK schon weiter, wenn man beim SC Feucht zu Gast ist. Hier erwartet Eibl abermals eine schwere Partie gegen einen heimstarken Gegner. „Das wird wieder eine ganz harte Nuss werden“, blickt der Trainer voraus. Der SC sei eine sehr kompakte Mannschaft, die aber auch viel Qualität in der Offensive hat. Vor allem aber bei Standards ist der SC brandgefährlich. Allerdings ist es das Ziel der DJK, auch hier dreifach zu punkten.

Aufrufe: 01.5.2022, 20:00 Uhr
Thomas MühlbauerAutor